Die Zeichen stehen auf Sturm: Den USA steht eine schwere Wirtschaftskrise bevor

Michael Snyder, The Economic Collapse, 19.07.2012

Die US-Wirtschaft hat zurzeit mit enormen Problemen zu kämpfen. Es gibt nicht genügend Arbeitsplätze. Es gibt nicht genügend Geld. Die Wirtschaftsaktivität nimmt wieder ab. Das Vermögen der Haushalte sinkt. Die Nahrungsmittelpreise sind gestiegen. Zahlreiche Bundesstaaten und Lokalregierungen sind am Ende und versinken in Schulden.

Die US-Regierung hat beispiellose Schuldenmengen aufgetürmt, um die Dinge irgendwie am Laufen zu halten – aber jeder ist sich im Klaren darüber, dass diese Art der Kreditaufnahme nicht lange durchgehalten werden kann. Also, wie geht’s weiter?

Die US-Bürger verkonsumieren zurzeit weit mehr, als sie produzieren. Die Differenz wird über Schulden finanziert. Vor 40 Jahren lag die Gesamtverschuldung der USA (Staat, Unternehmen und Verbraucher) bei unter USD 2 Billionen. Heute liegt sie bei fast USD 55 Billionen.

Wie konnte die Gesamtverschuldung innerhalb der letzten 40 Jahre um das 27-Fache explodieren? Das Wirtschaftssystem ist im Grunde komplett vernichtet worden – die Amerikaner haben es nur noch nicht mitbekommen, da es allen immer noch relativ gut geht.

Wie dem auch sei, die nächste Finanzkrise wird jede Menge US-Bürger wachrütteln, so viel ist sicher. Und wenn sie erst einmal begriffen haben, was mit ihrer Zukunft geschehen ist, werden sie richtig, richtig wütend werden. Genießen Sie die guten Zeiten, solange sie noch da sind. Die nächste Rezession rückt mit Riesenschritten näher, und sie wird kein Zuckerschlecken.

Im Folgenden finden Sie 20 Hinweise, die darauf hindeuten, dass sich in den USA gerade die nächste Wirtschaftskrise zusammenbraut:

1. Die US-Arbeitslosenrate liegt nun bereits seit 40 Monaten in Folge über der Marke von 8%. 42% aller arbeitslosen US-Bürger sind seit mindestens sechs Monaten auf der Suche nach Arbeit. Ich habe jüngst darüber geschrieben, dass es in den USA nie mehr genügend Arbeitsplätze geben wird. Und obwohl die Lage heute bereits schlecht ist, wird sie in Zukunft noch viel schlimmer werden. Da muss man sich schon fragen, was in den USA erst passieren wird, sollte die Arbeitslosigkeit wieder in die Höhe schnellen.

2. 35% aller arbeitslosen US-Bürger mussten im vergangenen Jahr ihre Rentenersparnisse anzapfen, um über die Runden zu kommen.

3. Seit 2008 hat die US-Wirtschaft 1,3 Millionen Arbeitsplätze verloren, während die Zahl der Amerikaner, die aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit Sozialhilfe erhalten, um 3,6 Millionen gestiegen ist.

4. Eine jüngst von der National Association for Business Economics durchgeführte Erhebung ergab, dass gerade einmal 23% aller US-Unternehmen planen, in den kommenden sechs Monaten Mitarbeiter einzustellen. Vor ein paar Monaten lag diese Zahl noch bei 39%.

5. Ein wichtiger Indikator ist der US-Herstellerindex, der jetzt auf den tiefsten Stand seit Juni 2009 eingebrochen ist.

6. Die US-Regierung wird wahrscheinlich hunderttausende öffentliche Beschäftigungsverhältnisse streichen, sollte der US-Kongress die automatischen Einschnitte beim Bundeshaushalt, die ab 2013 in Kraft treten, nicht verhindern. Das Folgende stammt aus einem jüngst veröffentlichten Artikel von Federal News Radio:

„Ein am Dienstag veröffentlichter Bericht legt nahe, dass innerhalb des nächsten Jahres hunderttausende Arbeitsplätze in staatlichen Behörden gestrichen würden, sollte der Kongress die automatischen Haushaltseinsparungen … nicht verhindern. Die von Professor Stephen Fuller von der George Mason University erstellte Studie verleiht der Debatte, die sich bisher nur auf Auswirkungen der Haushaltseinsparungen beim Militär konzentrierte, eine neue Dimension.“

7. Die Jugendarbeitslosigkeit in Washington D.C. liegt aktuell bei 51,7%.

8. Gallup’s Konjunkturbarometer ist zurzeit auf dem niedrigsten Stand seit Januar.

9. In 2007 lag das Durchschnittsvermögen von US-Haushalten bei USD 126.400. Bis 2010 war es auf USD 77.300 gesunken.

10. Die Pensionskassen der S&P 500 Unternehmen sind so stark unterfinanziert wie noch nie.

11. Laut der New York Times, haben die US-Bundesstaaten und Lokalregierungen „ihre Pensionskassen [zwischen 2007 und 2011] um USD 50 Milliarden betrogen.“

12. Die City of Compton im US-Bundesstaat Kalifornien denkt zurzeit darüber nach, die Zahlungsunfähigkeit zu verkünden. Würde sie es tun, wäre sie bereits die vierte kalifornische Stadt, die in 2011 in die Pleite abrutscht.

