Hyperinflationäre Apokalypse: Bernanke bombt Deflationisten mit Drucker-Bazooka ins Koma

Die jüngsten konzertierten Maßnahmen der westlichen Zentralbanken sind eine eindringliche Willensbekundung, alle Zombie-Banken und Zombie-Staaten am Leben zu erhalten und die Fiatwährungen der Industrieländer in die Hyperinflation zu schicken. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass sich eine Demokratie, die zwischen einem deflationären Kollaps und der Hyperinflation wählen muss, stets für das Anwerfen der Druckerpressen entscheidet. Physisches Gold & Silber sind sichere Rettungsanker, um sich vor diesem Finanz-Armageddon zu schützen

Jeff Berwick, The Dollar Vigilante, 30.11.2011

Für das Lager der Deflationisten gibt es jetzt einen neuen Slogan: „Deflationisten – liegen seit Anbeginn der Fiatwährungen immer daneben.“

Seitdem im Jahre 2008 unmissverständlich zum Vorschein kam, dass das Ende des aktuellen Finanzsystems bevorsteht, hat es einen unentwegten und unerbittlichen Wirtschaftskrieg gegeben.

Werden die westlichen Regierungen – die praktisch allesamt unfähig sind, ihre gigantischen durch die Demokratie, das Zentralbankwesen und die Fiatwährungen ermöglichten Schulden jemals wieder zurückzuzahlen – den Systemkollaps (die Deflation) zulassen, oder werden sie sich irgendwie mithilfe der Inflation durchwurschteln, bis wir die hyperinflationäre Apokalypse erreicht haben?

Von Anfang an haben wir immer wieder darauf hingewiesen, dass die Deflation zwar möglich, aber real extrem unwahrscheinlich ist, da wir gegenwärtig in einem System leben, wo ein Mann, dessen Spitzname „Helikopter-Ben“ ist, unbegrenzte Mengen an Währungseinheiten drucken kann, um das antikapitalistische westliche Geldsystem ein wenig länger aufrecht zu erhalten – zumindest solange, bis sich das Pack an Dieben und Mördern mit Namen wie Obama, Sarkozy, Merkel und andere vor dem Zusammenbruch aus dem Staub gemacht haben.

Die Deflationisten lagen falsch, zumindest trifft das seit 1938 für die USA zu. Zu diesem Zeitpunkt konnte in den USA letztmalig eine Deflation beobachtet werden. Die nachfolgende Grafik, die die reale US-Geldmenge seit 1959 ausweist, verdeutlicht, dass es nur flüchtige Momente gab, die auf eine Abschwächung des Geldmengenwachstums hätten hindeuten können.

Inflation wird als Anstieg der Geldmenge definiert. Deflation ist die Verminderung der Geldmenge. Preise sind ein Symptom der Zu- oder Abnahme der Geldversorgung. Das ist Grundlagenwissen.

Bedauerlicherweise könnten diese Dinge in den Lehrbüchern der weltverbessernden, hochsozialistischen „Institutionen“ wie Harvard, Yale und Princeton genauso gut auf nepalesisch geschrieben stehen. Diese Institutionen verstehen nur eine Sprache, nämlich den Keynesianismus, und sie halten an ihrer religiösen Überzeugung fest, dass jeder reich werden kann, indem man Papier mit bunten Bildchen verziert. Vielleicht springen sie auch auf einer Tüte Chips herum, um dadurch noch mehr Chips herzustellen.

Europa und Deutschland haben nun bereits seit Monaten alle Beobachter in Panik versetzt. Doch würde man es tatsächlich zulassen, dass eine westliche Nation in die Pleite abrutscht, das gesamte Bankensystem kollabiert, nahezu alle Sparer der Mittelschicht verarmen, die Größe der monströsen sozialistischen Wohlfahrtsstaaten massiv heruntergefahren wird und sich Millionen von Menschen plötzlich arbeits- und mittellos auf der Straße wiederfinden? Die Antwort ist auch hier: Nein, das würden und werden sie nicht tun.

