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James Turk über den Krieg gegen die Gold- und Silberinvestoren

King World News, 07.10.2014

Während der Dow Jones immer noch im Bereich von 17.000 Punkten notiert und sich der US-Dollar-Index nahe der Marke von 86 Punkten hält, sagte James Turk heute gegenüber King World News, dass die westlichen Zentralplaner gegen die Gold- und Silberinvestoren Methoden der psychologischen Kriegsführung einsetzen würden. Turk lieferte uns auch einen wichtigen Chart, der die psychologischen Spielchen veranschaulicht, die von den westlichen Zentralplanern aktuell eingesetzt werden.

Turk: „Eine wichtige Sache, die bezüglich des Preisrutsches von Gold und Silber am Freitag festgehalten werden sollte, ist, dass der große Rückgang einsetzte, als sich der Tag in London bereits dem Ende neigte. Das Goldpreis-Fixing am Vormittag lag beispielsweise bei USD 1.207,50 pro Unze. Bis zum Nachmittag waren die großen physischen Käufer bereits aus dem Markt verschwunden. Schauen Sie sich hierzu bitte den Intraday-Chart vom Freitag an:

Auf dem Chart ist deutlich zu erkennen, dass die Preisdrückung am Freitag im Papiermarkt stattfand. Es war eine geplante Preisdrückung und infolgedessen stieg das Offene Interesse bei Gold und Silber am Freitag, während sich die Shorts nach Handelsbeginn an der Comex immer weiter auftürmten.

Wir haben diese Preisdrückungen am Freitagnachmittag in der Vergangenheit schon mehrere Male gesehen. Sie sind gewöhnlich vorübergehende Eintags-Preiswunder. Es sind keine nachhaltigen Drückungen, denn es gibt eine Menge Marktteilnehmer, die am Freitag Papierkontrakte zu niedrigen Preisen gekauft haben und sich die Metalle physisch ausliefern lassen werden. Und wenn sie das tun, stellt sich die Frage, wo die Shorts, die diese Papierkontrakte verkauft haben, das physische Metall in einem so angespannten Markt herbekommen wollen?

Die Antwort: Sie bekommen es nicht. Und das heißt, dass eine Menge der Shorts am Montag glattgestellt wurden, aber es gibt immer noch jede Menge Shorts da draußen, die in der Falle stecken.

Diese ganze Episode sieht so aus, als würde es sich dabei um einen Versuch der Zentralplaner handeln, die letzten noch im Markt verbliebenen schwachen Hände zu vertreiben. Und denken Sie mal über die psychologischen Mittel nach, die hier seitens der Zentralplaner eingesetzt wurden: Sie hämmern den Preis am Freitagabend nach unten, also zu einem Zeitpunkt, wo die Londoner Edelmetallbörse bereits geschlossen und das Wochenende für den überwiegenden Teil der Welt schon begonnen hat, und das heißt, dass es sich dabei um den illiquidesten Augenblick des Tages handelt, und da braucht man dann nur wenig Munition, um die Sache durchzuziehen.

Die noch verbliebenen schwachen Hände, die Gold hielten, machten sich dann das ganze Wochenende über Sorgen, ob es am Montag zu einer weiteren Preisdrückung kommen wird. Sie ließen ihren Emotionen freien Lauf, anstatt ihre Entscheidungen der Logik zu unterwerfen, und sie hatten das ganze Wochenende, um sich darüber den Kopf zu zerbrechen, was genau das ist, was die Zentralplaner wollten. Das ist das psychologische Mittel, das sie einsetzten.

Die verbliebenen schwachen Hände warfen Montagmorgen bei Handelsbeginn dann ihr Gold auf den Markt, was der Grund dafür ist, warum der Goldpreis sogar noch stärker fiel – aber dann drehte sich der Markt, und zu dem Zeitpunkt, als die Londoner Edelmetallbörse aufmachte und der große physische Markt in Fahrt kam, war bereits ein starker Aufwärtstrend im Gang.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die große Preisdrückung vom Freitag vollumfänglich geplant gewesen ist. Sie ist ein krasses Beispiel dafür, wie der Goldmarkt von den Zentralplanern manipuliert wird.

Netdania.com – Goldpreis auf Monatsbasis in US-Dollars. Zum Vergrößern anklicken.

Der Abwärtstrend – der kurzfristige der letzten zwei Monate und der langfristige der letzten 3 Jahre – wird sich schon bald umkehren. Entweder das oder die 5.000-jährige Geschichte von Gold als Geld hat überhaupt nichts mehr zu bedeuten, was dann auch heißen würde, dass man vollstes Vertrauen haben müsste, dass die Zentralplaner immer die richtigen Entscheidungen treffen, was natürlich eine absolut lächerliche These ist.

Wir dürfen nicht vergessen, dass hier ein Krieg gegen Gold stattfindet. Die Zentralplaner versuchen zurzeit alles, um Gold unter Kontrolle zu halten. Sie werden alles in ihrer Macht stehende tun, um zu gewinnen, und dazu gehört auch die psychologische Kriegsführung gegen Investoren. Und obwohl die Zentralplaner in der Lage sind, einige Schlachten zu gewinnen, kann ich Ihnen versichern, dass sie diesen Krieg am Ende verlieren werden.“