Bullenmarkt: Monsterpreissprünge bei Silber extrem wahrscheinlich

Im bisherigen Verlauf seines säkularen Bullenmarkts hat Silber ungefähr alle zwei Jahre extreme Preissprünge hingelegt. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es bei Silber in den kommenden 18 Monaten erneut zu einer massiven Teuerung kommen wird. Vergleicht man die Performance von Silber mit der von Papiervermögenswerten wie Aktien, kann man sogar zynisch behaupten, dass Silber bisher noch garnicht in den Bullenmarkt eingetreten ist

Treasure Chests, 06.08.2012 (in Auszügen)

… es gibt einen weiteren Aspekt, den man im Hinblick auf die „Finanzblasen-Dynamik“ berücksichtigen sollte: Angesichts der Tatsache, dass Obamas Chancen, wiedergewählt zu werden, gegenwärtig zusehends geringer werden, hat die US-Notenbank Federal Reserve gleich zwei Gründe, die Gelddruckmaßnahmen erst dann wieder zu beschleunigen, wenn es absolut notwendig ist.

Zunächst einmal möchte die Fed natürlich nicht den Eindruck erwecken, als würde sie Obama direkt unterstützen. Und da die Spitzenbeamten der US-Notenbank vom Präsidenten ernannt werden und Beranke zweifellos eine weitere Amtszeit erleben möchte, wird die Fed den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Romney nicht verärgern wollen.

Romney will natürlich, dass die US-Wirtschaft während des Präsidentschaftswahlkampfes in den Seilen hängt, da dies seine Siegchancen verbessert. Und das würde bedeuten, dass die Finanzblase nicht zu zeitig reflationiert werden darf. Es ist daher damit zu rechnen, dass die Fed vor den Wahlen nur dann QE-Maßnahmen bekanntgeben wird, wenn sich die Lage dramatisch verschlechtert, also wenn die Wirtschaftsdaten sich beträchtlich eintrüben oder der Aktienmarkt crasht.

Sollte die Fed jedoch offene Gelddruckmaßnahmen einleiten, können wir davon ausgehen, dass die Preise über das gesamte Spektrum hinweg, angeführt von Gold und Silber, steigen werden.

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Silber dürfte aufgrund der Reflation der riesigen Finanzblase besonders stark steigen. Neben den beschleunigten QE-Maßnahmen in den Vereinigten Staaten wird es dann auch zu Reaktionen der anderen weltweiten Zentralbanken kommen, die ebenfalls mit dem Gelddrucken beginnen werden, um ihre eigenen Währungen zu entlasten.

In dem Jahr, das den US-Präsidentschaftswahlen folgt, wird in der Regel besonders gerne Geld gedruckt, und 2013 dürfte da keine Ausnahme sein, speziell wenn man sich vor Augen hält, welche Zurückhaltung die Fed gegenwärtig an den Tag legt.

Letztlich muss man nur das Silber/Gold-Verhältnis im Auge zu behalten. Wenn Silber wieder damit beginnt, Gold in der Wertentwicklung auszustechen – was mit einer QE-Ankündigung (oder Ähnlichem) zusammenfallen kann, mit der die Fed zeigt, dass sie es bei der Bekämpfung der Deflation ernst meint –, können Sie sich sicher sein, dass die Finanzblase wieder kräftig aufgebläht wird.

Und da Silber gegenüber praktisch allen anderen Vermögenswerten extrem aufzuholen hat – speziell gegenüber Aktien, die von der Bürokratie in luftigen Höhen gehalten werden –, dürfte das weiße Metall seine historischen nominellen Höchststände im Bereich von USD 50 pro Unze, die vergangenes Jahr getestet wurden, mit Leichtigkeit durchbrechen und sich auf den Weg zum nächsten USD 50 Intervall im Bereich von USD 100 pro Unze aufmachen.

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Die oben stehende Grafik, die das Silber/S&P 500-Verhältnis ausweist, veranschaulicht den enormen Spielraum, den Silber gegenüber Aktien noch hat. Auf Grundlage dieses Charts wäre es keine Übertreibung zu behaupten, dass Silber noch garnicht in seinen Bullenmarkt eingetreten ist …

Wenn Silber erst einmal seine saisonale Sommerflaute durchlaufen und seinen wichtigen Fibonacci-Widerstand bei USD 50 pro Unze (siehe unten stehende Grafik) durchbrochen hat, dürfte der Preisanstieg in Richtung USD 100 pro Unze bereits voll im Gange sein. Sollten uns vorangegangene Zyklen irgendeinen Hinweis auf das Timing geben, dann dürften wir innerhalb der nächsten 24 Monate erleben, wie das weiße Metall zunächst die Marke USD 100 pro Unze knackt und sich dann dem nächsten USD 50 Intervall von USD 150 pro Unze annähert.

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Noch einmal: Bei diesen Beobachtungen konzentrieren wir uns auf die mittelfristige Preisentwicklung, denn Silber verfügt nach wie vor über einen unglaubliches Potenzial, was heißt, dass künftige Renditen von über 1.000% durchaus möglich sind.

Ja Sie mögen sich jetzt vielleicht sagen, dass derartige Prognosen einfach nur Spinnereien sind; aber versuchen Sie sich einfach mal die Stimmung an den Märkten vorzustellen, wenn in Europa die ersten großen Bank-Runs einsetzen. Und Ron Paul hat ja kürzlich erst darauf hingewiesen, dass das keine Frage des „ob“, sondern des „wann“ ist.

Also, versuchen Sie sich mal vorzustellen, wie die Reaktionen im Edelmetallmarkt, speziell im Silbermarkt, aussehen würden, selbst wenn nur die Millionäre und Milliardäre mitbekommen, dass ihr Reichtum nichts weiter als ein feuchter Fiatgeld-Traum ist und sie schnell einen „sicheren Hafen“ finden müssen, um aus den betrügerischen Papierversprechen zu flüchten.

Sicher, niemand kann sagen, wann eine solche Entwicklung einsetzen wird, aber vieles deutet darauf hin, dass es in Europa bereits diesen Sommer soweit sein könnte. Und da die Hinweise auf ein derartiges Finanz-Chaos immer deutlicher hervortreten, wäre es einfach nur närrisch, sich nicht so frühzeitig als möglich auf etwas vorzubereiten, das als die Nachwirkung des Platzens einer riesigen Finanzblase bezeichnet werden könnte …

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