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Gold am Scheideweg: Was erwartet uns in den kommenden Wochen und Monaten?

Wird Gold die Marke von USD 1.180 pro Unze verteidigen können … nun, das ist die 1-Million-Dollar-Frage.

Mary Anne Aden & Pamela Aden, Aden Forecast, 31.12.2013

Die Goldpreisentwicklung war gelinde gesagt frustrierend gewesen. Darüber hinaus haben sich seit September auch noch die Charakteristika des Goldmarkts verändert.

Gold gelang es nicht, während seiner saisonal besten Phase zu steigen, und das obwohl der US-Dollar zur selben Zeit zurückging. Diese Faktoren sind für sich genommen bereits bärische Hinweise.

Hier kommt noch hinzu, dass die Goldschmucknachfrage im dritten Quartal 2013 so stark gewesen ist wie seit 2010 nicht mehr, da die Käufer in Hongkong und China die Nachfrage zwischen 35% und 40% nach oben trieben.

Ferner ist gemeldet worden, dass die Verkäufe von American Silver Eagles gestiegen sind und auch die Goldverkäufe der australischen Prägeanstalt Perth Mint zulegen konnten.

Normalerweise möchte man meinen, dass die Preise aufgrund dieser robusten Nachfrage nach physischem Gold und Silber eigentlich steigen müssten – tun sie aber nicht.

2013 war das erste schlechte Jahr seit 2000

Die Anleger lieben und hassen Gold. Die Hedge-Fonds sind im Hinblick auf Gold so wenig bullisch wie seit 2007 nicht mehr. Und einige der Anleger, die den gesamten Goldbullenmarkt verpasst haben, freuen sich nun darüber, mit ansehen zu dürfen, wie Gold ins Abseits gedrängt wird.

Und mit jedem weiteren Monat nimmt die pessimistische Stimmung im Goldmarkt weiter zu. Doch erstaunlicherweise ist Gold bisher nicht ohne Weiteres durch sein Tief vom Juni dieses Jahres gerauscht. Es ist mittlerweile sechs Monate her, dass Gold im Juni im Intraday-Handel auf USD 1.180 pro Unze fiel, und diese Tiefs sind jüngst abermals getestet worden.

Wird Gold die Marke von USD 1.180 pro Unze verteidigen können … nun, das ist die 1-Million-Dollar-Frage.

Ein sehr kritischer Augenblick

Zunächst einmal ist es so, dass, sollte die Marke von USD 1.180 pro Unze durchbrochen werden, wir auf dem nachfolgenden Chart (der einen unserer Lieblings-Indikatoren zeigt) umgehend in eine bärische Phase eintreten würden:

Das Tief von Juni 2013 bezeichnen wir als ein D-Tief. Das ist der Zeitpunkt, an dem Gold während eines Bullen- oder Bärenmarkts am stärksten gefallen ist. Dem würde dann ein A-Anstieg und ein B-Rückgang folgen.

Der jüngste A-Anstieg war ordentlich, da Gold bis Ende August auf knapp USD 1.420 pro Unze klettern und somit rund 18% zulegen konnte. Das war normal soweit.

Seitdem ist der B-Rückgang im Gang. Dieser 16%ige Rückgang hält jetzt seit drei Monaten an und es ist ein größerer B-Rückgang, als es normalerweise der Fall wäre – er ist aber immer noch in Ordnung.

Sollte Gold jedoch unter der Marke von USD 1.330 pro Unze verharren und unter die Marke von USD 1.180 pro Unze fallen, wäre der B-Rückgang ungültig und der Bär würde ganz eindeutig wieder die Oberhand gewinnen. Dann könnte es letztlich auch zu einem Rückgang auf USD 1.000 pro Unze kommen.

Die Stunde der Wahrheit steht nun also kurz bevor.