Rekord-Boni für Wallstreet und weiteres Anwachsen der Arbeitslosigkeit

The International Forecaster, 24.10.2010

Die Motivation von Leuten in Machtpositionen, Goldman und Griechenland, die Dollar-Rally wird bald vorbei sein, Billionen an Schulden während Wall Street Rekordprofite macht, vorgeschlagene Marktreformen werden es nicht weit bringen, Wall Street Boni sind größer als jemals zuvor, mehr problematische Kreditinstitute

Die Leute sollten den Verstand von Menschen in Machtpositionen nicht unterschätzen, da ihre Agenda mit ihren Beteuerungen überhaupt nichts zu tun haben muss. Darunter fällt auch das Dilemma Dubais und Griechenlands sowie einer Reihe weiterer Nationen zu denen auch die USA und Großbritannien zählen. Die Kreditkrise, die aus der Subprimekrise geboren wurde, passierte nicht einfach so; sie war genauso geplant gewesen. Sollen wir wirklich annehmen, dass die FED aus Dummheit oder Inkompetenz die Zinsen nahe Null setzte und dadurch das Geldsystem mit Geld und Kredit flutete? Die Fed, das Bankwesen und Wall Street wussten, dass die Subprimekredite nicht AAA sondern BBB waren. Sie wussten alle, dass es sich bei der Bündelung dieser Forderungen um Betrug handelte, den sie zuließen und der dann die Kreditkrise losbrach. Und wieder ist nicht alles so, wie es zu sein scheint. Daher liegen Jene falsch, die meinen es war Gier und Inkompetenz. Bis vor 4 Jahren war es noch Sir Alan Greenspan der seine Seele an die Illuministen verkaufte, heute ist es Ben Bernanke.

Die Probleme mit denen die Länder bezüglich ihrer Staatsschulden zu kämpfen haben, wachsen exponentiell. Zuerst war es Dubai mit Schuldenproblemen, angeblich in Höhe von USD 100 Milliarden, wobei tatsächlich das Drei- oder Vierfache dieser Summe notleidend sein könnte. Dann kamen natürlich noch eine Reihe anderer Länder hinzu. Im Falle Dubais bleiben die britischen Banken auf der Rechnung sitzen und werden wahrscheinlich in Flammen aufgehen. Griechenland findet nirgends Unterstützung, noch nicht einmal bei Goldman Sachs. Die Deutschen wollen nicht helfen, obwohl sie genau wussten, dass Griechenland nie die Kriterien für die Aufnahme in den Euro erfüllte. Griechenland befindet sich in einer Verweigerungshaltung; sie verlangen von Deutschland Reparationsleistungen, wo das Land bereits 1960 einen substantiellen Betrag als Entschädigung an Griechenland entrichtete. Rund 71% der Deutschen wollen schon seit Längerem aus dem Euro und der Eurozone. Es macht sie krank und sie sind es leid den größten Teil der Eurozone mit ihren Überschusszahlungen aus der Handelsbilanz durchzuschleifen. Griechenland trägt mit 2,4% zum Bruttosozialprodukt der Eurozone bei, also kaum genug um ernsthalft darüber besorgt zu sein. Die Regierungen der Eurozone wären besser dran, wenn sie die griechischen Anleihen abschreiben würden, anstatt das Land zu subventionieren. Jede Rettung wäre nur von kurzer Dauer, da ebenfalls viele weitere Nationen ernsthaft bedroht sind. Sehen wir der Realität ins Auge: Die Eurozone ist in Wirklichkeit nur Deutschland, Frankreich und die Niederlanden.

