G. E. Christenson, The Deviant Investor, 07.01.2013

1. Der beste Augenblick, um mit den Vorbereitungsmaßnahmen zu beginnen, war vor rund zehn Jahren. Der zweitbeste Augenblick ist heute. Arbeiten Sie einen Plan aus und handeln Sie danach. Senken Sie als erstes Ihre Lebenshaltungskosten und entledigen Sie sich Ihrer Kreditkartenschulden.

2. Rechnen Sie mit tiefgreifenden Veränderungen! Ich hoffe, dass der unvermeidliche Währungskollaps langsam und sanft und nicht schnell und zerstörerisch vonstattengehen wird, doch die Geschichte deutet eher darauf hin, dass es schnell und schmerzvoll sein wird.

3. Steigen Sie aus den Papiervermögenswerten aus und investieren Sie in Realwerte. Da fallen mir spontan Gold, Silber, Ackerland, Mietimmobilien und Gebäude ein.

4. Es dreht sich alles um die richtige Perspektive! Es ist besser, zu früh dran zu sein als zu spät. Und es ist besser, sich auf sich selbst zu verlassen, anstatt auf eine staatliche Behörde angewiesen zu sein, um Nahrungsmittel und Obdach zu erhalten. Tun Sie alles in Ihrer Macht stehende, um Ihre Finanzangelegenheiten, Ersparnisse und Rente in die eigene Hand zu nehmen.

5. Rechnen Sie bei Nahrungsmitteln, Energie, dem Transportwesen, der medizinischen Versorgung usw. mit einer riesigen Verbraucherpreisinflation.

6. Die Mittelschicht wird es am stärksten treffen. All jene, die planen und sich vorbereiten, werden jedoch durchkommen und Erfolg haben. Erstellen Sie sich einen Plan!

7. Die staatliche Kontrolle über die Wirtschaft wird weiter zunehmen. Die Überwachung des Einzelnen wird weiter zunehmen; es wird bedeutend weniger persönliche und finanzielle Privatsphäre geben. Bereitend Sie sich entsprechend darauf vor!

8. Der Währungskollaps wird mit gesellschaftlichen Veränderungen einhergehen. Diese könnten gewaltsam ausfallen. Die Regierung bereitet sich auf vielerlei Art auf Gewalt in der Gesellschaft vor. Und Sie?

9. Die währungsinduzierte Kostendruckinflation scheint unvermeidlich. Wann? Ich würde mal tippen lange vor dem Jahr 2016. Eine Verdopplung des Benzinpreises ist durchaus möglich. Wischen Sie das nicht einfach vom Tisch, nur weil es sich extrem anhört. Vielleicht ist es sogar zu niedrig gegriffen.

10. Die Wirtschaftsmanipulationen, Fehlinvestitionen und nicht tragfähigen politischen Entscheidungen werden eine Selbstkorrektur erfahren. Stellen Sie sich darauf ein, dass solche Korrekturen und Anpassungen schmerzvolle Konsequenzen haben werden. Umso größer die Blase, desto katastrophaler und größer fällt der Kollateralschaden aus. Und es scheint, als wäre die Staatsschulden- und Papiergeldblase nicht nur sehr groß, sondern auch bereit zu platzen.

Aber warum sind diese zehn Maßnahmen überhaupt notwendig? Die nachfolgenden Dinge halte ich für Tatsachen:

