Mindest-Kursziel für Silber: USD 140 pro Unze

Der Silberbulle wird sich in den kommenden Jahren aller Vorausschau nach noch kräftig austoben. Vergleicht man die Silberpreisentwicklung während des Bullenmarkts der 70er Jahre mit dem aktuellen Silberpreis, dann dürfte die Marke von USD 140 pro Unze spielend geknackt werden

Hubert Moolman, HGM & Associates, 10.09.2012

Ein Leser bat mich, einen meiner Langfrist-Silbercharts zu aktualisieren. Seit der letzten Veröffentlichung dieses Charts ist Silber aus seiner (auf dem Kurzfrist-Chart erkennbaren) Dreiecksformation ausgebrochen und sieht gegenwärtig wirklich gut aus.

Ich habe die unten stehende Grafik mit zwei Fraktalen oder auch Kursmustern versehen (Punkte 1 bis 3), da sich diese Muster sehr ähnlich sind. Was diese beiden Fraktale so besonders macht, ist das Gesamtumfeld, in dem sie zu beobachten sind.

1973 und 2007 – also zwischen den im Chart markierten Punkten 1 und 2 – bildete der Dow Jones Industrial Average bedeutende Hochs aus. Darüber hinaus stellt Punkt 1 bei beiden Fraktalen ein bedeutendes Preistief bei Silber dar, nachdem das Dow Jones/Gold-Verhältnis zuvor einen Höhepunkt erreichte. Nach Punkt 2 kletterte der Rohölpreis bei beiden Fraktalen – 1974 und 2008 – auf bedeutende Höchststände, rund acht Jahre nachdem es beim Dow Jones/Gold-Verhältnis zu Hochs kam.

Dank dieser Ähnlichkeit der Ereignisse und aufgrund der Ähnlichkeit des zeitlichen Ablaufs gelangte ich im Oktober 2010 zu der Auffassung, dass es bei Silber zu bedeutenden Preisanstiegen kommen könnte. Es war ein sehr deutliches Signal, dass höhere Silberpreise bevorstehen würden – und das ist ja auch genau das, was wir in der Folge gesehen haben, als Silber auf USD 49 pro Unze kletterte.

Die Preisanstiege bei Silber sind aber noch nicht vorbei. Der Aufwärtsschub – als Silber von USD 17 pro Unze aus seiner Dreiecksformation (Punkt 3 des zweiten Fraktals) ausbrach und auf USD 49 pro Unze schoss – war nur die erste Phase dieser Kursbewegung. Der größte und beste Teil dieser Kursbewegung steht uns meines Erachtens immer noch bevor. In meiner Silber-Langzeitanalyse hatte ich eine Vielzahl technischer und fundamentaler Beweise angeführt, die meine Auffassung stützen, dass es in den kommenden Jahren zu steigenden Silberpreisen kommen wird.

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Basierend auf den oben aufgeführten Kursmustern könnte es durchaus sein, dass wir immer noch rund zwei Jahre vor uns haben, bevor wir ein Hoch wie das des Jahres 1980 sehen werden – also 14 Jahre nachdem es beim Dow Jones/Gold-Verhältnis zu einem Hoch gekommen ist (angefangen bei 1966 bis 1980 vs. Ende 1999 bis Ende 2013).

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass zwischen dem Hoch des Silberpreises 1974 und dem Hoch des Dow Jones/Gold-Verhältnisses 1966 acht Jahre liegen. Beim aktuellen Kursmuster wurde das Silberpreishoch in 2008 ebenfalls acht Jahre nach der Ausbildung des Hochs beim Dow Jones/Gold-Verhältnis Ende 1999 erzielt.

Und da das erste Silberpreishoch beider Fraktale zeitlich exakt den Hochs beim Dow Jones/Gold-Verhältnis folgte, stellt sich natürlich die Frage, wie die Chancen stehen, dass auch die nächsten Höhepunkte bei Silber mit dem zeitlichen Ablauf der 70er Jahre in Einklang stehen. Dies würde nämlich ein Hoch bei Silber Ende 2013 bzw. Anfang 2014 nahelegen.

Und wenn man sich die Preisentwicklung anschaut, erhält man zusätzliche Hinweise darauf, dass der Silberpreis weiter steigen wird. Sollten die zwei hier aufgeführten Kursmuster ihre Ähnlichkeiten weiterhin beibehalten, ist davon auszugehen, dass der finale Höchstpreis bei Silber bei mindestens USD 140 pro Unze liegen wird.

Warum? Wenn man den Preisanstieg von Punkt 1 zu Punkt 2 im ersten Fraktal ermittelt und ihn mit dem finalen Preissprung (ab Punkt 3) vergleicht, stellt man fest, dass der finale Preisanstieg mindestens 7,6-Mal größer ausfiel.

Der jüngste Preissprung (ab Punkt 3 des zweiten Fraktals) auf USD 49 pro Unze im April 2011 ist aber lediglich 1,65-Mal größer gewesen als die Kursbewegung von Punkt 1 zu Punkt 2. Sollte das Kursmuster weiterhin halten und der zweite Preisschub wenigstens 7,6-Mal so stark ausfallen wie der erste, ergibt sich daraus, dass Silber die Marke von USD 140 pro Unze ohne weiteres überspringen wird.

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