Schuldenbombe: Ab September knallt´s richtig

Die Derivatebombe wird in Europa gezündet. Wenn dort die ersten Dominos fallen, bricht das ganze Kartenhaus zusammen. Die zweite Jahreshälfte dürfte bedeutend wilder werden, als sich die meisten vorstellen können. Die künftigen Zugewinne bei Gold und Silber werden den Untergang des Finanzsystems entsprechend widerspiegeln

Bob Chapman, The International Forecaster, 31.08.2011

Die Vernichtung der Währungen wird weltweit mit großer Hingabe fortgesetzt. Angeführt wird das Ganze von den USA, Großbritannien und Europa. Was diese und andere Länder hier treiben, ist, verborgene Mächte der Inflation heraufzubeschwören und den Wert ihrer Währungen zu vernichten.

Was Europa angeht, so haben die Deutschen in den Umfragen der vergangenen 6 Monate immer wieder erklärt, dass sie eine Subventionierung der halbinsolventen Eurozonenländer und eine Teilnahme an den Eurobonds ablehnen. Die Deutschen sind bezüglich des Werts des Euros und der illegalen Aufkäufe italienischer und spanischer Staatsanleihen zu recht verärgert.

Seit den 60er Jahren ist die Kredit- und Geldschaffung außer Kontrolle geraten, was zur Folge hatte, dass solides Geld zur Makulatur verkam. Heute haben wir ein globales System, das von einer uneingeschränkten Kreditversorgung abhängig ist. Wall Street und die City of London lieben dieses System – ungeachtet aller anderslautenden Beteuerungen – da es die Spekulationen und Gewinne anheizt.

Man darf in diesem Zusammenhang nicht vergessen, dass diese geldpolitischen Verbrechen von den allerhellsten Köpfen ausgeheckt wurden, die sich absolut im Klaren darüber sind, wie die Endresultate ihrer Arbeit aussehen werden. Und jetzt sind dieselben Leute überrascht, welchen Schaden sie mit ihrer Plünderung des Systems angerichtet haben.

Nach ihrer Auffassung scheinen auch die Aktien wieder billig zu sein, doch fragen wir uns, im Verhältnis wozu? Können sie in der Tat so naiv sein, an die regierungsamtlichen Statistiken zu glauben? Natürlich nicht. Was sie in der Vergangenheit taten und heute tun, erfolgt in voller Absicht. Wir können es angesichts der aktuellen Instabilitäten jedenfalls nicht fassen, wenn behauptet wird, dass irgendwelche Aktien und Anleihen billig seien.

Wenn dem so wäre, wie lässt es sich dann erklären, dass Gold aktuell für USD 1.900 pro Unze und Silber für USD 50 pro Unze verkauft wird? Wenn Wall Street Gold und Silber als Spiegelbild des aktuellen geldpolitischen Chaos angeblich als so bedeutungslos erachtet, warum müssen sie dann gemeinsam mit der im Privatbesitz befindlichen US-Notenbank Federal Reserve und der „Arbeitsgruppe des Präsidenten über Finanzmärkte“ die Gold- und Silberpreise manipulieren? Der Grund ist, weil die beiden Edelmetalle ein verkommenes Geldsystem widerspiegeln.

Vergangene Woche konnten wir mitverfolgen, wie die Regierung, ihre Besitzer und ihre Mittäter sich über 3 Tage hinweg auf den Goldmarkt stürzten und den Preis von USD 1.900 pro Unze auf USD 1.700 pro Unze drückten – eine selten dummes Vorgehen, aber nichtsdestotrotz genau das, was sie taten. Dadurch konnte wieder jeder mitverfolgen, was die Regierung so treibt: Krasseste Manipulation vor aller Augen. Nun ja, hoffnungslose Menschen tun halt hoffnungslose Dinge.

Wir empfahlen am Mittwoch vergangener Woche, den Donnerstagmorgen – als Gold zwischen USD 1.700 pro Unze und USD 1.725 pro Unze gehandelt wurde – für Käufe zu nutzen. Gold sank dann auch auf dieses Kursziel ab und ging danach, wie wir vorhersagten, in einer Umkehrbewegung erneut nach oben. Zu Ende der Woche ging Gold dann mit USD 1.830,60 pro Unze aus dem Handel. Wir sprechen hier von einer Korrektur von über USD 100 pro Unze. Es dürfte nicht allzu lange dauern und Gold testet erneut die Marke von USD 1.900, während Silber die Marke von USD 44 und später die Marke von USD 50 testen wird.

