Aufschwung – USA verwandeln sich in eine postindustrielle und postapokalyptische Einöde

24 Anzeichen, dass die USA bald einem deindustrialisierten Dritte-Welt-Land gleichen

The American Dream, 07.12.2010

Jahrelang haben sich die Menschen über den schrecklichen wirtschaftlichen Niedergang Detroits lustig gemacht. Womit sie jedoch nicht rechneten, ist, dass dasselbe, was Detroit widerfuhr, gegenwärtig auch in dutzenden anderen Gemeinden überall in den USA stattfindet. Im ganzen Land finden sich nun einstmals bedeutende Industriestädte, die sich in verrottende und postindustrielle Kriegszonen verwandelt haben.

Das gilt im Besonderen für Amerikas „Rostgürtel“, das älteste Industriegebiet der Vereinigten Staaten im Nordosten des Landes. Hier kann man eine Stadt nach der anderen besichtigen, wo das Bild eher an eine postapokalyptische Einöde erinnert. Bereits in dem Moment, in dem man in eine dieser Städte hineinfährt, beschleicht einen ein bedrückendes Gefühl, und es scheint fast so, als wäre alle Hoffnung aus diesen Gemeinden entschwunden.

Unterdessen hat sich der wirtschaftliche Abschwung für die Finanzen der US-Bundesstaaten und der Gemeinden in ganz Amerika als unglaublich verheerend erwiesen. Im Gegensatz zur Bundesregierung verfügen die Bundesstaaten und Gemeinden über keine eine Federal Reserve, um mit ihren explodierenden Schulden Spielchen zu treiben.

Angesichts horrender Haushaltsdefizite haben einige dieser Gemeinden bereits damit begonnen, „Austeritätsmaßnahmen“ einzuleiten, um so zu versuchen, den Strom aus roten Zahlen irgendwie zu bewältigen. Im ganzen Land sorgen massive Haushaltseinsparungen für einen Abbau bei Polizeibehörden, Feuerwehren und anderen grundlegenden öffentlichen Diensten – doch egal was diese Gemeinden auch versuchen, bei vielen von ihnen wachsen die Schulden trotzdem unaufhörlich weiter an.

Wenn man die wirtschaftliche Hoffnungslosigkeit und die drastischen Haushaltseinschnitte zusammennimmt, dann kommt man auf eine ganze Reihe an Gemeinden in den Vereinigten Staaten, die sich gerade in eine Region wie Detroit verwandeln. In Detroit gibt es aktuell über 33.000 verlassene Häuser, 44 Schulden, die für immer geschlossen wurden, und einen Bürgermeister, der plant ein Viertel der gesamten Stadt zu planieren. In den am schlimmsten betroffenen Regionen Detroits kann man bereits buchstäblich für USD 1 ein Haus kaufen.

Viele Amerikaner, die glaubten, es sei amüsant, sich über Detroit lustig zu machen, hätten nicht im Traum daran gedacht, dass diese Entwicklung kurze Zeit später überall im Land beobachtet werden konnte. Die nachfolgenden 24 Anzeichen deuten darauf hin, dass sich Amerika in eine verrottende, postindustrielle und postapokalyptische Einöde wie Detroit verwandelt:

1. Die gefährlichste Stadt in den Vereinigten Staaten, Camden im US-Bundesstaat New Jersey, steht kurz davor, über die Hälfte ihrer Polizisten entlassen.

2. Die einzigen „Wirtschaftsbranchen“, die in Camden wirklich florieren, sind Drogenhandel und Prostitution. Es wird davon ausgegangen, dass es in Camden buchstäblich dutzende offener Drogenmärkte auf den Straßen gibt.

3. Die Stadt Newark im US-Bundesstaat New Jersey hat gerade erst vergangene Woche 13% ihrer Polizisten entlassen.

4. Eine Befragung der Polizeigewerkschaft des Bundesstaats New Jersey ergab, dass mehr als die Hälfte von 315 Gemeinden plant, Polizeikräfte zu entlassen.

5. In den insgesamt über 300 Kilometer langen Fluttunneln unter der Stadt Las Vegas leben gegenwärtig mindestens 1.000 Menschen.

6. In ganz Amerika werden aktuell Asphaltstraßen aufgebrochen und in Schotterstraßen verwandelt, da diese in der Unterhaltung günstiger sind. Im US-Bundesstaat South Dakota wurden bereits im vergangenen Jahr rund 200 Kilometer Asphaltstraße in Schotterpisten verwandelt. 38 der 83 Gemeinden des US-Bundesstaates Michigan haben ebenfalls bereits damit begonnen, aus einigen ihrer Asphaltstraßen Schotterstraßen zu machen.

7. Die Zahl der auf Lebensmittelmarken angewiesenen Amerikaner hat erneut ein Allzeithoch erreicht. 42,9 Millionen Amerikaner erhalten nun Lebensmittelmarken, und die Bundesbehörden gehen davon aus, dass die Zahl weiter explodieren wird.

8. In der Stadt San Jose im US-Bundesstaat Kalifornien wurden jüngst 49 Feuerwehrmänner entlassen.

9. Der Bundesstaat New York musste im vergangenen Jahr aufgrund von Haushaltseinsparungen die Pflege von rund 100 Naturschutzparks und historischen Orten zurückfahren.