Während der letzten zwei Monate erlebte der US-Dollar mit Hilfe der Insider Goldman Sachs, JP Morgan Chase und Citigroup – die sich im Klaren über das Herannahen des Griechenlandproblems waren – eine ungewöhnliche Rally, die kurz vor ihrem Ende steht. Offenkundig wussten sie, dass der Internationale Währungsfonds einen weiteren Goldverkauf ankündigen und die Fed den Diskontsatz anheben würde. Wie konnten sie es auch nicht wissen, wo Goldman das US-Finanzministerium und Morgan die Fed kontrolliert? Sie wussten, wie jeder andere professionelle Wirtschaftsbeobachter auch, dass die Geldmenge M3 soweit reduziert würde, dass es fast keine Zunahme mehr geben würde, so wie es gleichzeitig auch bei der Europäischen Zentralbank und der Bank of England geschah. Dieses Ereignis würde in seiner Tendenz den Dollar zu stärken. Indem sie dies taten, spielten sie alle ein sehr gefährliches Spiel. Wenn sie die Kontrolle verlieren, würde die Deflation die Inflation überrollen und eine deflationäre Depression könnte einsetzen. Das wird letztendlich ohnehin passieren, aber die Eliten hätten es gerne nach ihrem eigenen Zeitplan. Die USA müssen einen Weg finden die Monetisierung zu beenden, wobei ihnen gerade die Möglichkeiten ausgehen. Die einzige Möglichkeit für die Regierung ist es der amerikanischen Bevölkerung ihre Pensionspläne zu stehlen. Das Problem ist jedoch, dass dadurch kaum Staatschulden verhindert werden können. Die einzige noch verbliebene Frage ist, wann wird die große Konferenz beginnen um die Währungen neuzubewerten, abzuwerten, die Schuldenausfälle abzuarbeiten und eine neue internationale Währung zu schaffen. Wird Letztere eine zum Teil durch Gold gedeckte Währung sein? Alle Nationen sind sich bereits seit Langem im Klaren darüber, dass die Staatschulden und einiges an Unternehmens- und Privatschulden niemals zurückgezahlt werden werden. Das ist auch der Grund, warum die Länder die von ihnen gehaltenen Dollars von 64,5% der Auslandsreserven auf 61,4% verringerten. Mit der Ausnahme von vier Ländern sind die Staatschulden der übrigen nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden. Bei diesen Ländern handelt es sich um die Schweiz, Kanada, Australien und Norwegen.

Die Dollar-Rally wird bald zu Ende gehen und die Spekulanten sollten damit anfangen ihre Shorts einzukassieren. All die tollen Nachrichten für den Dollar sind jetzt raus. Das ist im Moment das Beste eines Haufens schlechter Nachrichten. Danach gibt es nur noch eine Art wirklichen Geldes: Gold und Silber. In Zukunft werden dies immer mehr Menschen erkennen und letzten Endes werden sie einen panischen Ansturm auf diese zwei Edelmetalle veranstalten. Amerika wird dieses Jahr ein Verhältnis zwischen Schulden und Bruttosozialprodukt von 95% bis 100% erreichen.

Einen atemberaubenden Treffer erlitten die Illuministen durch die Enthüllung des unter dem Namen Goldman Sachs bekannten kriminellen Kartells bei  Zeugenaussagen vor dem Kongress und durch ihre illegalen Hilfen für die Länder Italien und Griechenland, die somit die Regeln der Eurozone umgehen konnten. Das wird die Öffentlichkeit vor Investments zurückschrecken lassen und sie in Richtung der Sicherheit von Gold und Silber treiben.

Bei dem Versuch die Inflation und Hyperinflation abzumildern könnten die USA dem Ansatz Chinas folgen, das damit voranging die Mindestreserveanforderungen zu verschärfen. Das könnte die Inflation eindämmen, aber es würde die USA auch näher an den Rand einer deflationären Depression führen. Ein falscher Schritt und das Spiel ist aus. Dem gleichen Risiko unterliegen auch die Europäische Zentralbank und die Bank of England. Schon heute werden keine Gelder mehr weiterverliehen und weitere Beschränkungen könnten desaströse Folgen mit sich bringen. Der Kredit ist bereits um Billionen an Dollar zurückgegangen, während die Arbeitslosigkeit weiter anwächst. Es steht außer Frage, dass es keine Erholung geben wird. Wie soll es auch eine Erholung geben, wenn nur wenig Geld und Kredit zur Verfügung stehen um die Kufen der Erholung zu schmieren? Das Einzige was wir erkennen können, ist ein Wechsel auf Inflationsphase 2. Die Frage ist, werden die Zentralbanken die Kontrolle verlieren – es ist ja offensichtlich, dass sie im Konzert agieren – und Opfer einer deflationären Depression.