13. Der Prozentsatz an US-Haushalten, die mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Wohnraum ausgeben, liegt zurzeit auf einem Allzeithoch.

14. Das erste Mal in der jüngeren Geschichte sind kanadische Haushalte vermögender als amerikanische Haushalte.

15. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass 42% aller Amerikaner der Auffassung sind, dass China zurzeit die weltgrößte Wirtschaftsmacht ist, während nur 36% der Auffassung sind, dass die USA immer noch die weltführende Wirtschaftsmacht sind.

16. Laut der US-Regierung sind die Nahrungsmittelpreise in 2011 bedeutend stärker gestiegen, als aus der allgemeinen Teuerungsrate hervorgeht. Hier finden Sie einige Beispiele für 2011:

Und das ist die Teuerung eines mehr oder minder „normalen Jahres“. Was wird geschehen, wenn die Dürre von 2012 erst einmal vorbei ist?

17. Der Preis für Mais ist seit Mitte Juni um 54% in die Höhe geschossen.

18. Laut einer Umfrage leben zurzeit 42% aller Amerikaner von einer Gehaltszahlung zur nächsten.

19. Eine andere Umfrage ergab, dass 28% aller US-Bürger gegenwärtig noch nicht einmal über einen Notgroschen verfügen.

20. Ben Bernanke, der Chef der US-Notenbank Federal Reserve, erklärte am Dienstag vor dem US-Kongress: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Double-Dip-Rezession. Wir sehen weiterhin moderates Wachstum.“

… Bezüglich der Aussagen der US-Notenbank ist es von entscheidender Bedeutung, immer genau das Gegenteil von dem zu glauben, was deren Vertreter behaupten. Und da Bernanke nicht davon ausgeht, dass es eine Double-Dip-Rezession geben wird, bedeutet das, dass die USA wahrscheinlich kurz davor stehen, in eine Rezession abzutauchen. Wenn Sie diese Theorie für unglaubwürdig halten, dann schauen Sie sich doch einfach mal die Erfolgsbilanz von Bernanke an.

Die US-Wirtschaft steckt also in massiven Schwierigkeiten. Und, was machen die politischen Führer?

Nun ja, in den USA ist Wahljahr, von Barack Obama ist daher nicht allzu viel zu erwarten, schließlich hat er gerade genug damit zu tun, in Frankreich und China Spendengelder für seinen Präsidentschaftswahlkampf einzusammeln.

Von Obamas Wirtschaftsberatern ist auch nicht allzu viel zu erwarten. Fakt ist, dass sich Obamas viel umjubeltes „Job-Gremium“ die letzten sechs Monate kein einziges Mal getroffen hat. Aber es ist ja nun auch nicht so, als würde dieses Gremium überhaupt jemals irgendetwas Vernünftiges zustande bringen. Das ist alles reine Show. Die meisten Konzernchefs, die diesem Gremium angehören, verlagern die Arbeitsplätze so oder so ins Ausland.

Und was ist mit der US-Börsenaufsicht SEC? Sollte nicht wenigsten die SEC in der Lage sein, das Finanzsystem wieder aufzurichten? Nein, die SEC ist beschäftigt – die Behörde ermittelt gerade gegen die Amischen.

Die US-Bürger sind also auf sich allein gestellt, und Fakt ist, dass bald noch größere Gebiete in den USA Detroit, Baltimore oder Cleveland gleichen werden.

Die USA fallen immer schneller auseinander, und die US-Regierung ist nicht in der Lage, den US-Bürgern zu helfen. Das ist auch der Grund, warum man sich auf den bevorstehenden Sturm auf familiärer und kommunaler Ebene vorbereiten sollte.

Die Hoffnung besteht darin, vorbereitet zu sein. Die kommende Wirtschaftskrise wird viele Amerikaner platt machen, weil es sie völlig unvorbereitet treffen wird. Lassen Sie nicht zu, dass Ihnen dasselbe widerfährt. Wer jetzt hart daran arbeitet, seine Familie auf den Sturm vorzubereiten, der gerade am Horizont aufzieht, verfügt über eine bedeutend bessere Chance, die Krise zu überstehen.

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