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Reanimation fehlgeschlagen: US-Wirtschaft kann nicht mehr gerettet werden

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Hypothekenzinsen auf Rekordtief, Leitzins auf Rekordtief und obszöne Ausgaben zur Konjunkturbelebung…nichts kann die US-Wirtschaft wieder zu Leben erwecken

Economic Collapse Blog, 03.09.2010

In den vergangenen Jahren versuchten die Federal Reserve und die US-Regierung alles Erdenkliche um toten Gaul namens US-Wirtschaft wiederzubeleben – aber nichts half. Die FED kürzte den Leitzins auf ein Rekordtief, die Hypothekenzinse wurden auf ein Allzeittief gedrückt und die US-Regierung gab hunderte Milliarden US-Dollar aus um die Wirtschaft wieder in Gang zu bekommen.

Aber trotz all dieser außerordentlichen Bemühungen, liegt die US-Wirtschaft immer noch wie eine Leiche in der Ecke herum. Nie zuvor hatten die Federal Reserve und die US-Regierung mehr unternommen um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und nie zuvor haben ihre Bemühungen derart schlechte Ergebnisse mit sich gebracht. Die Eigenheimverkäufe befinden sich weiter auf Rekordtiefstständen, mehr als 14 Millionen Amerikaner sind immer noch arbeitslos, die Zwangsvollstreckungen schießen weiter in die Höhe und eine zunehmende Zahl an Amerikanern meldet sich für Lebensmittelmarken- und bei Armutsbekämpfungsprogramme an.

All die Dinge, die einst so gut funktionierten um der US-Wirtschaft neue Schwungkraft zu verleihen, scheinen in 2010 überhaupt nichts zu bewirken und das amerikanische Volk ist zunehmend frustrierter über die wirtschaftlichen Probleme, die sich einfach nur weiter verschlimmern.

Es gab einmal eine Zeit, als ein großer Rückgang der Hypothekenzinssätze dazu führte, dass die Amerikaner losstürmten um in großer Zahl Eigenheime zu kaufen. Dieses Mal bleibt dies jedoch aus. Wie Sie in der unten stehenden Grafik erkennen können, befindet sich der Hypothekenzinssatz aktuell auf einem lächerlich niedrigen Niveau. Es ist in der Tat der niedrigste Stand seit Freddie Mac im Jahre 1971 mit der Aufzeichnung der Zinssätze begann.

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Diese niedrigen Zinsen motivierten Millionen von Amerikanern ihre bestehenden Eigenheimkredite zu refinanzieren, aber der Vertrieb neuer Kredite bleibt auch weiterhin auf Rekordtiefstständen. Aktuell befindet sich die Zahl der Refinanzierungen in den USA sogar auf dem höchsten Niveau seit Mai 2009. Gleichzeitig nimmt die US-Immobilienkrise weiter an Fahrt auf, so dass es trotz der sich auf einem Rekordtief befindlichen Zinssätze bei den Verkäufen neuer Eigenheime im Juli 2010 im Jahresvergleich zu einen Einbruch von 27% auf den niedrigsten jemals erfassten Stand kam.

Wenn die Amerikaner keine Häuser kaufen, obwohl die Hypothekenzinsen aktuell so lächerlich niedrig sind, was um alles in der Welt soll dann eine Wende im US-Immobilienmarkt herbeiführen?

Die Federal Reserve hat sicherlich alles in der Macht stehende getan um die US-Wirtschaft wiederzubeleben. Seit Jahrzehnen konnte sie immer darauf setzen, dass ein Rückgang des Leitzinses der US-Wirtschaft wieder auf die Sprünge hilft. Nun hat die FED den Leitzins jedoch schon seit geraumer Zeit fast auf Null gesetzt, was im Hinblick auf eine Erholung so gut wie nichts bewirkte.

Ist die Federal Reserve am Ende mit ihrem Latein? Naja, sagen wir einfach, dass sie ihre „besten“ Mittel bereits aufgebraucht hat. Seit März 2009 erklärt uns die FED, dass sich der Leitzins über einen „verlängerten Zeitraum“ zwischen 0 und 25 Basispunkten bewegen wird, was die US-Wirtschaft jedoch überhaupt nicht zu interessieren scheint.

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Natürlich beharrt Ben Bernanke darauf, dass der FED immer noch Mittel zur Verfügung stehen und alles gut wird, aber zum jetzigen Zeitpunkt ist von der dahinschwindenden Glaubwürdigkeit Bernankes nicht mehr viel übrig.