In den USA sind die Immobilienzwangsversteigerungen von privaten wie auch gewerblichen Immobilien weiterhin am ansteigen. Der Versuch der Regierung dem Wohnungsmarkt unter die Arme zu greifen, ist angesichts der überwältigenden Situation erbärmlich gewesen. Bis 2011 könnten 50% der Hausbesitzer erledigt sein. Die Unternehmen bekommen nicht die Kredite die sie benötigen, also können sie auch nicht die Beschäftigung erhöhen und umso mehr Arbeiter rausgeschmissen werden, umso mehr werden ihre Häuser verlieren.

Die Notlage der US-amerikanischen Bundesstaaten ist sehr ernst. Kalifornien, New Jersey und Pennsylvania stehen kurz vor dem Bankrott. Diesen folgen Michigan, Illinois, Ohio und Florida. Wenn das Budget erst einmal verabschiedet worden ist, werden ungefähr USD 25 Milliarden unter den Staaten aufgeteilt um sie am Laufen zu halten. Wie uns allen klar ist, kann das nicht die Antwort sein. Der Freihandel, die Globalisierung und die Auslagerung haben sie weichgekocht – jetzt sind sie bereit für den Untergang.

Willkommen im faschistischen Amerika der Konzerne. Wir erleben Finanzdefizite von USD 2 Billionen pro Jahr, während die meisten transnationalen Konglomerate, Wall Street und die Banken obszöne Profite einstreichen und unsere Nation unter einer Arbeitslosigkeit von 21,75% leidet. Was die Sache noch verschlimmert, sind die Kriege und Besetzungen im Irak und in Afghanistan, welche den Steuerzahler ungeplante Verluste von USD 1 Billion bescherten. Eine Nation kann einfach nicht so dumm sein. Das ist so geplant worden.

Die jüngsten TIC-Daten müssen für Jeden, der den amerikanischen Schuldenproblemen folgt, ernüchternd gewesen sein. Die von den Chinesen gehaltenen US-Staatsanleihen fielen um USD 34,2 Milliarden oder 4,3%. Japan erhöhte seine Anteile auf USD 11,5 Milliarden. Das verleiht Japan die zweifelhafte Ehre weltweit größter Halter von US-Staatsanleihen zu sein. Die weltweit gehaltenen US-Staatsanleihen fielen im Dezember um USD 53 Milliarden. Verkäufe in Höhe von USD 53,2 Milliarden sind auf ausländische Zentralbanken zurückzuführen. 2008 stieg der von ihnen gehaltene Anteil auf USD 456 Milliarden, 2009 ging dieser um USD 500 Millionen zurück. Ein Ergebnis dieser Entwicklung war, dass die Fed 2009 80% der US-Staatsanleihen durch Monetisierung aufkaufte.

Das Finanzdefizit wird sich 2010 zwischen USD 1,6 Billionen und USD 2 Billionen bewegen. Das sollte die Schulden auf 95% bis 100% des Bruttoinlandsprodukts treiben. Den USA geht es vielleicht nicht so schlecht wie Griechenland, aber sie sind auf den Weg dahin. Unser US-Finanzminister, Herr Geithner, erklärt uns, dass unser AAA Rating nicht in Gefahr ist abgewertet zu werden – obwohl die Fed 80% der Staatsanleihen aufkaufen muss. Trotz seiner Meinung bleiben die Bewertungen von Moody´s weiterhin eine Farce, da die USA nicht die einzigen sind, die eine Abwertung verdienen, sondern hier noch eine Reihe weiterer Länder hinzukommen. Im Endeffekt ist es so, dass die Schulden für viele Nationen einfach nur überwältigend sind, es noch viel schlimmer wird und es alles in allem wahrscheinlich nicht dergestalt abgeändert werden kann, dass es der Wirtschaft ermöglicht wird sich zu erholen und zu reparieren. Wenn eine konservative Fiskalpolitik eingeleitet wird um die Schulden zurückzudrängen und abzubezahlen, kann es auch keine Erholung geben. Der Stimulus wird kurzerhand enden.