Diese Verschwörer können ja gerne glauben, dass sie die Herren und Meister über das Universum sind, sie sind es nicht.

Nur wenige sind der Meinung, das Keynes ein Faschist war, doch er war es. Vom Fabian-Sozialismus zum korporativistischen Faschismus ist es nur ein kleiner Schritt. In diesen Zusammenhang sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass die Akteure an Wall-Street Adolf Hitler finanziell beistanden.

Jüngste Daten zeigen, dass die international gehaltenen Dollarreserven um über USD 3 Billionen gestiegen sind. Diese Gelder stammen aus Dollarkäufen, um ihre Umsätze an den Währungsmärkten und ihre eigene Kreditschaffung am Leben zu halten. Nun ja, hier sollte auch Erwähnung finden, dass die von den internationalen Zentralbanken gehaltenen Dollarreserven innerhalb der letzten 3 Jahre von 70% auf 59% ihrer Währungsreserven abgesunken sind. Das ist ein ordentlicher Rückgang.

In der Vergangenheit hatten wir bereits darauf hingewiesen, dass Europa der Auslöser für das Platzen der globalen Schuldenblase sein wird, da die sechs Eurozonen-Pleiteländer gerade feststellen, dass sich niemand findet, der ihre Schulden zu tragbaren Kosten refinanzieren will. Unsicherheiten soweit das Auge reicht.

Die solventen europäischen Länder haben jedenfalls genug davon. Die Schulden, die seitens der solventen Eurozonenländer finanziert werden, könnten am Ende dazu führen, dass sie ebenfalls in die Pleite abrutschen. Sie kaufen Schuldenpapiere, die niemals zurückgezahlt werden können.

Den hoffnungslos verschuldeten Ländern wird unterdessen Austerität aufgezwungen, was eine weitere Wirtschaftsabschwächung und sinkende Steuereinahmen zur Folge hat – es tritt also genau das Gegenteil von dem ein, was die Wirtschaften eigentlich bräuchten. Der Umstand, dass diesen Wirtschaften im Grunde genommen die Luft abgeschnitten wird, sorgt dafür, dass die Wirtschaften zum Scheitern verdammt sind.

Wenn die Dominosteine erst einmal zu fallen beginnen, haut es auch die Optionen und Derivate mit um, was dann das gesamte Kartenhaus zum Einsturz bringen wird. Aktuell findet ein tiefgreifender und weltweiter Verfall der Schulden statt, eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzt, durch die Schaffung von Geld und Kredit seitens der Zentralbanken aber hinausgezögert wird.

Das Vertrauen in die Politik der einzelnen Länder und in ihre angehäuften Schulden schwindet zusehends. Die Politiker und Bürokraten haben sich vor den Problemen größtenteils gedrückt, was die Probleme noch zusätzliche verschärfte. Es scheint immer noch wichtiger zu sein, die Weltregierung voranzutreiben, als sich der grundlegenden Probleme anzunehmen. Darüberhinaus sticht die Inkompetenz heraus. Die politische Führung macht nur das, was der Finanzsektor von ihr verlangt. Anleihekäufe als Subventionsmittel sind aber keine Antwort.

Eine Systembereinigung ist die Antwort, doch das ist natürlich nicht das, was die Finanzbranche will. Die Deutschen wissen das. Mit derartigen Widrigkeiten kennen sie sich aus. Sie wissen auch, dass die Eurobonds keine Lösung sind, und sie wissen, dass es der Euro bereits schlimm genug zugerichtet wurde. Deutschland ist der Meinung, dass die finanzielle Situation außer Kontrolle geraten ist und die Monetisierung alles nur noch schlimmer macht.

