G. E. Christenson, The Deviant Investor, 17.01.2013

Welcher Sturm?

  • Ein Wirbelsturm aus digitalem Geld, das von den Zentralbanken geschaffen wurde, um Staatsschulden und andere windige Vermögenswerte der Banken aufzukaufen.
  • Eine Flutwelle aus defizitären Ausgaben der weltweiten Regierungen – Ausgaben, die künftig weiter anhalten werden, ganz gleich ob man es nun Gewohnheit, Konjunkturmaßnahmen, Schmiergeld oder Rettungspakete nennt.
  • Ein perfekter Sturm aus Derivaten – den finanziellen Massenvernichtungswaffen, die weiterhin unser Finanzsystem plagen, den Megabanken aber Milliardengewinne bescheren.
  • Ein Tornado aus Rettungspaketen, Krediten und Währungsswaps von der US-Notenbank, um die Banken, politisch gut vernetzte Personen und Firmen, europäische Länder und andere zu stützen.
  • Ein aufziehendes Donnerwetter neuer und höherer Steuern – vielleicht eine CO2-Steuer, eine Mehrwertsteuer und eine Vermögensabgabe …
  • Ein Tsunami an japanischen Yens. Der japanische Premierminister Abe hat ja geschworen, den Yen zu schwächen.

Warum brauchen wir eine Zuflucht?

  • Die Derivate verfügen über enorme Ausfallrisiken. Das internationale Finanzsystem erscheint immer brüchiger. Diese Derivate könnten durch eine Staatspleite Griechenlands, eine weitere Finanzimplosion im Stile von Lehman Brothers oder einen „schwarzen Schwan“ gezündet werden, was zur Folge hätte, dass diese Papiere fällig gestellt werden. Wird die Gegenseite dann gewillt sein, diese Forderungen zu begleichen? Wurden ausreichend Profite zurückgestellt, um all diese Derivate abzusichern?
  • Es scheint, dass ein bedeutender Teil der USD 700 Billionen an Derivaten mit USD 70 Billionen an Staatsanleihen besichert worden ist. Ein Großteil dieser Staatsanleihen verfügt jedoch nur über eine geringe Qualität. Ist die Kreditsicherheit jedoch bedeutend weniger wert als ihr Nominalwert, dann sind auch die Derivate bedeutend weniger wert als ihr Nominalwert, ja vielleicht sogar gar nichts mehr.
  • Die Kosten der US-Regierung für das Gesundheits- und Rentensystem sind riesig und steigen weiter. Im Ergebnis werden die Haushaltsdefizite weiter anwachsen und sich das Schuldenwachstum beschleunigen.
  • Wird sich der US-Dollar gegenüber anderen Währungen abschwächen? Wird die Anleiheblase am Ende platzen?
  • Die Verbraucherpreisinflation ist da und wächst weiter.

Wo findet man Zuflucht?

Das Problem sind die ungedeckten Papiervermögenswerte, die exzessive Verschuldung, die viel zu hohen Staatsausgaben, die massiven Haushaltsdefizite, Derivate, die implodieren könnten, und der Mangel an politischem Willen, die Probleme zu korrigieren. Wir benötigen eine Zuflucht, um diese Risiken zu minimieren.

Ein Zufluchtsort ist, aus Papiervermögenswerten herauszugehen und in Gold- und Silbermünzen, Land, Bauernhöfe, Kleingärten, Diamanten und andere physische Vermögenswerte umzuschichten. Wer aus Papiervermögenswerten nicht herauskommt, sollte darüber nachdenken, in börsennotierte Fonds zu gehen, die Öl, Weizen, Zucker, Gold, Silber und andere Rohstoffe halten.

Schlussfolgerung

Die Investmentwelt wird zunehmend riskanter. Ende 1999 hatten die Wenigsten begriffen, dass beim NASDAQ ein Monster-Crash unmittelbar bevorstand. Der US-Immobilienmarkt brach zusammen, obwohl alle glaubten, dass die Immobilienpreise auf immer und ewig steigen würden. Es gibt verschiedene Kandidaten für weitere Crashs – Staatsschulden, Derivate und der Dollar.

Man kann nicht auf die Sicherheit von Papiervermögenswerten setzen. Man kann sich nicht auf Nullen und Einsen eines Finanz-Servers verlassen, der behauptet, dass im Aktiendepot verschiedene Finanzvermögenswerte liegen. Wenn Ihre Regierung auf Einnahmen aus ist, dann sind Ihre Vermögenswerte nicht sonderlich sicher. Doug Casey sagt, dass die Regierung Sie gegenwärtig noch als Melkkuh erachtet, Sie aber schon bald für Schlachtvieh halten wird.

Sie sollten Ihren Ersparnissen und Ihrer Rente wenigstens die Möglichkeit geben, die Kaufkraft zu bewahren. Minimieren Sie die Währungsrisiken und finden Sie Alternativen zu Festgeldanlagen, wo sie jährlich 1% Zinsen erhalten, oder zu 30-jährigen Staatsanleihen, wo sie über 30 Jahre hinweg jährlich 3% Zinsen erhalten, während feststeht, dass die Zinsen mit immer stärker entwertender Währung zurückgezahlt werden. Vom 01.01.2000 bis zum 01.01.2013 stieg Gold von USD 282 pro Unze auf USD 1.655 pro Unze. Das gelbe Metall hat sich in den letzten 13 Jahren also im Schnitt um 14% pro Jahr verteuert. Sie haben die Wahl!

Doug Casey geht davon aus, dass wir uns zurzeit im Auge des Finanz-Wirbelsturms befinden, der mit der Finanzkrise des Jahres 2008 seinen Anfang nahm, und die nächste Phase des Finanzsturms unmittelbar bevorsteht. Vermögenswerte könnten einfach „weggeblasen werden“ und vermeintlich sichere Strukturen könnten durch den Finanzsturm zu Boden gehen.

Und sollte sich der Finanz-Wirbelsturm doch noch in einen kleineren Sturm verwandeln, werden Sie mit Gold, Silber und anderen physischen Vermögenswerten immer noch geschützt sein und dadurch nichts verlieren. Vernichtet der Wirbelsturm hingegen einen bedeutenden Teil der Papiervermögenswerte, werden Gold und Silber Sie solange schützten, bis die Sturmschäden beseitigt worden sind und das finanzielle Leben von Neuem beginnt.