Der Tag der Abrechnung oder der Entscheidung steht uns nun bevor. Entweder man bereinigt das System seiner Exzesse und erlaubt es den Pleitekandidaten zu scheitern. Dann leidet man unter einer Verdopplung der Arbeitslosigkeit, Pleiten der Bundesstaaten, einem Absturz von Aktien- und Anleihen. Tut man dies nicht und führt die Ankurbelung fort, werden die späteren Konsequenzen noch schrecklicher sein. Das Spiel auf Leben und Tod hat nun begonnen und es ist ein Spiel, welches die FED und das US-Finanzministerium verlieren werden, ganz egal, welchen Weg sie auch einschlagen. Die Regierung wird Ihnen ganz sicher nicht die Wahrheit sagen; das müssen Sie schon selber für sich rausbekommen, indem Sie Radio hören oder ins Internet gehen. Die Regierung wird Ihnen auch nicht erklären, dass sich die Schulden innerhalb der letzten Jahre um 120% oder USD 6,7 Billionen, also um jährlich USD 677 Milliarden erhöhten. Die neue Hochrechnung für die nächsten zehn Jahre beläuft sich auf durchschnittlich USD 853 Milliarden jährlich. Das hat kaum etwas mit fiskalischer Einschränkung zu tun und macht die Schulden völlig unbezahlbar. Das ist keine nette Geschichte, aber die Regierung und die Fed beabsichtigen auch nicht irgendetwas zu ändern, obwohl wir der Meinung sind, dass sie wegen weltweit ähnlicher Probleme bald dazu gezwungen sein werden.

Es steht außer Frage das Griechenland und Andere sehr schlimme Schuldenprobleme haben, aber für stellen die Probleme Griechenlands nur eine Ablenkung dar, etwas um die Investoren und Amerikaner von Amerikas wachsender, nicht zu bedienender Schuldenbombe abzulenken. Ausländer haben die Käufe von US-Staatsanleihen dramatisch zurückgefahren und die wirklichen Zinssätze auf zehnjährige Staatsanleihen sind in den letzten Monaten zwischen 0,375% und 0,5% gestiegen, da die Käufer mehr Rendite auf langfristige Anleihen fordern. Die Griechen haben eine Abwertung ihrer Ratings einstecken müssen, was die USA, Großbritannien und Andere bis auf Weiteres entlastete. Unglücklicherweise bekommt Europa deswegen nun negative Auswirkungen zu spüren, welche sich in Form von Druck auf den Euro bemerkbar machen, der auf dem Weg sein könnte zur Unwährung zu werden. Tatsächlich könnten zukünftige Ereignisse nicht nur dem Euro, sondern auch der Europäischen Union ein Ende bereiten.

Letzte Woche stieg der Dow Jones um 3%; S&P um 30 Punkte, Russell um 3,3% und Nasdaq 100 um 2,4%. Bankenwerte stiegen um 4,2%; Broker/Handelshäuser um 2,9%; Transport um 3,5%, der Verbrauch um 2,8%, Betriebsmittel um 3,6%, High-Tech um 2,8%, halbfertige Güter um 3,1%, Internetfirmen um 3,3% und Biotech um 3,2%. Anlagegold stieg um USD 25,00 und der HUI-Index stieg um 2,25 Punkte. Der USDX stieg um 0,4% auf 80,57.

Zweijährige Staatsanleihen stiegen um 9 Basispunkte auf 0,87% und mit zehnjähriger Laufzeit um 8 Basispunkte auf 3,78%. Deutsche Anleihen stiegen um 9 Basispunkte auf 3,28%.

Die festverzinsliche Hypothekenrate von Freddie Mac mit 30-jähriger Laufzeit sank um 4 Basispunkte auf 4,93%; mit 15-jähriger Laufzeit sank sie um einen Basispunkt auf 4,33% und die einjährigen variabel verzinslichen Hypotheken fielen um 10 Basispunkte auf 4,23%. Die Jumbo-Rate mit 30-jähriger Laufzeit fiel um 2 Basispunkte auf 5,905%.

Die Geldmenge M2 stieg um USD 14 Milliarden an. Seit Jahresbeginn sank sie jedoch um USD 27 Milliarden, während sie innerhalb der letzten 12 Monate um 14,9% zunahm.

