Ron Paul: Retten die US-Steuerzahler Griechenland?

Ron Paul, Campaign for Liberty, 17.02.2010

Letzte Woche wurden wir daran erinnert, dass wir nicht das einzige Land sind, das unter ernsten wirtschaftlichen Verwerfungen leidet. Mit der griechischen Regierung haben wir das letzte Land, das wegen seiner massiven öffentlichen Verschuldung dem Bankrott nahekam. Griechenland hat nicht genügend Gelder in seiner Staatskasse um wenigstens die Minimalzahlen zu bedienen, die jetzt fällig werden. Das Schuldenniveau liegt bei rund 120% seines Bruttoinlandsprodukts und der öffentliche Dienst verbraucht 40% des BIPs. Alle Gespräche im Hinblick auf Kosten- und Ausgabenreduzierungen stoßen auf heftige Proteste der vielen Griechen, die massiv von Regierungszahlungen abhängig sind. Wachsende Ängste über den Bankrott haben für Schockwellen bei den Kreditoren und allen Ländern der Eurozone gesorgt.

Aber es gaben Äußerungen seitens der Europäischen Zentralbank um die Ängste zu entkräften und sie versicherte, dass Griechenland die Hilfe bekommen wird, die es braucht. Details dazu sind nicht bekannt geworden.

Ist es möglich, dass die Federal Reserve bei der Rettung Griechenlands die Hand mit im Spiel hat? Tatsache ist, wir wissen es nicht und die gegenwärtigen Gesetze verbieten die Veröffentlichung oder Überprüfung von Vereinbarungen zwischen der Fed und Zentralbanken fremder Länder.

Griechenland ist nur das jüngste Beispiel einer Reihe von Ländern, die in letzter Zeit dieser Art von Krise gegenüberstanden. Es ist nicht allzu lange her, wo es die gleichen Ängste in Dubai gab und davor in Island. Einige andere Länder (Spanien, Portugal, Irland, Lettland) erreichen gerade ebenfalls krisenhafte Niveaus ihrer Staatsverschuldung. Viele haben enge Verbindungen zu Goldman Sachs und so könnte leicht der Fall eintreten, dass ein derartiger Staatsbankrott ernsthafte Folgen für die großen US-Bankenkartelle hätte. Wenn man die Verbindungen zwischen der Fed und diesen großen Banken berücksichtigt, dann ist es nicht abwegig sich die Frage zu stellen, ob der US-Steuerzahler heimlich, Land für Land, die ganze Welt rettet, sogar während unsere reale Arbeitslosigkeit über 20% liegt. Bis die Gesetze nicht so geändert worden sind, dass sie eine vollständige und aussagekräftige Überprüfung der Federal Reserve erlauben, worunter auch die Überprüfung ihrer Verträge mit Zentralbanken anderer Länder fällt, werden wir nie erfahren, ob dies stattfindet oder nicht.

Diese weltweite Krise ist ein vorhersagbares Ergebnis des geheimen Zentralbankwesens und unsolider Fiat-Währungen. Die Regierungen haben sich aus offenkundigen Gründen gänzlich diesem System des Fiat-Geldes und des fraktionalen Reservesystems verschrieben: Es ermöglicht ihnen das zu tun, was sie am meisten lieben, nämlich nahezu ungestraft Geldvermögen auszugeben. Ohne die Beschränkungen durch solides Geld werden Regierungen ihre Ausgaben nicht begrenzen. Sie werden Geld ausgeben um ihre Kompagnons einzustellen, Interessengruppen abzufinden, Gefälligkeiten zu leisten, Abhängigkeit zu schaffen und hauptsächlich jedoch, um von der fürchterlichen Arbeit abzulenken, die sie bei ihrer Hauptaufgabe abliefern, dem Schutz der Freiheiten der Bürger.

Wegen unserem sich über den Globus erstreckendem Imperium und dem andauernden Reservewährungsstatus, hat vielleicht keiner ein stärkeres Interesse daran dieses zusammengeschusterte System zusammenzuhalten, als unsere eigene Regierung und die Federal Reserve. Die von Island, Dubai und Griechenland ausgehandelten Vereinbarungen können kaum auf mehr hinauslaufen, als dass diese Länder dann erst etwas später Hops gehen, da ihr Ausgabeverhalten größtenteils unverändert beibehalten wird, Fiat-Währungen immer noch legales Zahlungsmittel sind und weitere Schulden auf die untragbaren Schulden draufgepackt werden. Das amerikanische Volk hat das Recht zu erfahren, ob sie es sein werden, die am Ende mit der Rechnung dastehen, weil die Federal Reserve sie heimlich dafür in Haftung nimmt. Das Wissen darum wäre ein entscheidender Faktor dieses unmoralische und verfassungswidrige System aufzulösen.

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