Krisenvorsorge: Gold, Papiergeld & der kommende Crash

„Wenn etwas nicht auf immer und ewig weitergehen kann, wird es aufhören.“

G. E. Christenson, Deviantinvestor.com, 15.11.2012

Beginnen wir einfach mit ein paar Fakten und Annahmen und folgen dann der Logik:

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten Menschen mit diesen einfachen Aussagen konform gehen würden.

Wir wissen, dass die Vereinigten Staaten (und der Rest der Welt) ungedeckte Papierwährungen verwenden, die in den vergangenen 40 Jahren vielleicht 90% ihres Werts verloren haben. Wir wissen, dass die offizielle Staatsverschuldung der USA die Marke von USD 16 Billionen überschritten hat und rasch weiter steigt. Die jährliche Wachstumsrate der US-Staatsverschuldung lag in den letzten fünf Jahren bei durchschnittlich 12%.

Überdies wissen wir, dass der aktuelle Wert der nichtfinanzierten künftigen Zahlungsverpflichtungen der US-Regierung bei der staatlichen Rentenkasse, der Gesundheitsversorgung, den Arzneimittelprogrammen, den Militärpensionen und weiteren Verbindlichkeiten zwischen USD 100 Billionen und USD 220 Billionen liegt, je nachdem welche Berechnungsmethode zur Anwendung kommt. Es ist aber völlig unerheblich, welche Berechnungsmethode nun eigentlich die richtige ist, da die US-Regierung so oder so nicht in der Lage ist, Forderungen dieser Größenordnung zu begleichen.

Die aktuelle Staatsverschuldung der USA übersteigt heute bereits die Marke von USD 16 Billionen, und bei der aktuellen Wachstumsrate wird die US-Staatsverschuldung in vier Jahren auf rund USD 25 Billionen gestiegen sein. Die Zinssätze für US-amerikanische Staatsschulden notieren unterdessen auf historisch niedrigen Niveaus, da die US-Notenbank Federal Reserve ihre „Gelddruckmaßnahmen“ weiter fortsetzt und mit diesen Geldern dann riesige Mengen an Staatsanleihen aufkauft.

Nehmen wir einfach mal an, die US-Staatsverschuldung beläuft sich im Jahr 2016 auf USD 25 Billionen, während der Zinssatz bei moderaten 5% liegt. Ja glauben Sie denn, dass die US-Wirtschaft in der Lage sein wird, jedes Jahr USD 1,25 Billionen an Steuereinnahmen zu generieren, nur um für die Zinszahlungen der US-Regierung aufzukommen?

Oder wie wäre es mit einem 6%igen Zinssatz bei Staatsschulden in Höhe von USD 35 Billionen bis USD 45 Billionen im Jahr 2020? Die Zinszahlungen lägen in diesem Falle bei rund USD 2,4 Billionen pro Jahr – das entspricht den gesamten Steuereinnahmen der US-Regierung in 2012. „Wenn etwas nicht auf immer und ewig weitergehen kann, wird es aufhören.“

Die US-Politiker werden sich wahrscheinlich für den leichtesten Weg entscheiden, um das von ihnen selbst geschaffene Haushaltsproblem anzugehen: Sie werden versuchen, die geringstmögliche Zahl an Wählern zu verärgern, sie werden es mit Hinhaltetaktiken versuchen, andere beschuldigen, Ausschüsse einberufen und die Probleme und Auswirkungen, so gut es eben geht, verschleiern.

Zu den Möglichkeiten gehören:

Ja es wird eine Vielzahl an kreativen Vorschlägen geben – aber all diese Vorschläge werden wahrscheinlich nicht dazu führen, dass der Staatshaushalt ausgeglichen wird, finanzpolitisches Verantwortungsbewusstsein Einzug hält oder es zu einem Schuldenschnitt kommt.

Sollte sich der Wert des Papiergelds letztlich dem Wert null annähern, die Staatsverschuldung niemals zurückgezahlt werden, die Regierung mit ihrer Kreditaufnahme weiter machen wie bisher und mehr ausgeben, als sie einnimmt, und dieser Prozess noch ein paar Jahre anhalten – ja womit ist dann eigentlich zu rechnen? Rechnen Sie besser mit dem Folgenden:

Das wirft natürlich die Frage auf, wie man sich darauf vorbereitet. Vielleicht sollten wir alle Papierinvestments abstoßen, Gold kaufen und uns auf eine Farm auf dem Land zurückziehen. Den meisten Menschen dürfte das jedoch nicht möglich sein. Darüber hinaus ist es so, dass die meisten Leute, obwohl sie wissen, dass bei der Wirtschaft zurzeit einiges erheblich im Argen liegt, noch gar nicht bereit sind, ihren heutigen Lebensstil aufzugeben.

Das Problem ist aber, dass es zu dem Zeitpunkt, wo klar wird, dass uns eine unmittelbare Wirtschaftskatastrophe bevorsteht, für die meisten Menschen bereits zu spät sein wird, um noch Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Ein Teil der Lösung besteht daher darin, schon heute (!) physisches Gold und Silber zu kaufen.

Sicher, Menschen können in einem außer Kontrolle geratenen Zug, der sich auf Crashkurs befindet, den lieben langen Tag Party machen, völlig ungeachtet der Tatsache, dass der Zug in ein riesiges Hindernis hineinrasen wird. Unser außer Kontrolle geratener Finanzzug wird den Status Quo in Schutt und Asche legen, während er in die mathematischen Konsequenzen hineinrast – es handelt sich hierbei schlicht um einen unvermeidlichen Finanzcrash. „Wenn etwas nicht auf immer und ewig weitergehen kann, wird es aufhören.“

Doch wann wird diese Kollision in den USA stattfinden? Jim Sinclair, eine der Lichtgestalten der heutigen Finanzwelt, geht davon aus, dass die USA vielleicht noch bis 2015 oder 2017 durchhalten werden, bevor der Kollaps kommt. Er empfiehlt den Kauf von physischem Gold, das man selber oder vielleicht in einer sicheren Lagereinrichtung aufbewahrt. Ich glaube, dass Silbermünzen und Silberbarren, die in sicheren und privaten Lagereinrichtungen verwahrt werden, ebenfalls ein schlaues Investment sind.

Doch da wir nicht wissen, wann der Crash kommt, macht es bedeutend mehr Sinn, sich bereits heute vorzubereiten – selbst wenn es früh ist –, als einfach nur abzuwarten und zu hoffen. Sollten all diese potenziellen Katastrophen auf einmal wie durch ein Wunder verschwinden und unsere Finanzwelt weiter machen wie bisher, werden die Vorbereitungsmaßnahmen, die man ergriffen hat, schlimmstenfalls eine billige Versicherung sein. „Kaufen Sie diese Versicherung“, solange Sie noch die Möglichkeit dazu haben.

Sind Sie bereits vorbereitet? Besitzen Sie bereits ausreichend Finanzversicherungen in Form von physischen Gold und Silber?

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