Die Gesamtmenge der Geldmarktvermögen fiel um USD 37 Milliarden auf USD 3,161 Billionen. In den ersten sieben Wochen des Jahres ist diese Zahl um USD 133 Milliarden gefallen und ging innerhalb der letzten 12 Monate um 18,5% zurück.

Die Gesamtmenge ausstehender Wertpapiere erhöhte sich um USD 3,9 Milliarden auf USD 1,138 Billionen. Sie fiel im Jahresvergleich um USD 383 Milliarden oder 25,2%.

Diese Woche gibt es eine weitere Serie von Auktionen von US-Staatsanleihen in Gesamthöhe USD 126 Milliarden. Die erste Tranche von inflationsgeschützten Anleihen mit 30-jähriger Laufzeit war sehr schwer abzuverkaufen. Die Bid-to-Cover Rate lag bei 2,45%, was nur fair war. Der indirekte Selbstbehalt lag bei 42%.

Der Chicago National Activity Index für Januar lag bei 0,02.

Der US-Einlagensicherungsfonds, FDIC, zog am Freitag vier Banken aus dem Verkehr, ein Ereignis, dass wir „FDIC – freitagnächtliche Finanzielle Verrücktheiten“ nennen: 20 Banken haben es dieses Jahr soweit gebracht. Wir rechnen mit weiteren 500 bis 1.000 Pleiten innerhalb der nächsten anderthalb Jahre. Die FDIC hat nur noch USD 92 Milliarden.

Die Märkte wurden erneut erschüttert, da enthüllt wurde, dass Goldman Sachs drei Scheinfirmen in London gründete um für die griechische Zentralbank Gelder durchzuschleusen, was es ihnen erlaubte unter Umgehung der Regeln der Europäischen Zentralbank Anleihen herauszugeben. Die Märkte blieben dennoch stabil. Hier erkennt man wieder sehr schön die systemische Korruption im internationalen Finanzsystem, besonders in New York City und London.

Der Anstieg des Diskontsatzes ist bedeutungslos, weil nur sehr wenige Institutionen das Diskontfenster der Fed nutzen. Wie wir bereits zuvor erwähnten, machte Gold in den 70ern beim Anstieg der Zinssätze eine gute Performance. Die US-Behörde für Arbeitsstatistik, BLS, berichtet einen Anstieg des Konsumerpreisindex von 2,63%, wobei dieser in Wirklichkeit über 7% liegt. Ein Fünftel aller US-Hypotheken sind notleidend. Die deflationäre Depression wird kommen. Die Frage ist wann. Noch dramatischer ist, dass das US-Finanzministerium immer mehr Schwierigkeiten bekommt Anleihen zu verkaufen, wo China sich dieser gerade in Höhe von USD 34,2 Milliarden entledigte.

Bank of America erreichte mit der US-Börsenaufsicht, SEC, für eine Zahlung von USD 150 Millionen einen Vergleich bezüglich des Verschmelzens mit Merrill Lynch und wie üblich ging dafür Niemand ins Gefängnis. Die Illuministen gehen nie ins Gefängnis. Bank of America versäumte es die Verluste von Merill ordentlich auszuweisen; danach gab die Bank USD 5,8 Milliarden an Boni frei. Die Aktionäre müssen für diesen Betrug die Strafzahlung leisten. So etwas wie Kriminalität und Bestrafung gibt es nicht mehr.

Die großen Lehrerentlassungen haben begonnen. San Francisco wird 900 Lehrer entlassen; Kalifornien könnte bis Ende Juni 100.000 Jobs von der Grundschule bis zur 12. Klasse streichen. Die Countys Santa Barbara und San Luis Obispo entlassen bei den Polizeibehörden und schließen Jugenderziehungsanstalten.

20% der Arbeitnehmer sind unterbeschäftigt und arbeiten Teilzeit. Im Vergleich zu Vollzeitbeschäftigen geben sie 36% weniger für Haushaltseinkäufe aus. Offiziell stellen sie 16,5% der gesamten Arbeiterschaft, aber Gallup zeigt, dass es 19,9% sind.