In den USA können wir nun bereits seit 3 Jahren mitverfolgen, wie die Banken für einen Zinssatz von 0% von der Federal Reserve Geld erhalten, während man es den Banken im Gegenzug erlaubt, das Geld zu höheren Zinssätzen an die FED zurückzuverleihen, wodurch den Banken natürlich risikolose Gewinne beschert werden, während man den privaten Kreditnehmern den Geldhahn zudreht. Können Sie sich vorstellen, wie massiv die Inflation ausfallen wird, sollten diese Gelder erst einmal nach unten hin durchsickern?

Genau das scheint nun der Fall zu sein, da erste jetzt bei der FED hinterlegte Reserven die US-Notenbank verlassen. Das bedeutet, dass das Geld über neue Kredite in die Wirtschaft einfließen dürfte. Während der vergangenen 3 Monate sind rund USD 8 Milliarden abgezogen worden. Diese Gelder werden eigentlich in weitere Kredite verwandelt – Gelder, die in dem Moment, wo man sie als Kredite vergibt, monetisiert werden, was sofort auf die Inflation durchschlägt. Wie heißt es so schön: Man kann nicht alles haben. Die Inflation wird schon bald wieder anziehen.

Nach unserem Dafürhalten ist dies eine Methode der FED – die wir hinter diesen Machenschaften vermuten – die dritte Runde der quantitativen Lockerung einzuläuten. Wenn die Banken ihre Kreditvergabe an kleine und mittelständische Unternehmen wieder aufnehmen, würde dies einen weiteren Anstieg der US-Arbeitslosigkeit verhindern und es könnte zu einer mit einer bedeutenden Inflation einhergehende Erholung kommen. Sollte das nicht funktionieren, können wir mit einem großen Krieg rechnen, mit dem sich die Elitisten zu retten gedenken. Der amerikanische Traum wäre dann endgültig vorbei.

Mit jedem Tag wird zunehmend offenkundiger, dass sich die USA, Großbritannien und Europa auf direktem Wege ins finanzielle und wirtschaftliche Chaos befinden. Viele glauben, dass dies rasch vonstatten gehen wird, aber wir sind nicht dieser Meinung.

Die US-Regierung, Wall Street, das Bankenwesen und die FED haben keine dauerhaften Lösungen parat, das einzige was sie tun können, ist, die Probleme einzudämmen, und zwar zu unakzeptablen Kosten. Diese Tatsachen sind auch der Grund dafür, warum der Anstieg von Gold und Silber nicht aufzuhalten ist. Selbst die Erhöhung der Hinterlegungspflichten hat Gold und Silber nicht davon abhalten können, weiter zu steigen. Die Edelmetallmärkte haben sich mittlerweile praktisch in Kassamärkte verwandelt, und sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, könnte dies an der COMEX zu einem Exodus führen.

Die heutigen Großkäufer haben es überhaupt nicht nötig, mit Hinterlegungspflichten zu arbeiten, das ist ein Novum, das wir seit ein paar Jahren am Markt beobachten können. Und auch die Geschwindigkeit ihrer Käufe hat zugenommen. Wenn die US-Regierung, Wall Street und das Bankenwesen die Gold- und Silberpreise drücken, so wie sie es die vergangenen 4 Monate taten, räumen sie den Käufern damit lediglich günstige Kaufmöglichkeiten ein. So dumm kann man nicht sein.

Die Insider hätten die Gelegenheit ergreifen und zu Beginn der 90er oder zu Beginn des Jahrtausends eine Systembereinigung durchführen müssen, aber das interessierte sie nicht, weshalb wir uns heute auch in dieser Situation wiederfinden.

In den vergangenen Jahren versiegte der Kreditmarkt zusehends, während die Preise für US-Eigenheime immer weiter zurückgingen, was den Eigenheimbesitzern die Möglichkeit nahm, Vermögen abzuziehen und ihre Rechnungen zu bezahlen. Kredit über Kreditkarten bekommen sie noch, doch wurden die Kreditrahmen abgesenkt und die Zinsen erheblich angehoben.