  • Unser Finanzsystem ist, so wie es gegenwärtig operiert, nicht tragfähig. Die unproduktiven Schulden können nicht auf immer und ewig ausgeweitet werden. Ich gehe hier mal davon aus, dass das für jeden einsichtig ist. Jim Sinclair sagt, dass das Finanzsystem bereits ein Stadium erreicht hat, wo es nicht mehr zu retten ist, womit nach seinem Dafürhalten auch die Frage geklärt wäre, warum man Gold besitzen sollte.
  • Die Haushaltsdefizite der US-Regierung steigen Jahr für Jahr weiter an. Und das bedeutet nicht nur, dass die (offizielle) Gesamtverschuldung der USA jedes Jahr größer wird, sondern sich die Verschuldungsrate überdies auch noch beschleunigt. Seit dem 01.10.2000 sind die Staatsschulden im Schnitt um 9,1% pro Jahr gestiegen. Seit dem 01.10.2007 sind sie aber bereits um durchschnittlich 12,2% pro Jahr gestiegen. Noch schlimmer: Wir sprechen hier nur von den offiziellen Schulden – die nichtfinanzierten Verbindlichkeiten der staatlichen Pensions- und Krankenkassen, des Arzneibezuschussungsprogramms und die Beamtenpensionen werden hierbei noch nicht einmal berücksichtigt. Je nachdem, welcher Kalkulation man Glauben schenkt, liegen diese nichtfinanzierten Verbindlichkeiten irgendwo im Bereich von USD 100 Billionen bis USD 230 Billionen und steigen jährlich um USD 7 Billionen bis USD 11 Billionen. (Das gesamte US-BSP liegt bei USD 15 Billionen pro Jahr). Das wird jedenfalls nicht gut ausgehen.
  • Im Grunde stehen die ersten zwei Punkte im Widerspruch zueinander – und das bedeutet, dass hier gerade ein Finanzcrash im Gang ist.
  • Was könnte passieren? Wenn es von irgendeiner Sache zu viel gibt, verliert sie an Wert. Wenn wir zu viele Eier haben, fällt der Eierpreis. Wenn zu viele Autos zum Verkauf stehen, sinken die Autopreise. Die weltweiten Zentralbanken schaffen zurzeit atemberaubende Mengen an Dollars, Euros, Yens und anderen ungedeckten Papierwährungen. Ihr Wert wird daher gegenüber essentiellen Rohstoffen (Nahrungsmittel, Energie usw.) zurückgehen.
  • Wir haben viel zu viele Schulden im Finanzsystem, ganz egal, ob wir das nun an ihrem nominellen Wert oder an ihrem prozentualen BSP-Anteil festmachen. Der Wert der Schulden wird daher zurückgehen. Auf einige Schulden wird die Zahlungsunfähigkeit erklärt werden. Durch den unvermeidlichen Anstieg bei den Zinssätzen wird der Wert der Anleihen sinken. Und auch andere Formen von Schulden werden an Wert und Kaufkraft verlieren.
  • Die Politiker haben und gegenüber den Empfängern von Renten- und Krankenkassenleistungen und im Hinblick auf Beamtenpensionen exzessive Versprechungen gemacht und Garantien abgegeben. Diese Garantien können jedoch nicht eingehalten werden, weshalb sie an Wert und Kaufkraft verlieren oder schlicht unter den Tisch fallen werden.

Zusammenfassung:

Obwohl unproduktive Staatsschulden nicht auf immer und ewig ausgeweitet werden können, ist unser Finanzsystem zurzeit auf eine fortwährende Ausweitung der Ausgaben und Schulden angewiesen. Es sind bereits viel zu viele Dollars im Umlauf, es gibt schon viel zu viele Schulden, als dass sie zurückgezahlt werden könnten, und es gibt viel zu viele nichtfinanzierte Verbindlichkeiten, die von den Politikern zugesagt wurden.

Daher muss die Kaufkraft des Dollars ganz zwangsläufig zurückgehen. Viele Schulden werden nicht zurückgezahlt und zahlreiche Versprechungen werden nicht eingehalten werden. Und das heißt, dass die schuldenbasierten Einkommensströme zunehmend in Gefahr geraten. Hierzu gehören:

  • Leistungen aus der Rentenkasse: Der Staat muss sich heute bereits Geld leihen oder es drucken, um für die aktuellen Kosten aufzukommen. Der Wert der künftigen Zuwendungen wird daher mit Sicherheit sinken.
  • Die Anleihen und Pensionsversprechen von Kommunen und Bundessstaaten geraten immer stärker in Gefahr. Werden noch mehr Städte die Zahlungsunfähigkeit ausrufen? Warum sind die Rentenpläne dieser Städte immer stärker unterfinanziert? Wird Ihre Rente künftig davon verschont bleiben? Sie sollten darüber nachdenken, Ihre Rentenersparnisse in Gold und Silber umzuschichten. Die Edelmetalle sollten sicher außerhalb des Bankensystems gelagert werden.
  • Wenn die Zinssätze steigen, werden die 30-jährigen und 10-jährigen US-Staatsanleihen im Preis zurückgehen. Warum soll man einer insolventen Regierung für weniger als 3% Zinsen im Jahr (langfristig) Geld leihen, wo dieselbe Regierung sicherstellt, dass die Währung und die gekauften Schulden entwertet werden? Ist hier ein Finanzcrash im Gang?
  • Investment- und Geldmarktfonds, die auf Anleihen und anderen Schulden basieren, sind ebenfalls Gefahren ausgesetzt. Sollte auf die Schulden, die diese Fonds halten, die Zahlungsfähigkeit erklärt werden, geht er Wert dieser Fonds zurück. Das Ausfallrisiko ist real.

Warum sind Einkommen, die auf Schulden basieren, künftig immer stärkeren Gefahren ausgesetzt? Weil die Auszahlung einfach aufgeschoben werden kann. Oder die Forderungen werden mit entwerteten Mini-Dollars bezahlt. Und im Falle eines Ausfalls der Gegenpartei kommt es bei diesen Papieren zu massiven Wertverlusten.

Würden Sie lieber Realwerte ohne Kontrahentenrisiko halten? Falls ja, dann sollten Sie sich noch einmal die zehn Maßnahmen für mehr Sicherheit durchlesen und damit beginnen, ihr finanzielles Leben, so gut es geht, in die eigene Hand zu nehmen.