Das Konsumentenvertrauen in den USA – ein Zeichen dafür, dass die Ausgaben langsam wieder Fuß fassen könnten, wenn die Wirtschaft sich erholt – fiel im Februar stärker als erwartet auf den niedrigsten Stand seit April 2009, da die Jobaussichten sich weiter eintrübten.

Der Konsumentenvertrauensindex des Conference Board ging auf 46 Punkte zurück, das liegt unter den niedrigsten Schätzungen von Ökonomen einer Umfrage von Bloomberg News. Die revidierten Zahlen im Januar lagen bei 56,5 Punkten, wie ein Bericht der in New York ansässigen privaten Forschungsgruppe heute zeigte. Sorgen bezüglich der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes drückten einen Index, welcher die aktuellen Bedingungen hierzu ausweist, auf den niedrigsten Stand seit 27 Jahren.

Die Häuserpreise stiegen in 20 US-Bundesstaten den siebten Monat in Folge an, was darauf hindeutet, dass dieser Wirtschaftsbereich sich inmitten der schlimmsten Rezession seit den 30er Jahren stabilisiert.

Der S&P/Case-Shiller Hauspreisindex stieg im Vergleich zum Vormonat saisonal bereinigt um 0,3%, das ist mehr als erwartet wurde und entspricht dem Zugewinn in November, wie die Zahlen des Conference Boards heute auswiesen. Das sind 3,1% mehr als im Dezember 2008, dem Monat mit dem niedrigsten Stand seit Mai 2007.

New Yorks Budgetdefizit könnte sich dieses Jahr auf USD 8,2 Milliarden belaufen, 10% über den zu Beginn diesen Monats prognostizierten Daten der Budgetabteilung, so der Bilanzprüfer Thomas DiNapoli

Auch die Steuereinnahmen könnten bis zum Ende des Fiskaljahrs, dem 31.03.2010, geringer ausfallen als ursprünglich angenommen, sagte DiNapoli. Eine USD 300 Millionen Zahlung, die man von Entwicklern einer Spielcasinostätte am Aqueduct Racetrack erwartete, kommt wohlmöglich ebenso wenig zustande, wie eine USD 200 Millionen Zahlung der Battery Park City Behörde und USD 250 Millionen aus Steueramnestieplan, sagte er.

Die Zahl der problembehafteten Kreditinstitute erreichte den höchsten Stand in 17 Jahren und der Fonds der Federal Deposit Insurance Corp. zum Schutz der Kunden vor Bankpleiten erhöhte seine Auszahlungen im zweiten Quartal, wie die Behörde berichtete.

Die FDIC hat insgesamt 702 Banken mit Vermögenswerten von USD 402,8 Milliarden mit Stand zum 31.12.2009 auf einer geheimen Liste. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Ende des dritten Quartals, wo 552 Banken mit USD 345,9 Milliarden an Vermögenswerten gelistet waren, sagten die Regulierer heute. Die Behörde sagte der Einlagensicherungsfonds habe ein Defizit von USD 20,9 Milliarden.

„In Einklang mit einer sich erholenden Wirtschaft, sehen wir Zeichen der Verbesserung in der Branchenperformance.“ sagte die Vorsitzende der FDIC, Sheila Bair, in einer Erklärung. „Aber wie wir bereits zuvor anmerkten, scheint die Erholung der Bankenbranche der Wirtschaft hinterherzuhinken, da die Branche sich durch ihre Problemanlagen hindurcharbeitet.“

Die Regulierer schließen die Banken so schnell wie noch nie in den letzten 16 Jahren. So wurden in den ersten sieben Wochen diesen Jahres 20 Kreditgeber geschlossen, nachdem 2009 – inmitten der Kreditverluste, die vom Zusammenbruch des Häuser- und Gewerbeimmobilienhypothekenmarktes herrührten – 140 Kreditinstitute dichtgemacht wurden. In 2007 und 2008 gingen insgesamt 28 Banken pleite.

Das Defizit des Einlagensicherungsfonds erhöhte sich von USD 8,2 Milliarden im letzten Quartal, als der Fonds seine erste negative Bilanz seit 1992 präsentierte, auf nun USD 20,9 Milliarden. Letztes Jahr verlangte die FDIC von den Banken die Beitragszahlungen für drei Jahre im Voraus zu entrichten und nahm dadurch mit Stand zum 31.12.2009 USD 46 Milliarden ein, wie die Behörde heute mitteilte. Die Behörde hat auch die Befugnis eine Kreditlinie bei dem US-Finanzministerium in Höhe von USD 500 Milliarden in Anspruch zu nehmen.