10. Alleine in 2009 gerieten zusätzlich rund 4 Millionen Amerikaner unter die Armutsgrenze.

11. Im US-Bundesstaat Arizona wurden kürzlich zahlreiche Arten von Organtransplantationen für US-Bürger mit staatlicher Krankenversicherung gestrichen.

12. Zahlreiche Polizisten im US-Bundesstaat Arizona, die Gemeinden nahe der mexikanischen Grenze patrollieren, erklären nun, dass sie „in Unterzahl“ und „unterlegen“ seien, und in Angst leben, von Killern der Drogenkartelle ausradiert zu werden.

13. Die Gewalt durch Gangs ist in den Vereinigten Staaten völlig außer Kontrolle geraten. Laut den Behörden gibt es aktuell über 1 Million Mitglieder in kriminellen Banden, die innerhalb der Vereinigten Staaten agieren. Diese Gangs sind für 80% aller Gewaltstraftaten in den USA verantwortlich.

14. Der Polizeichef der kalifornischen Stadt Oakland, Anthony Batts, verkündete, dass seine Polizeibehörde aufgrund von substantiellen Haushaltseinschnitten bei einer ganzen Reihe von Straftaten einfach nicht mehr reagieren werde. Zu den Straftaten, die seitens der Polizei von Oakland nicht mehr länger verfolgt werden, gehören schwerer Diebstahl, Raub, Autoeinbrüche, Identitätsbetrug und Vandalismus.

15. Jeder 6. US-Bürger befindet sich gegenwärtig in mindestens einem Armutsbekämpfungsprogramm der Bundesregierung.

16. Der US-Bundesstaat Illinois ist beim Bezahlen seiner Rechnungen so stark im Rückstand, dass noch nicht einmal Schulen oder essentielle öffentliche Dienstleistungen rechtzeitig ihr Geld erhalten.

17. Der Sherriff der Gemeinde Ashtabula im US-Bundesstaat Ohio hat die Polizeimannschaft von 112 Mann auf 49 reduzieren müssen, und es ist auch nur noch ein Polizeifahrzeug übrig, um die 1.900 Quadratkilometer seiner Gemeinde zu patrollieren.

18. Während sich unsere Gemeinden wirtschaftlich im Niedergang befinden, scheint es so, als würden sie auch moralisch auseinanderbrechen. In den Vereinigten Staaten gibt es aktuell 400.000 registrierte Sexualstraftäter.

19. In einem desperaten Versuch Geld zu sparen, hat die Stadt Colorado Springs ein Drittel ihrer Straßenbeleuchtung abgeschaltet und ihre Polizeihubschrauber in die Versteigerung gegeben.

20. Laut einer kürzlich durchgeführten Untersuchung leben in 2010 rund 21% aller Kinder in den Vereinigten Staaten unterhalb der Armutsgrenze.

21. Laut der US-Transportbehörde bedürfen mehr als 25% der 600.000 Brücken in den USA umfänglicher Reparaturen oder müssen mehr Verkehr bewältigen, als bei ihrer Entwicklung ursprünglich angedacht war.

22. In Clayton im US-Bundestaat Georgia wurde das gesamte öffentliche Bussystem aufgelöst, um USD 8 Millionen einzusparen.

23. In der kalifornischen Stadt Stockton hat sich die Situation so stark verschlimmert, dass die Polizeigewerkschaft eine Reklametafel mit der Aufschrift „Willkommen in der zweitgefährlichsten Stadt Kaliforniens. Stoppt die Entlassung von Polizisten.“, aufgestellt hat.

24. Große Städte wie Philadelphia, Baltimore und Sacramento haben nun „rollende Schließungen“ eingeführt, bei denen verschiedene Feuerwehrstationen der Stadt nach dem Rotationsprinzip vorübergehend geschlossen werden. Wenn man in einer dieser Städte lebt und ein Feuer hat, dann kann man nur hoffen, dass die nächstgelegene Feuerwehr nicht gerade von einer solchen Schließung betroffen ist.

Wie ich in einem Artikel nach dem anderen dokumentiert habe, verwandelt sich der „amerikanische Traum“ in Windeseile in einen amerikanischen Albtraum. Die USA waren einst ein fortwährend expandierendes, fortwährend wachsendes und fortwährend mächtiger werdendes Land. Nun passiert jedoch das genaue Gegenteil.

All dies geschah nicht über Nacht. Billy Joel erkannte bereits im Jahre 1982, was passieren würde und veröffentlichte ein Lied mit dem Titel „Allentown“, das die bedrückte Stimmung vieler Bewohner einst bedeutender Städte mit Stahlindustrie einfing. Das Lied beginnt mit den folgenden zwei Zeilen: „Wir leben hier in Allentown, und sie schließen all die Fabriken.“

Nun ja, in den Vereinigten Staaten sind seit 2001 über 42.000 Fabriken geschlossen worden, und das gesamte Land verwandelt sich jetzt in „Allentown“.

Bedauerlicherweise dürfte die Situation sogar noch schlimmer werden. Tausende weitere Fabriken und Millionen weitere Arbeitsplätze werden noch ins Ausland verlagert werden. Die Schuldenlast unserer Bundesstaaten und Gemeinden wird weiterhin durch die Decke schießen. Die Wahrheit ist, dass eine Stadt nach der anderen anfängt so auszusehen, als befände sie sich in einem Dritte Welt Land.

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