Wirtschaftslehre: Zentralbankwesen für Anfänger

Jeff Berwick, The Dollar Vigilante, 28.03.2012

Sie verstehen Wirtschaftslehre nicht? Ja selbst der Gedanke daran, lässt Sie bereits die Augen verdrehen?

Ha, das ist genau das, was die Regierung will! Die Regierung ist ein künstliches, unnötiges Konstrukt, das seit Jahrzehnten enorme Anstrengungen unternommen hat, um die Wirtschaftslehre so kompliziert als möglich erscheinen zu lassen. Und warum? Weil sie so die programmierte Unwissenheit der vermeintlich gebildeten Öffentlichkeit dazu nutzen kann, die Menschen zu verwirren und zu verheimlichen, wie sie eigentlich zum Wohle der Regierung manipuliert werden.

Wirtschaftslehre ist einfach. Im Grunde kann alles in einer kurzen Abhandlung erklärt werden, so wie es von Henry Hazlitt in „Wirtschaftswissenschaft in einer Lektion“ getan wurde. Das ist alles, was der Einzelne über Wirtschaftswissenschaften wissen muss und wissen sollte.

Und was ist mit all jenen, die acht Jahre lang die Universität besucht haben, um einen akademischen Titel in Wirtschaftswissenschaften zu erhalten? Das ist reine geistige Masturbation – bestenfalls.

Wirtschaftslehre auf einer Insel

Um eine Sache zu veranschaulichen, kann praktisch alles auf seine grundlegendsten Aspekte heruntergebrochen werden. Wenn man vor großen Fragen steht, sollte man immer versuchen, sie auf ihre entscheidenden Aspekte herunter zu brechen. Im Folgenden wollen wir das mit der Wirtschaftslehre tun, um aufzuzeigen, wie einfach das Ganze ist und warum es sich beim Zentralbankwesen um einen zentrales Dogma des Kommunismus handelt, das in einem freien Markt nichts weiter als eine Ungeheuerlichkeit darstellt.

Sagen wir einfach, dass Sie und drei andere Menschen auf einer Insel leben. Und soweit Sie wissen, leben auf der Erde außer ihnen auch keine weiteren Menschen. Jede Person muss unterschiedliche Dinge erledigen, um allen gemeinsam Vorteile zu verschaffen, aber natürlich hat auch jeder egoistische Gründe, Dinge zu tun (man möchte im Gegenzug also etwas dafür bekommen).

Vielleicht fischen Sie ja. Ein anderer sammelt Kokosnüsse und der nächste ist gut darin, Hütten zu bauen und Regenwasser einzufangen, damit Trinkwasser bereitsteht. Man handelt untereinander. Sie bieten den Fisch an und bekommen dafür Kokosnüsse und Trinkwasser. Die anderen bieten ihre Dienstleistungen also für Ihren Fisch an.

Jetzt kommt die vierte Person ins Spiel – ein bärtiger Mann ohne besondere Talente, der glaubt, dass er besser sei, als alle anderen. Er stellt nichts her, erklärt Ihnen jedoch, dass ihm ein besseres System eingefallen wäre, bei dem man „Geld“ verwendet, wo Sie nicht erst warten müssten, bis derjenige, der die Kokosnüsse sammelt, Fisch haben möchte, bevor Sie Ihre Kokosnüsse bekommen. Stattdessen wird einfach mit Geld gehandelt … das könnte vielleicht sogar ein Stück Papier sein, das von der vierten Person unterzeichnet und mit Bildern und Nennwerten versehen wird.

Das hört sich ja garnicht mal so schlecht an. Doch hier sind wir bereits an dem Punkt angelangt, wo die vierte Person zum einem „Zentralbanker“ wird: Zunächst holt sie einen Speer hervor und erklärt Ihnen, dass Sie unter allen Umständen dazu gezwungen sind, ihr Geld zu nutzen und auf keinen Fall anderes Geld verwenden dürfen. Und dann, wenn es beim Fischen mal nicht so richtig klappt und die Fänge ausbleiben, erklärt sie Ihnen, dass sie jeden behilflich sein kann, indem sie durch eine zusätzliche Geldausgabe die Wirtschaft der Insel „ankurbelt“.

Wenn es wirklich schlimm steht, könnte die vierte Person die Geldmenge der Insel verdoppeln oder verdreifachen. Zunächst glauben die anderen drei, sie seien reicher, also kaufen sie mehr Fisch, Wasser oder Hütten, als sie sich normalerweise leisten könnten. Das führt am Ende dazu, dass mehr Ressourcen verwendet werden, als normalerweise vernünftig wäre.

Innerhalb kurzer Zeit ist das gesamte Geld in den Geldkreislauf gelangt. Die Kokosnüsse kosten nun das Doppelte oder Dreifache. Dasselbe gilt für den Fisch … und für das Trinkwasser und die Hütten.

Inwiefern hat der Zentralbankmechanismus geholfen? Überhaupt nicht! In Wirklichkeit wurden alle knappen Ressourcen vernichtet, da den Marktteilnehmern über einen bestimmten Zeitraum hinweg vorgegaukelt wurde, dass sie vermögender seien, als sie es tatsächlich gewesen sind.

Mehr gibt es über das Zentralbankwesen nicht zu wissen. Wenn so etwas geschieht, korrumpiert das natürlich die gesamte Insel. Die Leute fangen an zu versuchen, sich beim Zentralbanker Vorteile zu verschaffen und die ersten zu sein, die das neu geschaffene Geld in den Händen halten.

