Papiergeldschock: Warum der Goldbesitz für Anleger & Sparer mittlerweile Pflicht ist

Die Gelddruckgläubigen behaupten immer wieder, dass das unaufhörliche Gelddrucken der Wirtschaft dienen würde. Die Wahrheit ist, dass die Arbeitslosigkeit dadurch erst richtig explodiert, was diese Irren von ihren Machenschaften aber nicht abzuhalten scheint. Den Anlegern und Sparern, die nicht dabei zusehen wollen, wie ihr Ersparnisse und ihr Vermögen in Rauch aufgehen, bleibt aufgrund der Tatsache, dass die Zentralbanker alles daran setzen, die Kaufkraft ihrer Währungen zu vernichten, nur noch die Flucht in Richtung Edelmetalle

Michael Pento, King World News, 05.08.2012

Die Zentralbanken der Industrieländer bereiten jetzt idiotischerweise einen vollumfänglichen Angriff auf ihre Papierwährungen vor – alles in einem Versuch, die Arbeitslosenraten abzusenken. Was diese Zentralbanker zum Handeln veranlasst, sind die hartnäckig schwachen Wirtschafts- und Beschäftigungsdaten, die nach ihrem Dafürhalten mithilfe der Inflation bekämpft werden können.

Laut den US-Arbeitsmarktdaten sind im Juli im nichtlandwirtschaftlichen Bereich 163.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. Das scheint auf den ersten Blick natürlich großartig, nur gibt es hier ein kleines Problem: Die Datensätze der Privathaushalte und Unternehmer stehen im Widerspruch zueinander, und die Zahlen deuten darauf hin, dass in den USA vergangenen Monat in Wirklichkeit 195.000 Menschen ihren Job verloren haben und die Arbeitslosenrate auf 8,3% gestiegen ist.

Die Amerikaner verlassen also weiterhin den Arbeitsmarkt – im letzten Monat waren es 150.000 –, während die US-Arbeitslosenrate nun bereits seit 41 Monaten in Folge über der Marke von 8% liegt. Diese hartnäckig hohe und weiter steigende Arbeitslosenrate wird zur Folge haben, dass Bernanke im September ein drittes quantitatives Lockerungsprogramm (QE3) verkünden wird.

Und wenn wir auf Europa blicken, wo die Rezession wütet, stellen wir fest, dass die Arbeitslosenrate in Spanien im zweiten Quartal dieses Jahres auf 24,6% geklettert ist – ein Allzeitrekord seit Beginn der Erfassung dieser Daten im Jahre 1976.

Diese Entwicklung hat Mario Draghi bereits zu dem Versprechen veranlasst, in unbegrenzter Höhe Staatsanleihen zu kaufen, wofür er natürlich hunderte Milliarden an frisch gedruckten Euros benötigen wird, und zwar nur für die Anfangsphase eines solchen Programms.

Und zu den Ängsten bezüglich des schwachen Wirtschaftswachstums und der steigenden Arbeitslosigkeit kommen ja auch noch die darniederliegenden weltweiten Aktienmärkte hinzu.

Der Shanghai Composite Index ist die letzten drei Monate um 13% gefallen.

Shanghai Composite. Zum Vergrößern anklicken.

Der Nikkei musste in den letzten vier Monaten 15% abgeben.

Nikkei. Zum Vergrößern anklicken.

Und der spanische IBEX brach in gerade einmal fünf Monaten um 21% ein.

IBEX. Zum Vergrößern anklicken.

Bernanke und Draghi haben nun also damit gedroht, gigantische Schuldenmonetisierungsprogramme und weitere inflationäre geldpolitische Maßnahmen einzuleiten, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen.

Ja das hört sich großartig an, wirklich ganz wunderbar – bis auf die Tatsache, dass die völlige Verachtung der Kaufkraft einer Währung eine der maßgeblichen Triebkräfte ist, die für die Legionen an Arbeitslosen verantwortlich zeichnen.

Würde man sich mit der Geschichte der Zentralbanken nicht auskennen, könnte man tatsachlich darauf reinfallen und glauben, dass durch das Gelddrucken die Aussicht darauf besteht, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren. In Wirklichkeit müssten die Zentralbanker aber lediglich ihre Augen aufmachen und sich einmal umsehen, um zu begreifen, dass sie mit dieser Auffassung völlig daneben liegen.

Die Arbeitslosenrate Spaniens, die von 9% in 2008 auf nun knapp 25% explodiert ist, hat die Inflation jedenfalls nicht stoppen können. Die spanische Inflation ist im August im Vergleich zum Vorjahr um 2,2% gestiegen. Im Juli lag die spanische Inflation bei 1,8%. Das ist zwar keine galoppierende Inflation, aber mit Deflation hat das mit Sicherheit nichts zu tun.

Laut der herrschenden Lehre der heutigen Zentralbanker müsste es aber eine massive Deflation geben, wenn sich ein Viertel der Arbeiterschaft in permanenter Siesta befindet. Und diese Deflation müsste dann natürlich mit aller Macht mithilfe der Druckerpresse bekämpft werden.

Doch das Einzige, was mit den Gelddruckmaßnahmen erreicht wird, ist, dass die Preise steigen und das Elend der Arbeitslosigkeit weiter anhält. Noch schlimmer: Die Tatsache, dass die Europäische Zentralbank erst im Dezember 2011 und März 2012 ihre langfristigen Refinanzierungsoperationen (LTROs) durchgeführt hat, bedeutet schlicht, dass die inflationären Auswirkungen dieser Programme ja gerade erst damit beginnen, sich voll zu entfalten.

In den USA haben die Gelddruckmaßnahmen genau dieselben Ergebnisse gezeitigt. 1980 erreichte die US-Inflation mit 13,5% ihren Höhepunkt. Laut den Gelddruckgläubigen hätte das in den USA eigentlich zur Vollbeschäftigung führen müssen. Die Arbeitslosenrate lag zu dieser Zeit jedoch bei luftigen 7,2% und kletterte dann innerhalb der darauffolgenden zwei Jahre sogar noch auf 10,2%.

Die Wahrheit ist, dass die Arbeitslosigkeit durch die Vernichtung der Kaufkraft einer Währung erst richtig angeheizt wird. Warum? Weil dadurch der Anreiz zum Sparen und Investieren vernichtet, die Mittelklasse ihres Lebensstandards beraubt und die Wirtschaft in Schutt und Asche gelegt wird.

Wirtschaftswachstum kommt von stabilen Zinsen, einer geringen Inflation und einer soliden Währung. Durch das fortwährende Gelddrucken werden die grundlegenden Prinzipien einer starken Wirtschaft vernichtet.

Für die Zukunft können wir von einer anhaltend schwachen, depressionsartigen Wirtschaft, hartnäckiger Inflation, lästigen Steuererhöhungen und einer Staatschuldenkrise ausgehen. Und das führt immer zu Bürgerunruhen. Die Umschichtung des Portfolios in Richtung Gold ist daher mittlerweile zu einer Pflichtveranstaltung geworden.

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