Für uns ist das wenig überraschend, und darauf haben wir auch immer wieder hingewiesen. Wenn wir auf die Geschichte zurückblicken und uns die Fälle ansehen, wo sich in Demokratien völlig überschuldete Regierungen zwischen einem Kollaps und der Hyperinflation entscheiden mussten, dann stellen wir fest, dass sie sich immer dafür entschieden haben, die Druckerpressen anzuwerfen.

Der Grund dafür ist simpel: Es ist für die Politiker die einfachste Art, ungeschoren davonzukommen. Obama würde es mit Sicherheit vorziehen, dass der US-Dollar durch die Hyperinflation in Rauch aufgeht – was er dann den gierigen Konzernen oder China anlasten könnte, während er die Reichen-Hasser aufstachelt – nur um dann als Präsident ans Podium zu treten und als derjenige in die Geschichtsbücher einzugehen, der die „Verantwortung“ trug, als das US-Imperium in sich zusammenbrach.

Das tun sie bereits seit Jahrtausenden. Rom ging nicht deshalb unter, weil die Regierung etwa Verantwortung für ihr Tun übernommen und sich Selbstbeschränkungen auferlegt hätte – Rom kollabierte, weil die Regierung für ihre Militäreroberungen sowie für Brot und Spiele viel zu viel Geld ausgegeben hatte und man bereits Wucher trieb, den Edelmetallgehalt in den Münzen reduzierte und sich weiteren Mitteln der Geldentwertung hingab.

Amerikanern dürfte das alles sehr bekannt vorkommen, nur dass die Geldentwertung mittlerweile durch die computergesteuerte Fiatgeld-Schaffung ersetzt worden ist. Das ist auch der Grund, warum die kanadische, britische, japanische, europäische und schweizerische Zentralbank und die Fed am 30.11.2011 bekannt gaben, dass sie die Kosten für Dollar-Swap-Geschäfte von 100 Basispunkten auf 50 Basispunkte absenken.

Das hört sich recht harmlos an, doch was sich hinter dieser Aussage in Wirklichkeit verbirgt, ist die Tatsache, dass jede bedeutende westliche Gelddruckerei alles Notwendige tun wird, um sicherzustellen, dass es keinen Kapitalismus geben wird. Es geht hier nicht mehr länger um die „systemrelevanten“ Banken, die „zu groß sind, um zu scheitern“, es geht darum, dass das Scheitern an sich nicht mehr erlaubt ist.

Ganze Legionen an Zombie-Banken und Zombie-Staaten werden sich weiter durchwurschteln – in ihrem Innern bereits tot, werden sie mithilfe endloser Beträge an Fiatgeld auf den Beinen gehalten, was lediglich sicherstellen wird, dass alle westlichen Fiatwährungen in die Hyperinflation gehen werden.

Ja es ist möglich, dass sie dieses Spielchen noch ein paar Jahre aufrecht erhalten können, aller Vorausschau nach dürfte aber spätestens in drei bis vier Jahren Schluss sein, und in Wirklichkeit könnte es sogar wesentlich früher soweit sein. Das bedeutet auch, dass man zurzeit das größtmögliche Risiko eingeht, wenn man sich auf diese Entwicklung nicht vorbereitet. Wir bereiten uns darauf vor, indem wir Edelmetalle und Aktien von Gold- und Silberminen erwerben.

Und da nun alle westlichen Zentralbanken öffentlich bekundet haben, dass sie sich aufs Gelddrucken zurückziehen werden, rechnen wir mit einer Blasenbildung bei den Gold- und Silberminenaktien, die noch auf Generationen Ihresgleichen suchen wird …wir hoffen darauf, diese Gewinne dann einstreichen zu können, um erneut in harte Vermögenswerte zu gehen und uns auf diese Art weiter auf den finalen hyperinflationären Crack-Up-Zusammenbruch vorzubereiten

Das Ende des Geldsystem, so wie wir es kennen, zu überleben … wird keine leicht Aufgabe. Aber noch einmal: Die Deflationisten lagen in der Vergangenheit unzählige Male falsch, während das Lager der Inflationisten genauso oft richtig lag.

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