Die Amerikaner haben begriffen, dass sie sich nicht mehr länger einfach so Kapital aus dem System abzweigen können, da ihre Vermögenswerte und Eigenheime nun einem fortwährenden Wertverfall ausgesetzt sind. Sie wissen, dass aktuell Millionen an Eigenheimen in der Zwangsvollstreckung sind und bald Millionen weitere hinzukommen werden, was bedeutet, dass eine Erholung am Immobilienmarkt noch Jahre auf sich warten lassen wird…

Die inflationäre Depression, die uns bereits die letzten 31 Monate begleitet, ist immer noch voll im Gange und verschlimmert sie sich Monat für Monat. In den USA haben wir ein jährliches Haushaltsdefizit in Höhe von USD 1,7 Billionen. Und obwohl sich die Steuereinnahmen zuletzt etwas erholt haben, werden sie in den kommenden Monaten wieder absinken. Die US-Rentner werden die nächsten 2 Jahre oder noch länger mit Renditen von oder unter 2% zu kämpfen haben.

Die dritte Runde der quantitativen Lockerung begann bereits im Juni dieses Jahres, als man USD 300 Milliarden an im September endfällig werdenden US-Staatsanleihen überrollte. Wir gehen davon aus, dass, sollte der US-Kongress keine Konjunkturpakete mehr auflegen, die FED genötigt sein wird, zusätzliche Gelder und Kredite in Höhe von USD 2,3 Billionen zu schaffen, was die Inflation zwangsläufig weiter anheizen wird. Genauso wie wir QE2 und das zweite Konjunkturpaket vorausgesagt hatten, erklärten wir Mai vergangenen Jahres, dass sie QE3 auflegen würden.

Die US-Notenbank hat sich zu den von ihr vergebenen Krediten in Höhe von USD 16,1 Billionen bisher noch nicht erklärt, und es liegen auch keinerlei Informationen darüber vor, ob diese Gelder wieder zurückgezahlt wurden. Und was ist mit den USD 1,2 Billionen die man zusätzlich noch über Wall Street und dem Bankwesen ausschüttete?

Es könnte sein, dass QE3 im September offiziell angekündigt wird, um dem fallenden Aktienmarkt entgegenzuwirken, zumindest vorübergehend. Das Timing dürfte perfekt sein, selbst wenn es zufällig zustande kam.

Aber noch einmal: Gegenüber Gold und Silber stehen alle Währungen unter Druck. Wir könnten bereits in Kürze einen Goldpreis von USD 2.000 pro Unze bis USD 2.200 pro Unze sehen, während Silber zwischen USD 60 pro Unze und USD 70 pro Unze notiert. Im März könnte der Goldpreis bereits zwischen USD 3.000 pro Unze und USD 3.200 pro Unze und der Silberpreis bei USD 100 pro Unze liegen. Ihnen mag dies vielleicht nicht plausibel erscheinen, doch in der Vergangenheit lagen wir in 98% aller Falle richtig, und das über einen Zeitraum von über 22 Jahren.

Viele Länder haben zurzeit mit entsetzlichen Problemen zu kämpfen. Die Eurozone könnte schon bald in sich zusammenbrechen, weil sich die deutschen Bürger weigern, weitere Rettungspakete mitzutragen. Die Probleme werden den Politikern zur Last gelegt, doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Banker haben die Probleme ins Leben gerufen. Banker wie auch Politiker agierten gleichermaßen unverantwortlich. Die Politiker haben überhaupt keine Probleme damit, ihre Befehle von den Bankern entgegenzunehmen, während sie dafür saftige Schmiergeldzahlungen erhalten.

Sieht man einmal von der Erwähnung der Tobin-Steuer ab, war das Treffen von Sarkozy und Merkel im August eine reine Farce. Keiner will seine Ausgaben einschränken, weil dies die Wirtschaft der EU zum Einsturz bringen könnte. Und genauso wie die US-Notenbank schafft die Europäische Zentralbank aktuell Billionen aus dem nichts, während Gold erneut den Status einer Weltreservewährung erringt…

September und das letzte Quartal 2011 werden richtig wild werden. Wenn Sie noch nicht in mit Silber und Gold in Zusammenhang stehende Vermögenswerte investiert sind, sollten Sie besser langsam damit anfangen. Wenn Sie derartige Werte bereits besitzen, kaufen Sie nach. Sie haben keine Vorstellung, wie wild es werden wird.

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