Die US-Regierung versuchte ebenfalls ihr bestes um der Wirtschaft zu helfen und verabschiedete ein Konjunkturpaket nach dem anderen, was jedoch nicht viel half. Die Regierung gab hunderte Milliarden US-Dollar für einige der verschwenderischsten Dinge aus, die man sich nur vorstellen kann, und während eine massive Geldzufuhr vielleicht der vorübergehenden Stabilisierung der Wirtschaft dient, haben diese Maßnahmen nicht zur „Erholung“ geführt, so wie es sich die Politiker erhofften.

Jetzt schwingt das Pendel wieder in die andere Richtung und der Kongress zeigt aktuell nur noch sehr wenig Lust weitere Konjunkturpakete auf den Weg zu bringen. Wenn die Wirtschaft sich jedoch nicht erholt, obwohl die Regierung sie mit gigantischen Mengen an Geld bewirft, was wird dann passieren, wenn die Konjunkturmaßnahmen vollständig ausgesetzt werden?

Die Anzeichen, dass sich die US-Wirtschaft in riesigen Schwierigkeiten befindet, sind bereits deutlich erkennbar. General Motors hat diese Woche verkündet, dass die US-Verkäufe im August im Jahresvergleich um 24,9% von 246.479 Fahrzeugen auf 185.176 Fahrzeuge einbrachen.

Wir sollten uns jedoch nicht durch die volatilen Verkaufszahlen für dumm verkaufen lassen. Den einen Monat gehen sie etwas runter und den nächsten Monat gehen sie wieder ein wenig rauf. Es ist wichtig sich auf die wirklich beunruhigend langfristigen Trends zu konzentrieren.

Dank eines höllischen US-Handelsdefizits geht aus den Vereinigten Staaten jeden Monat bei Weitem mehr Vermögen verloren, als in das Land kommt. Wie ich gestern anmerkte, geben die Vereinigten Staaten für jeden Dollar, den die Chinesen für US-amerikanische Exporte bezahlen, im Gegenzug rund USD 3,90 für chinesische Güter aus. Das ist nicht tragfähig und China wird uns solange ausbluten, wie wir es zulassen. Darüberhinaus nehmen die Vereinigten Staaten jeden Monat weitere Schulden auf, was dazu führt, dass die US-Staatsverschuldung, die Verschuldung der Bundesstaaten und der Gemeinden immer weiter anwächst. Was wir hier vorliegen haben, ist ein Land, das Tag für Tag immer ärmer und verschuldeter wird. Wir befinden uns auf dem Weg in die wirtschaftliche Hölle und das amerikanische Volk merkt es noch nicht einmal, weil die Situation, zumindest bis auf Weiteres, immer noch relativ gut ist.

Gibt es irgendetwas, was die Jungs bei der Federal Reserve tun können, sollten die wirtschaftlichen Verwerfungen weiter zunehmen?

Ja, natürlich gibt es da etwas. Es nennt sich „quantitative Lockerung“ und die FED hat bereits angedeutet, dass sie damit auf alle Fälle wieder anfangen wird. Quantitative Lockerung heißt im Grunde, dass die FED Geld aus dem nichts schafft und damit beginnt sich dafür Dinge wie US-Schatzanweisungen, hypothekarisch gesicherte Wertpapiere und Unternehmensanleihen zu kaufen.

Dies birgt jedoch die Gefahr zunehmender Inflation, wobei „Helikopter Ben Bernanke“ trotz alledem fest entschlossen scheint seinem Spitznamen alle Ehre zu machen. Jeder, der glaubt, dass Bernanke einfach nur rumsitzen wird und dem Treiben zuschaut, ist nicht ganz bei Trost. Zu irgendeinem Zeitpunkt wird er seinen Hubschrauber anschmeißen und damit beginnen Geld über der Wirtschaft abregnen zu lassen. Durch die Injektion riesiger Geldmengen in die Wirtschaft wird es zu einer erhöhten wirtschaftlichen Aktivität kommen – doch das hat seinen Preis.

Es kann sein, dass Sie schon bald auf eine Schlagzeile in der Zeitung stoßen werden, wo verkündet wird, dass unsere Wirtschaft mit einer jährlichen Rate von 10% wächst. Was sie Ihnen jedoch nicht erzählen werden, ist, dass die tatsächliche Inflationsrate dann zur selben Zeit bei 15% oder 20% liegen wird. Vielmehr wird die US-Regierung dann wahrscheinlich versuchen uns davon zu überzeugen, dass sich die „offizielle“ Inflationsrate gerade einmal auf 5% oder 6% beläuft.

Die nackte Wahrheit ist, dass sich die US-Wirtschaft weiter verschlechtert. Sei es nun ein deflationärer oder ein inflationärer Rückgang, das hängt von der Federal Reserve ab – auf alle Fälle wird es ein Rückgang sein.

Unterdessen versuchen Millionen Amerikaner in der vergeblichen Hoffnung auf eine große wirtschaftliche Erholung, die niemals einsetzen wird, krampfhaft durchzuhalten.

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