Die Obama-Regierung nimmt von ihrem Plan Abstand Handelsbanken davon abzuhalten Eigenhandel zu betreiben und favorisiert stattdessen eine abgemilderte Version des zentralen Lehrsatzes, der vorgeschlagenen „Volcker-Regel“, wie Banken arbeiten sollten, erklärten Personen, die mit der Situation vertraut sind.

Quellen erklärten der Washington Post, dass das Weiße Haus anstelle des Erlassens eines direkten Verbots des Eigenhandels vorschlagen wird den bei der Bundesregierung versicherten Banken höhere Cashreserven aufzuerlegen, sollten sie derartige Handelsgeschäfte noch durchführen wollen.

Diese 180-Graddrehung kommt inmitten von Anzeichen, dass die Regierung in ihrem Versuch den Gesetzgebern und Beamten des US-Finanzministeriums ein direktes Verbot zu verkaufen einen ausweglosen Kampf führt.

Am 21.01.2010 schlug Obama eine weitreichende Reform der Bankenwirtschaft vor, die den Banken den Besitz, das Investieren oder die Förderung von Hedge Fonds oder privaten Anlagefonds sowie die Durchführung von Handelsoperationen, welche nicht direkt den Kunden zugute kämen, verboten hätte.

Die Vorschläge wurden kurzerhand die „Volcker-Regel“ genannt, da sie vom früheren Vorsitzenden der Fed, Paul Volcker, verteidigt werden.

Seit der Ankündigung vor einem Monat, welche Wall Street in Erstaunen versetzte, seien die Ideen Volckers jedoch „marginalisiert“ worden, so Quellen, und es wird nicht erwartet, dass sich diese in den kommenden Tagen im Senat durchsetzen würden.

„Meinem Verständnis nach glaubt das Weiße Haus wirklich daran, aber das US-Finanzministerium und das Kapitol nicht, also wird man damit nicht weit kommen.“ sagte eine dem US-Finanzministerium nahestehende Person.

Die Boni von Wall Street stiegen 2009 um 17% im Vorjahresvergleich, da sich die Wertpapierbranche von der Finanzkrise erholte, so der Bilanzprüfer des US-Bundesstaates New York, Thomas DiNapoli.

Finanzfirmen verteilten 2009 USD 20,3 Milliarden im Vergleich zu USD 18,4 Milliarden in 2008, errechnete das Büro DiNapolis. Die Zahlen beruhen auf Einkommensteuererhebungen. Darunter fallen nicht Aktienoptionen oder andere Arten verzögerter Auszahlung. Der Bonuspool war der zweitgrößte aller Zeiten, so der Jahresbericht von DiNapoli.

Geld- und Aktienboni fielen im Vergleich zu 2007 um ein Drittel. Es wird davon ausgegangen, dass das Budgetdefizit des Bundesstaates New York bei USD 8,2 Milliarden liegen wird, 10% über den Schätzungen von Januar, da die Geldboni von Wall Street geringer als erwartet ausfielen, so Gouverneur David Paterson am 03.02.2010. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer lagen im Januar USD 1 Milliarde unter den erwarteten USD 7,08 Milliarden.

„Es wäre wünschenswerter ein vorhersagbares Wachstum und Profitabilität zu haben“ so DiNapoli in einem Interview mit Bloomberg vom heutigen Tage. „Da New York von der Branche im Hinblick auf die Gesundheit des Budgets abhängig ist, ist es für uns wichtig, dass Wall Street profitabel ist.“

Der durchschnittliche Bonus der Branche belief sich letztes Jahr auf USD 123,000 pro Person, so der Bilanzprüfer. Wall Street hatte im Dezember 3.900 neue Arbeitsplätze geschaffen und es wird erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Er sagte ein Anstieg bei Steuereinnahmen aus höheren Boni würde das Budgetproblem von New York nicht lösen.

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