USD 2.300 Gold – nur noch eine Frage der Zeit

Jeff Clark, Casey Research, 15.10.2012

Während viele von uns bei Casey Research Preisprognosen nicht sonderlich mögen, speziell die, die auch noch mit spezifischen Datensätzen unterlegt werden, kommt man an der Korrelation zwischen der US-Geldbasis und dem Goldpreis nicht vorbei.

Und diese Korrelation sagt, dass wir bis Januar 2014 einen Goldpreis von USD 2.300 pro Unze sehen werden.

Es gibt eine Vielzahl von Langfrist-Charts, die einen Zusammenhang zwischen Gold und verschiedenen anderen Formen von Geld (und Kredit) zeigen. Die meisten dieser Charts zeigen, dass sich der eine Wert besonders gut entwickelt und der andere später aufholt. In diesem Artikel wollen wir uns jedoch auf die aktuelle Situation konzentrieren, genauer gesagt auf die Ausweitung der US-Geldbasis seit Ausbruch der Finanzkrise in 2008.

Im Folgenden wird die Goldpreisentwicklung der Ausweitung der US-Geldbasis seit Januar 2008 gegenübergestellt:

Zum Vergrößern anklicken.

Wie Sie sehen, ist der Trend sehr ähnlich. Fakt ist, dass der Korrelationskoeffizient bei unglaublichen +0,94 liegt.

Und da die US-Notenbank nun „QEwigkeit“ ausgerufen hat, ist es nur logisch, zu der Schlussfolgerung zu gelangen, dass die Ausweitung der Geldbasis auch künftig weiter anhalten wird. Sollte die Geldbasis bis Januar 2014 in der bisherigen Rate ausgeweitet werden, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass der Goldpreis auf USD 2.300 pro Unze klettern wird. Das wäre ein 30%iger Anstieg innerhalb von 15 Monaten.

Bis Ende des Jahres 2014 könnte der Goldpreis ohne Weiteres bei USD 2.500 pro Unze liegen, was gegenüber dem aktuellen Preis einem Anstieg von 41% entspräche.

Einige mögen nun behaupten, dass es überhaupt keine Sicherheit dafür gibt, dass diese Korrelation auch in Zukunft weiter Bestand haben wird. Ja richtig … vielleicht wird die Fed nicht bis 2014 Geld drucken. Das ist durchaus möglich.

Aber es ist ja nicht nur die US-Notenbank, die Geld druckt:

Die größten Wirtschaftsräume des Planten führen gegenwärtig alle eine massive Entwertung ihrer Währungen durch. Das wird natürlich nicht folgenlos bleiben. Gold und Silber werden – genauso wie Edelmetallminen – von dieser Geldpolitik direkt profitieren und weitere Preisanstiege verzeichnen.

Und es gibt auch noch andere Auswirkungen – seien sie nun gut oder schlecht – die mit einem Goldpreis von USD 2.000 pro Unze und noch stärkeren Preisanstiegen einhergehen. Wir sind der Auffassung, dass sich die Anleger auf folgende Dinge einstellen sollten:

Die Botschaft dieser wahrscheinlichen Szenarien ist, dass man weiter Gold zukaufen bzw. ohne Verzögerung damit beginnen sollte. Wer wartet, wird die Konsequenzen selber tragen müssen.

Es heißt: „Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.“ Danach rangiert meines Erachtens aber gleich ein Goldpreis von USD 2.300 pro Unze.

Weitere Artikel zu diesem Thema


  • Die US-Geldbasis und Gold!
  • Letzte Woche hatten wir uns ja bereits mit der Tatsache auseinandergesetzt, dass die US-Geldbasis aus ihrem rund 20-monatigen Seitwärtsmuster nach oben hin ausgebrochen ist. Im Juni 2011 erreichte die US-Geldbasis erstmals die Marke von USD 2,7 Billionen und schwankte daraufhin zwischen …
  • US-Geldbasis bricht aus! Wird Gold folgen?
  • Nachdem sich die US-Geldbasis über 18 Monate hinweg seitwärts bewegt, scheint sie gegenwärtig wieder auszubrechen. Die US-Notenbank Federal Reserve kauft zurzeit im Rahmen von QE3 jeden Monat USD 85 Milliarden an Wertpapieren auf …
  • Ist eine Unze Gold wirklich USD 10.000 wert?
  • Mit einem Preis von USD 1.650 pro Unze erscheint Gold den meisten Investoren in der Tat recht teuer, was schlicht darauf zurückzuführen ist, dass eine Unze Gold aktuell mehr als fünfmal so viel kostet wie vor 10 Jahren. Berechnet man den Goldpreis aber nach der Methode, die von der US-Regierung über viele Jahre hinweg verwendet
  • Was zurzeit für Gold spricht? Machen Sie sich doch Ihr eigenes Bild!
  • Es ist klar, dass keiner der Faktoren, die die Finanzkrise des Jahres 2008 ausgelöst haben, von den für die Wirtschaftspolitik verantwortlichen Entscheidungsträgern auf irgendeine solide und nachhaltige Art und Weise angegangen worden ist.
  • Der verblüffende Chart, der zeigt, warum der Goldpreis 2014 durch die Decke schießen wird
  • Und obschon dieser Chart lediglich einer von vielen Datenpunkten ist, legt er nahe, dass die Geldpolitik der USA völlig außer Kontrolle geraten ist. Unterdessen wird das Bild verbreitet, dass die Zentralbanker eine sehr erhabene, wohlmeinende Gruppe von Menschen seien, die umsichtig die Geldpolitik steuern.