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Bagdad-Massaker: Journalistenverbände verlangen Untersuchung

Paul Joseph Watson, 07.04.2010

Drei bekannte Journalistenverbände haben wegen dem schockierenden von WikiLeaks veröffentlichten Bildmaterial eine Untersuchung gefordert. In dem Video wird gezeigt wird, wie US-Apache-Hubschrauber 2007 in einem Viertel von Bagdad Reuters-Journalisten und Menschen, die versuchten sie zu retten, massakrieren, während sie gleichzeitig darüber lachten.

„Das ist ein weiteres Verbrechen, was zu den Verbrechen der US-Truppen gegen irakische Journalisten und Zivilisten hinzukommt.“ so der Chef der irakischen Journalistengewerkschaft, Mouyyad al-Lami. „Ich fordere die Regierung auf gegenüber den Verbrechern, welche die Journalisten getötet haben, eine harte Haltung einzunehmen.“

Die Videoaufzeichnung sorgte für internationale Empörung, nachdem gezeigt wurde, dass Truppen in Panzern absichtlich über Leichen fuhren, die Hubschrauberpiloten darüber Witze machten und man sehen konnte, wie auf Kinder geschossen wurde.

Der Vater des getöteten Reuters-Journalisten Namir Noor-Eldeen sagte, dass die Forderungen, die beteiligten Soldaten anzuklagen, durch die Videoaufzeichnungen gerechtfertigt seien.

„Wenigstens ist die Wahrheit ans Licht gekommen und ich bin dankbar dafür, dass Gott die Wahrheit enthüllte.“ so Noor Eldeen. „Wenn so ein Angriff in Amerika stattfinden würde, selbst wenn auf diese Art und Weise nur ein Tier getötet würde, was würden sie tun?“

Noor Eldeens Bruder, Nabeel, zweifelt an den Behauptungen, dass die Piloten nicht in der Lage gewesen sind zwischen Kameraausrüstung und Raketenwerfern zu unterscheiden.

Das in New York ansässige Committee to Protect Journalists verlangte ebenfalls eine erneute Untersuchung, nachdem das Videomaterial ausgestrahlt wurde.

„Die Gräuel gehen aus dem Video ganz klar hervor – darüber hinaus bestätigt dies, was wir die ganze Zeit gesagt haben: Dass eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls nicht stattfand und diese erfolgen muss.“

sagte Mohamed Abdel Dayem, Programmkoordinator von CPS für den Nahen Osten, in einem Telefoninterview mit Associated Press.

Der in Paris ansässige Organisation Reporter ohne Grenzen wiederholte ebenfalls ihre Forderung nach einer neuen Untersuchung zu dem Massaker.

Währenddessen teilte das US-Militär mit, dass es seine Kopie des Videos verloren habe, eine unglaubliche Behauptung, angesichts der Tatsache, dass man drei Jahre lang mit großen Anstrengungen alles versuchte die Veröffentlichung zu verhindern.

„Hauptmann Jack Henzlik, ein Sprecher der US-Central Command, sagte, die Truppen im Irak wären nicht in der Lage gewesen das Video in den Akten ausfindig zu machen.“ berichtet Associated Press.

Al-Jazeera war in der Lage die Kinder ausfindig zu machen und zu befragen, welche schwer verletzt worden waren, nachdem einer der Apache-Hubschrauber auf einen Transporter feuerte, mit dem versucht worden war die Reuters-Journalisten zu retten.

„Wir kamen zurück und sahen einen verwundeten Mann.“ sagte der Überlebende Sajad Salah. „Mein Vater sagte, wir nehmen ihn mit und bringen ihn ins Krankenhaus und dann hörte ich nur noch die Kugeln – warum haben sie auf uns geschossen – hatten sie nicht gesehen, dass wir nur Kinder waren?“

„Die Amerikaner wollten uns umbringen – mich, meinen Bruder und meinen Vater“ sagte seine Schwester Duaa Salah.

Die Familie sagte, dass sie seitens des US-Militärs in keinster Art und Weise wegen der Ermordung des Vaters und den schweren Verletzungen der beiden jungen Kinder entschädigt worden wäre. Die Kinder zeigten ihre Schussverletzungen vor der Kamera.

„Ich verlange, dass die Piloten vor Gericht gebracht werden.“ sagte der Bruder des Opfers, Satar Mutashar. „Keiner hat den Kindern irgendetwas gegeben, ihre Rechte sind weg und die Amerikaner haben noch nicht einmal Ersatz für das zerstörte Auto geleistet – ich verkaufte es für USD 500 um das Geld für ihre Behandlung auszugeben.“

Der Bruder sowie der Sohn von Saeed Chmagh verlangten ebenfalls Gerechtigkeit und sein Sohn Salwan Saeed versprach die Verbrecher mit ihren Straftaten nicht davonkommen zu lassen und Journalist zu werden um ähnliche Verbrechen aufzudecken.

Sehen Sie sich das Video dazu an: