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Ein bekanntes Muster: „Anarchisten“ stören friedlichen Protest in Vancouver

Kurt Nimmo, Infowars.com, 14.02.2010

Wieder einmal haben sich in schwarz gekleidete, Masken tragende, sogenannte „Anarchisten“ an gewaltsamen Protesten beteiligt und Eigentum zerstört. Dieses Mal während der Olympiade 2010 in Vancouver.

„Eine locker organisierte Gruppe von ´Raudis` aus dem Herzen Kanadas warb unter 200 Anti-Olympiade Protestlern, die am Samstag durch die Innenstadt von Vancouver marschierten, für Anarchie und zerschlugen Glasscheiben in Hudson´s Bay und TD bank, warfen Zeitungsständer um und griffen Schaulustige an, berichtete die Polizei. Sie besprühten Autos und Reisebusse mit Farbe, rissen Schilder herunter und warfen Straßenbauschilder um, während sie die Straße entlang zogen“ berichtet CTV.

2007 wurden kanadische Polizisten bei frischer Tat dabei ertappt, wie sie sich während eines Treffens der Nordamerikanischen Union in Montebello, Quebec als Anarchisten ausgaben. „Protestler beschuldigten die Polizei, Undercover-Agenten benutzt zu haben um gewaltsame Konfrontationen auf dem Treffen der nordamerikanischen Führer anzuheizen“ berichtete die Zeitung Toronto Star. „Solche Beschuldigen sind bereits bei ähnlichen Demonstrationen verlautbart worden, nur dieses mal wurden die bezichtigten ´Agents Provocateurs` auf Kamera festgehalten.“

Veröffentlichte Bilder zeigten, dass die angeblichen „Anarchisten“ dieselben Schuhe trugen, wie die sie verhaftende Polizei.

„Die Organisatoren der Proteste spielten für die Medien am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Ottawa das Video ab. Einer der Organisatoren, der Gewerkschaftsführer Dave Coles, erklärte, dass es einer der Gründe war, warum die Protestler die tatsächliche Identität der Männer kannten, weil sie dieselben Schuhe wie die Polizeibeamten trugen.“ berichtete CBC News am 23.08.2007.

„Die Lokalpolizei von Quebec gab am Donnerstag zu, dass drei ihrer Beamte sich während der Proteste zum Treffen der nordamerikanischen Führer in Montebello, Quebec als Demonstranten verkleidet hatten.“ Die Polizei lehnte weitere Kommentare ab.

Während des G20-Treffens September letzten Jahres in Pittsburgh wurden während eines Marsches gegen Polizeibrutalität Agents Provocateurs entlarvt.

In Folge der „anarchistischen“ Gewalt während des G20-Treffens im April 2009 in London forderte der britische Abgeordnete Tom Brake eine Untersuchung, ob die Polizei Agents Provocateurs benutzte um Gewalt anzuheizen.

„Als ich in der Mitte der Menschenmenge stand, kamen zwei Personen zu mir herüber und sagten ´Da drüben sind Leute von denen wir glauben, dass es Polizisten sind, welche die Menschenmenge dazu ermutigten mit Gegenständen auf die Polizei zu werfen.`“ so Brake in der Zeitung The Guardian am 10.05.2009.

Anknüpfend an dieses mittlerweile gängige Muster, waren die Demonstrationen gegen die Olympiade 2010 friedlich bis die „Anarchisten“ eintrafen. „Der Protest war bis 30 Minuten vor den Eröffnungsfeierlichkeiten friedlich.“ berichtete die Zeitung The Province heute. „Einige Demonstranten begannen mit großen Straßenmasten, Eiern, abgebrochenen Fahnenmasten, Essig- und Kartoffelbeuteln auf Polizeibeamte zu werfen. Es gab auch Gerangel in der Menschenmenge.“

„Laut der Polizei kamen einige der Demonstranten von außerhalb der Provinz und waren hier um für Anarchie zu werben.“

„Die Polizei sagte am Samstag, dass die Protestler zum Teil aus anderen Gebieten Kanadas und der Vereinigten Staaten kamen.“ fügte Reuters hinzu.

Kanadische Beamte verhinderten jedoch erfolgreich, dass unabhängige Journalisten das Land betreten konnten. Am 11.02.2010 berichtete Indymedia aus Chicago über die Verhaftung und Abführung von mehreren Journalisten an der kanadischen Grenze. Die US-Behörde für Heimatschutz arbeitete offensichtlich mit den Kanadiern zusammen um die Journalisten davon abzuhalten nach Kanada einzureisen.

Vor der Olympiade scheute die kanadische Polizei keine Mühen um Aktivisten einzuschüchtern. „Seit Monaten klopft die Polizei schon an die Türen bekannter Aktivisten und spürt sie in ihren Nachbarschaften auf um sich mit ihnen über ihre Demonstrationspläne zu Olympia zu unterhalten.“ berichtete die Zeitung The Vancouver Sun letzten Juli.

Der Stadtrat von Vancouver erlies eine Satzung, die dem Bürgermeister Gregor Roberston und der Oberstadtdirektorin Penny Ballem uneingeschränkte und umfassende Befugnisse einräumte alles „berechtigte“ zu tun, was „notwendig oder wünschenswert“ ist um sicherzustellen, dass der „Schutz und die Sicherheit“ der Olympiade und die „Wahrung der gewerblichen Rechte“ gewährleistet wird, so die Zeitung.

Die Satzung erlaubte es der Polizei nach Menschen zu suchen, Überwachungskameras zu installieren, Megaphone und „alles, was Krach macht“ zu konfiszieren und Jeden davon abzuhalten, der „Belästigungen und Krach verursacht, die den Unterhaltungsgenuss auf dem Boden der Stadt oder von anderen Personen stören würde.“

Trotz dieser drakonischen Einschränkungen und der Befragungen von Aktivisten durch die Polizei schafften es die Anarchisten durch das Netz des Polizeistaates zu schlüpfen und man erlaubte es ihnen Eigentum zu zerstören, während die Medien und Polizei dabei zusahen.