Finanzkrise: In den nächsten 60 Tagen ist buchstäblich alles möglich

Die finale Vernichtung der Währungen und der Schuldeninstrumente wird rasch und heftig vonstattengehen. Man muss sich also vorher darauf vorbereiten. Man wird keine Möglichkeit mehr haben, in diesen Märkten zu agieren, wenn sie erst einmal außer Kontrolle geraten sind

Robert Fitzwilson, King World News, 21.10.2012

Der Begriff „Deus ex machina“ reicht weit in die Geschichte westlicher Literatur zurück. Es ist eine literarische Technik, die genutzt wird, um anscheinend unlösbare Konflikte zu lösen. Am Ende einer Tragödie oder sogar Komödie erscheint eine gottähnliche Gestalt, die mithilfe einer mechanischen Anlage, einer Bühnenmaschinerie, von der Decke oder vom Boden auf die Bühne befördert wird. Am Ende geht alles gut aus.

In Byzanz war es nicht unüblich, dass der Herrscher durch einen mechanischen Stuhl „vom Himmel herabgelassen“ wurde, um das Volk im Gericht an seine Göttlichkeit und seine Fähigkeit zu erinnern, jedwedem unlösbaren Konflikt eine glückliches Ende zu bescheren.

1914 gab es eine beliebte Filmserie mit dem Titel „The Perils of Pauline“. Bei der Serie nutzte man eine Technik namens „Cliffhanger“, bei der die einzelnen Filme immer ein offenes Ende hatten. Jede Folge endete mit irgendeinem ungelösten Konflikt, weshalb sich der Zuschauer auch die nächste Folge anschauen musste, um zu erfahren, was Pauline widerfuhr. Der Konflikt würde in der nächsten Folge gelöst werden, aber die neue Folge würde ebenfalls wieder mit einem Cliffhanger enden.

Letzte Woche sprang ein mutiger Mann mit einem Fallschirm aus 39 Kilometern Höhe auf die Erde und konnte dabei erfolgreich landen. Wer die Bilder des Absprungs sah, wird diesen atemberaubenden Moment niemals wieder vergessen.

Und genau dieser Moment des Absprungs fängt im Grunde das Bild ein, mit dem der aktuelle Zustand unserer Spezies und unserer Wirtschaften wohl am besten beschrieben werden kann. Die Menschheit hat sich dazu entschieden, in diesen Ballon zu steigen, und die Zeit des Absprungs rückt immer näher. Werden wir über eine überraschende Deus ex machina verfügen, die uns ein Happy End beschert? Werden wir es bis zur nächsten Episode neuer Krisen schaffen oder wird es ganz einfach kein Happy End und keine neuen Folgen geben?

In den nächsten 60 Tagen ist buchstäblich alles möglich. Die Preise für US-Staatsanleihen sind auf Rekordhochs geklettert, obwohl das Angebot dieser Papiere massiv gestiegen ist. Der S&P 500 notiert nahe seiner Allzeithochs, ungeachtet der Tatsache, dass das Handelsvolumen und die Zahl der am Markt partizipierenden Akteure zurückgehen. Die Zinsen sind aktuell extrem niedrig und liegen in einigen wichtigen Märkten sogar im negativen Bereich. Die Staatsschulden türmen sich ungebrochen weiter auf. Die Demonstrationen gegen die Austeritätsmaßnahmen nehmen weiter zu und erreichten jüngst sogar London. Und auch die gigantischen Haushaltsdefizite der Staaten halten unvermindert an. Unterdessen sammeln sich Armeen und Marinestreitkräfte im Nahen Osten. Die Liste ließe sich noch fortsetzen …

Ich hoffe, dass die Menschen die Warnungen von mir und anderen bei King World News ernst genommen haben. Während all diese unbeantworteten Fragen unter den Gesellschaften und in den Märkten extremes Chaos hervorrufen könnten, gibt es proaktive Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die negativen Auswirkungen und die Schocks der uns bevorstehenden Ereignisse zu minimieren.