Und dann, sollte die Gelddruckerei außer Kontrolle geraten und der Zentralbanker seine Druckmaßnahmen aussetzen, um den Wert des Geldes zu retten, noch bevor es in die Wertlosigkeit hyperinflationiert – da er Gewalt einsetzt, um den Gebrauch dieses Geldes sicherzustellen – gibt es im System auf einmal nicht mehr genügend Geld, um grundlegende Transaktionen durchzuführen. Die Menschen sind dann nicht mehr länger in der Lage, ihr Leben zu bestreiten.

Dann kommt es entweder zu einem Krieg (über die Rohstoffe) oder einer Hungersnot, da es den Inselbewohnern nicht mehr länger möglich ist, an die Währung zu gelangen, die ihnen für das Bestreiten ihres Lebens aufgezwungen wurde. Entweder das – oder der Banker übernimmt die Kontrolle über die künftige Produktivität und überreicht im Gegenzug frisch gedrucktes Geld, was Sie im Grunde in die Sklaverei treibt, nur weil Sie überleben wollen.

Das Einzige, was dieser Insel zu diesem Zeitpunkt noch fehlt, ist jemand, der ein faschistisches Medienkonglomerat ins Leben ruft, das mit der Zentralbank unter einer Decke steckt und das nachfolgende Magazin veröffentlicht, um ein nicht produktives Mitglied der Insel als Held darzustellen:

Der Held?

„Ben Bernanke rettete die Weltwirtschaft. Aber warum hassen ihn dann alle?“

Zunächst einmal ist es so, dass überhaupt nicht genügend Menschen ausreichend über ihn wissen, um ihn zu hassen. Und wenn sie es täten, wäre ein öffentliches Lynchen, wie es Hillary an Gaddafi praktizierte, völlig in Ordnung.

Das ist der Mann, der die Wirtschaften zerstört. Der Mann, der alle Kriege finanziert und möglich macht. Der Mann, der die Bejahrten in Hamsterräder sperrt und zum Laufen zwingt, damit sie Katzenfutter vorgesetzt bekommen …

Und er tut es mit einem verschmitzten Lächeln in seinem Gesicht, das uns doch stark an das letzte Mal erinnert, als dies Art von Schwachsinn versucht wurde:

Ja können Sie sich daran noch erinnern?

Drei der am elegantesten gekleideten Betrüger der Welt wurden wenige Monate vor dem Zusammenbruch der Weltwirtschaft – den sie selbst herbeiführten – als Retter gefeiert. Die Slime-Titelgeschichte wurde am 15.02.1999 veröffentlicht. Darin wurde behauptet, dass uns die Geldwechsler vor einem weltweiten Wirtschaftszusammenbruch bewahrt hätten.

Ob das wohl für alle gut ausging?

Und: Wird aktuell wieder derselbe Trick abgezogen, jetzt, wo gerade versucht wird, die Phantom-Wirtschaft ein klein wenig länger über Wasser zu halten? Vielleicht.

Das Wundervolle ist aber, dass all die anachronistischen Medienorganisationen wie das Mainstream-Fernsehen und die Zeitungen zurzeit einen schnellen Tod sterben. Im Jahr 2000 saß ich im Büro von Tom Curley, dem Präsidenten von USA Today (jetzt CEO von Associated Press), und erklärte ihm, dass er innerhalb von zehn Jahren irrelevant sei.

In 2008 erklärte ich dann meinen Sieg, als Gannett (eine Tochter von USA Today) auf die Marke von USD 1 stürzte, nachdem die Firma in 2000 noch mit USD 60 gehandelt wurde … Nun gut, es zeigen sich noch ein paar Zuckungen.

The Dollar Vigilante und ihre Tochtergesellschaft TDV Media ist heute eine der am schnellsten wachsenden Medienorganisationen auf dem Planeten. Warum? Weil wir die Wahrheit verbreiten und dabei helfen, die Gehirngewaschenen zu erwecken.

Es findet gerade eine Revolution statt, ob wir uns dessen nun bewusst sind oder nicht. Das Internet hat ein Scheinwerferlicht auf die Kakerlaken geworfen. Den Regierungen wie auch den Zentralbanken fehlt jedwede Existenzberechtigung. Nur Propaganda und Tricksereien haben es ihnen möglich gemacht, überhaupt solange durchzuhalten.

Zentralbankwesen verstanden?

Wenn Sie wirklich verstanden haben, worum es beim Zentralbankwesen geht, dann bereiten Sie sich gerade auf die finalen Phasen des Zusammenbruchs des westlichen Geldsystems vor. Das bedeutet, in harte Vermögenswerte wie physisches Gold und Silber zu investieren und spekulative Wetten auf eine finale inflationäre Blase im Edelmetallminensektor abzuschließen.

Wenn Sie das Zentralbankwesen und die von ihm bezwungenen Regierungen verstanden haben, dann wissen Sie auch, dass Sie einen bedeutenden Teil Ihrer Vermögenswerte außerhalb der Kontrolle des Staates halten sollten, der behauptet, Sie zu besitzen und zu kontrollieren. Dann wissen Sie, dass es heutzutage zum Hausverstand gehört, sich mehrere Reisepässe zu verschaffen, einen Teil seines Einkommens beiseite zu legen, im Hinblick auf Nahrungsmittel und Energie autark zu werden und persönliche Schutzvorkehrungen zu treffen.

Und wenn Sie all das begriffen haben, dann sind Sie aus Ihrer durch staatliche Schulbildung induzierten Gehirnwäsche aufgewacht und Denken für sich selbst. Sie sind jetzt der Staatsfeind Nummer 1 der westlichen Regierungen. Wir freuen uns, dass Sie sich uns angeschlossen haben.

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