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Gold & Silber: Langsam reicht’s mit der Korrektur!

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Seit über anderthalb Jahren durchlaufen die Edelmetalle eine Korrekturphase. Für eine explosive Fortführung des Edelmetallbullenmarkts sollte sich mittlerweile genug Energie aufgestaut haben. Um in die nächste Phase zu starten, müsste Gold die Marke von USD 1.700 pro Unze und Silber die Marke von USD 31,00 pro Unze nachhaltig durchbrechen

Gary Tanashian, biiwii.com, 01.01.2013

Gestern veröffentlichte ich einen provokanten Artikel mit dem Titel „Silber befindet sich in einer Bärenflagge“, um auf einige positive Meldungen und, nun ja, … die Bärenflagge bei Silber zu reagieren, die beim Tageschart von Silber nach wie vor intakt ist.

In diesem Artikel strich ich aber auch ein positiveres Bild bezüglich des Risiko/Gewinn-Verhältnisses bei den Edelmetallen heraus. Die Gründe für diesen positiven Ausblick sind unter anderem:

Wichtig ist auch, dass der Wert von Gold während der langen und bullischen Konsolidierung der vergangenen anderthalb Jahre praktisch unverändert blieb. Wie aus der nachfolgenden Grafik, die von der Federal Reserve von St. Louis stammt, hervorgeht, hat sich der Wert von Gold genau genommen seit Beginn des Bullenmarkts nicht verändert.

Die Grafik weist den um die US-Geldbasis bereinigten Goldpreis aus. Die Geldbasis ist der entscheidende Gradmesser, den man im Auge behalten sollte (im Gegensatz zu M2, MZM oder der Geldumlaufgeschwindigkeit), wenn man Hinweise auf die Inflation erhalten will.

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Goldpreis bereinigt um die US-Geldbasis

Wie Sie sehen, hat der Goldbullenmarkt – gemessen an der US-Geldbasis – noch nicht einmal richtig angefangen. Schaut man sich diese Daten an, dann hat sich Gold während seiner nominellen Korrektur im Grunde seitwärts bewegt.

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US-Geldbasis

Der wöchentliche Goldpreischart zeigt, dass der Goldpreis die obere Kannte seiner wichtigen Stützungszone touchierte, was man auch grob als „höheres Tief“ der Tiefs vom Sommer 2012 bezeichnen könnte. Der MACD befindet sich im grünen Bereich und weist einen Aufwärtstrend aus, ging jedoch im Rahmen der jüngsten Korrektur wieder zurück. Der Relative-Stärke-Index notiert unterhalb seiner wichtigen Widerstandsmarke von 50 Punkten und der wöchentliche Trend des AROON-Indikators zeigt ebenfalls nach oben.

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Goldpreischart auf Wochenbasis. Zum Vergrößern anklicken. 

 

Gold könnte beweisen, dass es sich nicht in einer Bärenflagge befindet, indem es über die 20- und 35-Wochen-Linie ausbricht. Diese beiden Linien hatten, als sie durchbrochen wurden, ein Preisziel von rund USD 1.600 pro Unze ausgeworfen. Gold ist aber zwischenzeitlich bereits in diesen Bereich abgesunken und hat auch einen 62%-Fibonacci-Widerstand getroffen. Das sollte man im Auge behalten.

Und auch der Wochenchart von Silber beschert uns einen Blick aufs große Ganze:

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Silberpreischart auf Wochenbasis. Zum Vergrößern anklicken. 

 

Silber sprang ebenfalls am 62%-Fibonacci-Widerstand zurück und sein wöchentlicher Trend zeigt nach oben. Silber ist mittlerweile überkauft genug, um sich für ein Ende der Korrektur zu qualifizieren. Die Bärenflagge wird jedoch erst dann ungültig, wenn das weiße Metall über USD 31 pro Unze klettert und die 20- und 40-Wochen-Linie durchbricht.

Zusammenfassung:

Gold muss die Marke von USD 1.700 pro Unze knacken, um seine Korrektur zu beenden, und danach die Marke von USD 1.800 pro Unze durchbrechen, um neue Ziele ins Auge zu nehmen. Von da aus sind nach oben hin keine Grenzen mehr gesetzt, wenn man bedenkt, welcher Wert sich mittlerweile in dem Geldmetall angestaut hat.

Silber könnte die bullischen Aktivitäten bei den Edelmetallen anführen, doch angesichts der bullischen Divergenz beim HUI/Gold-Verhältnis – wo gerade ein Tief ausgebildet wird – könnte es genauso gut sein, dass es am Ende die Minenaktien sein werden, die den nächsten Aufwärtsschub des Edelmetallkomplexes einleiten werden. Silber muss jedenfalls über die Marke von USD 31 pro Unze steigen, damit die Zeichen auf grün stehen.

Wir haben jetzt schon seit über anderthalb Jahren mit der Edelmetallkorrektur zu kämpfen. Wenn sie vorbei ist, wird die angestaute Energie für ein echtes Schauspiel sorgen. In einem Umfeld, wo künftig weniger das intensive Risikomanagement der letzten anderthalb Jahre, sondern vielmehr die Fortführung des Edelmetallbullenmarkts im Vordergrund stehen dürfte, beabsichtige ich, qualitativ hochwertige Edelmetallminenaktien – also die mit belastbaren und positiven Daten und nicht die mit irgendwelchen Geschichten über Löcher im Boden – sowie die Metalle selbst zu halten.

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