Wer immer noch keine Maßnahmen eingeleitet hat, um seine Ersparnisse zu schützen, sollte langsam damit anfangen. Wir befinden uns nun in einer Zeit, wo man sehr wachsam und flexibel sein sollte, um auch in der Lage zu sein, auf die sich entwickelnden Ereignisse entsprechend zu reagieren.

Wenn man Maßnahmen zum Vermögenserhalt ergreift, heißt das nicht, dass man vor Rückgängen gefeit ist. Es bedeutet, dass man im Vergleich zu anderen Investmentformen so gut als möglich abschneidet und das Wohlergehen der Familie aufrecht erhalten wird. In Fiatwährungen ausgepreist können Rohöl, Gold und Silber natürlich schwanken, doch die Geschichte hat gezeigt, dass reale Vermögenswerte der ultimative Rückzugsort sind, wenn alles andere scheitert.

Wir sind der Auffassung, dass sich all jenen, die sich an das uns bevorstehende neue politische und wirtschaftliche Umfeld anpassen, eine Fülle an Möglichkeiten bieten wird. Kurzfristig gesehen sollte man sich jedoch auf ein paar sehr holprige Monate einstellen.

Wie der Charttechniker Dan Norcini ausführte, waren die Ereignisse an den Märkten am Freitag außerordentlich interessant. Viele der wichtigen Aktien, die als Gradmesser für die Stimmung des Markts fungieren, haben Korrekturen durchgemacht, wobei einige dieser Korrekturen sogar ziemlich heftig ausfielen. Im Gegensatz dazu performten einige der wichtigen Titel der Edelmetallminenbranche aber außerordentlich gut.

Wenn man solche Minentitel und die zugrunde liegenden Metalle besitzt, bedeutet das nicht, dass man vor Preisschwankungen gefeit ist. Meines Erachtens dürften diese Vermögenswerte jedoch alle anderen Vermögensklassen ausstechen. Freitag war ein Hinweis darauf, dass sich diese Vermutung tatsächlich bewahrheiten könnte.

Während Bargeld und Schuldeninstrumente in der Vergangenheit in der Tat eine sichere Wahl gewesen sind, stellen sie im Hinblick auf die weiter anhaltende Währungsvernichtung die absolute Katastrophe dar! Sie werden solange sicher sein, bis sie es nicht mehr sind. Die finale Vernichtung wird rasch und heftig vonstattengehen. Man muss sich also vorher darauf vorbereiten. Man wird keine Möglichkeit mehr haben, in diesen Märkten zu agieren, wenn sie erst einmal außer Kontrolle geraten sind, von einem Kriegsausbruch im Nahen Osten ganz zu schweigen.

Sollten die unbeantworteten Fragen in den kommenden 60 Tagen gelöst werden, würden wir mit steigenden Zinssätzen und einer massiven Rally an den Aktienmärkten rechnen. Es würde abermals das trügerische Gefühl Einzug halten, dass weltweit eine historische Wirtschaftserholung stattfindet.

Gold und Silber werden ihre säkularen Aufstiege weiter fortsetzen, obwohl es denkbar ist, dass es anfangs – wenn die Menschen das Gefühl haben, dass wir unsere fiskalischen Ungleichgewichte doch irgendwie in den Griff bekommen können – noch Rücksetzer geben wird. Diese Hoffnung wird jedoch von sehr kurzlebiger Natur sein. Es dürfte viele Jahre dauern und des ausdrücklichen Auftrags der Bevölkerung bedürfen, um das zu erreichen.

Die Vermögensvernichtung wird sich also fortsetzen, während die Fiatwährungen weiter fallen. In der Zwischenzeit sollte man Gold und Silber kaufen und damit rechnen, dass die Aktienmärkte eine bedeutende Rally hinlegen könnten, sollten die Menschen mittelfristig von einer positiven Entwicklung ausgehen.

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