Katastrophale Finanzblasen soweit das Auge reicht

Zum Glück gibt es ein glänzendes Gegenmittel, um sich vor den durch die Zentralbanken geschaffenen Finanzblasen zu schützen

Richard Russell, King World News, 06.11.2012

Was tut der Fed-Chef Bernanke eigentlich für den Dollar, oder besser gesagt gegen ihn? Indem Bernankes Federal Reserve zig Millionen zusätzlicher Dollars geschaffen hat, hat sie den Dollar nach unten gehämmert, doch aufgrund der Schwäche der anderen wichtigen Währungen hat der Dollar – der aktuell überverkauft ist – in den letzten paar Tagen sogar noch eine Rally hinlegen können.

Bernanke beharrt darauf, dass sein „QEwigkeit“ nicht inflationär sei. Als Beweis dafür, zieht die Fed lächerliche Inflationsindikatoren heran, bei denen die steigenden Nahrungsmittel- und Energiepreise einfach ausgeblendet werden. Doch worüber Bernanke nicht spricht, ist die Inflation bei Rohstoffen und Realwerten.

Die Preise für Kunstgegenstände, Medizin, Studiengebühren und Nahrungsmittel sind durch die Decke geschossen. Fakt ist, dass sich gegenwärtig in einer Vielzahl von Bereichen Blasen ausmachen lassen. Die Rendite des Dow Jones liegt bei 2,56%, weit unter dem klassischen Gefahrenniveau von 3,5%. Laut dem Renditezyklus befindet sich der Aktienmarkt gegenwärtig in einer gefährlichen Blase. Und da die Renditen bei den Anleihen zurzeit unglaublich niedrig sind, befindet sich auch der Anleihemarkt in einer Blase.

Kunstgegenstände sind in einer irrsinnigen Blase. Die Preise für Klassiker sind von USD 35 Millionen auf USD 50 Millionen oder noch stärker gestiegen. Die Preise für hochbegehrte Dinge wie Oldtimer sind buchstäblich durch die Decke geschossen. Ausgewählte Sammlerstücke befinden sich in einer Blase. Fast jeder Kaufabschluss wird heutzutage in Milliarden beziffert – was ist eigentlich mit der Zahl Tausend passiert? Wall Street und ganz allgemein die Unternehmen befinden sich in einer Blase.

Kurzum: Wir leben in einer Welt voller Blasen – eine Welt, die Bernankes Federal Reserve geschaffen hat. All das bereitet nach meinem Dafürhalten einem absolut massiven Bärenmarkt die Bühne. Ich hoffe, ich kann meinen Abonnenten dabei helfen, den kommenden Bärenmarkt überleben.

Der Dollar ist das Spiegelbild des Euros (siehe unten stehenden Chart). Fällt der Euro, steigt der Dollar und umgedreht. Der sinkende Dollar zieht die weltweiten Fiatwährungen immer weiter in die Tiefe, da die anderen Währungen wegen ihrer Exportwirtschaft die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem Dollar und dem Euro aufrecht erhalten müssen.

Gold überraschte mich unterdessen mit seiner Stärke. Ich dachte, es würde bis Ende des Jahres brauchen, bevor Gold erneut in den Bereich von USD 1.700 bis USD 1.800 pro Unze klettern würde. Ich nutze den börsennotierten Goldfonds GLD als Stellvertreter für den Goldpreis:

Wie aus der oben stehenden Grafik hervorgeht, gab es heute einen großen Preissprung bei Gold. Am unteren Rand der Grafik sehen wir die langsame Stochastik-Linie, die sich auf dem niedrigsten Niveau seit Mai dieses Jahres befindet. Und noch besser: Der Indikator scheint aktuell wieder zu steigen.

Ich denke, das Besondere am heutigen Tag war Gold, das sich einfach nur wunderbar verhielt. Der Goldpreis ist um USD 31,80 pro Unze auf USD 1.715 pro Unze gestiegen. Die nächste ernstzunehmende Kursbewegung sollte den Goldpreis über USD 1.800 pro Unze tragen.

Alle Edelmetalle und die mit ihnen in Zusammenhang stehenden Indizes wie der GDX, der GDXJ, der CEF, der SLV, der HUI usw. sind heute mit einem Plus aus dem Handel gegangen. Noch einmal: Der Vorteil, wenn man Anlagemünzen besitzt, besteht darin, dass man nicht in Versuchung gerät, mit ihnen zu traden.

Das Schwerste am Bullenmarkt ist, eine Position aufzubauen und diese dann auch zu halten und sich mit dem Trading zurückzuhalten. Wer während eines Bullenmarkts spekuliert, manövriert sich in der Regel noch vor dem nächsten Aufwärtsschub selbst aus dem Markt.

Gold hat einen großen Vorteil: Man muss sich nie Sorgen darüber machen, dass Gold pleitegehen könnte. Man kann Gold also tatsächlich einfach so halten, ohne dass dies irgendwelche Folgen hätte. Die beste Methode, wie man mit Gold in einem Bullenmarkt umgehen sollte, ist zuzukaufen und niemals zu verkaufen – einfach immer nur weiter zukaufen.

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