Staatskrake in Not: Ab jetzt geht´s nur noch um das Auspressen der Steuersklaven

Die Endphase der Schuldenkrise am Beispiel USA: Ab jetzt geht es nur noch darum, die Einkommenssteuersklaven auszupressen, um die marxistische Staatskrake am Leben zu halten

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 17.04.2012

Ich habe ja immer davor gewarnt, dass, während wir uns dem Jahr 2016 nähern, die Regierung immer verzweifelter agieren wird. Sie wird alles vernichten, was uns an der Demokratie und der Freiheit einst so lieb und teuer gewesen ist.

Es gibt einen geheimen Gesetzentwurf, der zurzeit durch den US-Kongress geschleust wird. Der Kongress arbeitet derart korrupt, dass einem schlicht die Worte fehlen, um es zu beschreiben. US-Senatorin Barbara Boxer hat einen Gesetzentwurf namens „Moving Ahead for Progress in the 21st Century“ oder „MAP-21“, wie er aktuell genannt wird, eingebracht – ein Gesetzt, durch das Gelder für Bundesstraßen und Transportprogramme bewilligt werden.

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In das Gesetz wurden aber alle möglichen anderweitigen kleinen Regelungen mit hineingepackt. Die Presse diskutiert lediglich über die Gelder für die Bundesstraßen und Transportprogramme, übersieht dabei jedoch einen nur wenig beachteten Gesetzesabschnitt, der es dem US-Außenministerium erlaubt, jedem US-amerikanischen Steuerzahler mit „bedeutenden Vergehen“, den Reisepass „zu verwehren, wieder abzuerkennen oder ihn einzuschränken“.

Der US-Steuerbehörde IRS wird es laut dem Gesetzentwurf möglich sein, dass US-Außenministerium zu informieren und aufzufordern, die Ausstellung eines Reisepasses abzulehnen oder ihn wieder einzuziehen, sollte die IRS bereits eine Pfändung eingeleitet oder eine Strafe wegen ausstehender Steuern erlassen haben. Der Gesetzentwurf erlaubt es also, US-Bürger als Wirtschaftsgefangene zu halten.

Die Gründungsväter der Vereinigten Staaten waren sich über die von der Regierung ausgehenden Gefahren im Klaren und versuchten daher, die Möglichkeiten der Regierung, die Freiheitsrechte der Bürger zu beschneiden, zu beschränken, indem die DIREKTE BESTEUERUNG verboten wurde.

Alle von den Gründungsvätern implementierten Schutzmechanismen, um das Land vor einer Tyrannei zu schützen, sind mittlerweile abgeschafft worden. Und nun haben wir es mit genau solch einer Krise der Demokratie zu tun. Diese Gefahr kann praktisch nicht überschätzt werden.

Der neue Gesetzentwurf erlaubt es der US-Steuerbehörde IRS, den Reisepass sogar dann zu verweigern, wenn noch gar keine Anschuldigen wegen Steuerhinterziehung vorgebracht worden sind. Mit anderen Worten: Die Regierung hat Mauern hochgezogen, um die Mexikaner fernzuhalten, die US-Transportsicherheitsbehörde TSA geschaffen, um sicherzustellen, dass es sich bei 16-jährigen Mädchen nicht in Wirklichkeit um Terroristen handelt – während der angenehme Nebeneffekt darin besteht, dass die US-Bürger genauso im eigenen Land gefangen gehalten werden, wie es früher auch in der DDR der Fall war.

Es gibt auch eine Ausnahme bei der Regelung, und zwar wenn eine Person mit den Steuerbehörden bereits einen Ratenzahlungsplan vereinbart hat, also rechtzeitig ihre Ausstände begleicht, dann kann sie sich um die Ausreise bemühen. Es gibt noch eine weitere Ausnahme, und zwar in Notfallsituationen oder aus humanitären Gründen, die es notwendig machen, international unterwegs zu sein. Bei keiner dieser Ausnahmen handelt es sich jedoch um garantierte Rechte!

Die Schaffer der US-Verfassung hatten die DIREKTE BESTEUERUNG verboten, weil sie ganz genau wussten, wo dies hinführen würde. Die US-Bürger sind heutzutage nichts weiter als Wirtschaftssklaven. Das Leben des US-Bürgers hängt einzig vom Wohlwollen der US-Regierung ab, und mit jedem weiteren Monat der verstreicht, verwandeln sich die USA immer mehr in einen Polizeistaat.

Welche Zukunft sollen unsere Kinder denn haben, wenn sich diese Entwicklung weiter mit einer solchen Geschwindigkeit vollzieht? Die Politiker versprechen Dinge, die sich nicht finanzieren, erhöhen im Nachgang die Steuern und drohen den US-Bürgern dann, ihre Freiheit zu nehmen, wenn sie nicht pünktlich zahlen.

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Die Sache ist die: Die Einkommenssteuer wurde von der Progressive Party unter US-Präsident Theodore Roosevelt eingeführt, der sich für die Theorie von Karl Marx begeisterte. Die Einführung der Einkommenssteuer war der schwerste Schlag gegen die Freiheit, der jemals vom US-Kongress erlassen wurde. Die Karikatur von Thomas Nast aus dem Jahre 1878, auf der dargestellt wird, was mit der Freiheit geschehen würde, ist eine tiefgründige Vorwegnahme der Zukunft. Und er lag damit völlig richtig.

Bedauerlicherweise ist der Weg zur Hölle mit guten Vorsätzen gepflastert. Sozialismus mag vielleicht gut gemeint gewesen sein, ist aber letztlich nichts weiter als der Vorbote der Vernichtung der Freiheit und des Rechts aller Bürger.

Die Regierung wird die Daumenschrauben immer stärker anziehen und in Zukunft jedem einzelnen Cent hinterherjagen, den sie irgendwie aus den Menschen herauspressen kann. Das Traurige ist, dass die US-Regierung, selbst wenn sie alle Vermögenswerte der Aktienkonzernen verschlingen würde, immer noch nicht genug Geld hätte, um die nichtfinanzierten Verbindlichkeiten zu bedienen.

Und auf genau dieses Kliff jagen wir in 2016 zu. Und wir müssen begreifen, dass in diesem Zusammenhang nichts mehr undenkbar ist. Von nun an ist alles möglich. Nie wurde in der Geschichte der USA die Ausstellung eines Reisepasses verweigert! Es gibt Leute, die sich in der Tat sehr clevere Methoden ausdenken, um anderen Menschen dranzukriegen. Das ist nichts weiter als ein Krieg gegen die US-Verfassung.

Und es ist völlig unerheblich, welche Steuern die US-Regierung eintreiben wird – die Gelder werden niemals ausreichen! Anstatt sich hinzusetzen und dieses Chaos reformieren zu wollen, müssen wir bis zum Rand des Abgrunds, springen, die Reißleine ziehen und um Erlösung bitten.

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