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Weizenkrise droht zur „inflationären Zeitbombe“ zu werden und Nahrungsmittelaufstände zu verursachen

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 09.08.2010

Russlands Verbot von Weizenexporten, das auf die großflächigen Brände im Land folgte, sorgte dafür, dass die Nahrungsmittelpreise in nur einer Woche um 19% explodierten, da bei Nahrungsmitteln und Verbrauchsgütern immer mehr Sorgen über weltweite Schwankungen aufkommen, die sich zu einer weltweiten inflationären Zeitbombe entwickeln könnten, welche von weitflächigen Nahrungsmittelaufständen begleitet wird.

Lenin nannte Korn einst die „Währung der Währungen“, womit er die Bedeutung unterstreichen wollte, dass Korn auch alle anderen Bereiche von Grundnahrungsmitteln wie Brot bis hin zu Viehfutter betrifft.

Am Donnerstag vergangener Woche unterzeichnete der russische Premierminister Vladimir Putin ein Dekret mit dem der Export von Weizen, Gerste, Roggen, Mais und Mehl bis Ende des Jahres verboten wurde, was ebenfalls zu dem gigantischen Anstieg des Weizenpreises beitrug, der seit Juni dieses Jahres um 92% explodiert ist.

Die anhaltenden trockenen Bedingungen in der gesamten Russischen Föderation drohen ebenfalls die Wintersaat zu gefährden, was „möglicherweise ernsthafte Auswirkungen auf die Weltweizenversorgung in 2011/12 haben könnte“ so die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO).

Die Nahrungsmittelengpässe sind ein Ergebnis außergewöhnlicher Wetterbedingungen auf dem gesamten Planeten, die ihren Teil zu den in die Höhe schießenden Preisen beitragen:

Laut der Zeitung London Independent drohe die Krise eine „inflationäre Zeitbombe“ zu entfachen, mit verheerenden finanziellen Schäden für labile Wirtschaften im Westen und der Gefahr, die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen in Entwicklungsländern zu zerstören.

„Alles zusammengenommen deutet es darauf hin, dass die westlichen Länder im nächsten Jahr durch eine starke Steigerung der Inflation getroffen werden, da die Preise für Brot, Bier, Benzin und viele andere alltägliche Waren wieder ansteigen werden. Angesichts der schwachen Wachstumsaussichten in den westlichen Wirtschaften droht dies eine Rückkehr zur ´Stagflation` zu werden – stagnierendem Wachstum in Verbindung mit einer hohen Inflation.“ so der Artikel im Independent.

Globale Hedge Fonds haben sich nun daran gemacht die Nahrungsmittel- und Rohstoffmärkte in die Ecke zu treiben. So wird beispielsweise berichtet, dass der Hedge Fonds Manager Anthony Ward angeblich USD 1 Milliarde (GBP 650 Millionen) in den Kakaomarkt investierte und 240.000 Tonnen Kakaobohnen kaufte, was ausreichend ist um 5 Milliarden Tafeln Schokolade herzustellen. Die Finanzspekulationen auf Nahrungsmittelpreise haben die Preisschwankungen noch weiter angeheizt.

Das Sprachrohr der Globalisten, die Financial Times, räumt ein, „eine erneute Nahrungsmittelkrise scheint nicht ausgeschlossen zu sein“, wenn man das Exportverbot für Weizen in Russland bedenke. Die Zeitung merkte an, dass es vor zwei Jahren unter ähnlichen Bedingungen zum Ausbruch von Nahrungsmittelaufständen gekommen sei.

Gemeinsam mit den vorgeschlagenen Verbrauchssteuern auf Kohlenstoffdioxid, den Anstiegen bei der Mehrwertsteuer, den Einkommensteuerhöhungen, der Verteuerung von Benzin, den lähmenden Austeritätsmaßnahmen und dem fallenden US-Dollar werden die explodierenden Nahrungsmittelpreise einen weiteren Beitrag zur finanziellen Kastration der Amerikaner leisten.

Indem man die Menschen dazu zwingt einen geringeren Lebensstandard zu akzeptieren und für ihre Ernährung und ihr Überleben von einer überbordenden ständig anwachsenden Regierung abhängig zu sein, werden die Eliten ihr Ziel der Zerstörung der Mittelklasse erreichen.