Gold – was nun?

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 26.01.2013

Gold ist weiterhin in Gefahr, einen Zusammenbruch zu erleben, wenn auch nicht umgehend. Sollte Gold einen Monatsschlusskurs von unter USD 1.532 pro Unze erzielen, wäre dies ein Hinweis darauf, dass ein Preiseinbruch in den Bereich von USD 1.150 Unze wahrscheinlich ist.

Die Goldbugs haben sich bereits zusammengetan, um sicherzustellen, dass niemand auf irgendetwas hört, was von mir kommt. Sie halten eisern an ihrem „kaufen und halten“ fest und sind gegen das Trading. Wenn Gold im Preis zurückgeht, steckt immer eine Plan dahinter, mit mangelnder Analyse hat das nichts zu tun. Sie reagieren auch nicht anders als irgendeine andere Gruppe, die versucht, jeden mundtot zu machen, der nicht ihrer Auffassung ist, ähnlich wie es die Regierung tut.

Es ist aber leider so, dass Gold eine 13-jährige Rally hingelegt hat. Gold wurde praktisch an jeden verkauft, der zuhören wollte. Doch anstatt den Leuten dabei zu helfen zu überleben, geht es nur darum, händeringend zu versuchen, den Ballon aufgebläht zu lassen und denselben Typen noch mehr zu verkaufen. Die Japaner hatten das auch probiert – und es ging nach hinten los.

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Märkte fallen immer dann, wenn alle auf steigende Preise setzen; und wenn dann verkauft wird, gibt es keine Gebote. Dann geht schlicht die Energie aus, um die Kursbewegung weiter aufrecht zu erhalten.

Unser Energiemodell weist aus, dass Gold mit USD 332 pro Unze überverkauft ist. Der Höhepunkt war im September 2011. Die ganze Rally begann, als unser Energiemodell im April 2010 mit minus USD 30 ins Negative kippte. Die Goldrally setzte im selben Monat ein, als die Staatsschuldenkrise mit Griechenland ihren Anfang nahm. Die Korrelation zwischen der Staatsschuldenkrise und dem Goldpreis liegt bei 86%.

Das größte Hindernis, mit dem wir es gegenwärtig zu tun haben, ist, dass der Goldmarkt jetzt ins Fadenkreuz aller Regierungen gerückt ist. Gold wird das alternative Untergrund-Tauschmedium sein, nie aber die offizielle Geldeinheit. Unsere größte Gefahr besteht darin, dass die Regierungen sich einfach der Geschäftsbücher der Goldverkäufer bemächtigen werden und dann damit beginnen, Nachforschungen anzustellen.

Für die Scheideanstalten sind bereits Vorschriften und Verordnungen erlassen worden, um die Goldbewegungen nachvollziehen zu können. Frankreich hat der Bargeldbezahlung bei Goldkäufen ein Ende bereitet. Die Regierungen brauchen händeringend Geld – und sie werden sehr, sehr hässlich werden, bevor das Ganze zusammenbricht. Sie werden nicht einfach sang- und klanglos aufgeben.

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 Aus dem Tageschart geht hervor, dass Gold nach wie vor in seinem Abwärtskanal verharrt. Es ist aber unwahrscheinlich, dass wir schon in nächster Zeit die Marke von USD 1.532 pro Unze durchbrechen werden. Die technische Stützungslinie liegt ein klein wenig über diesem Bereich, was nahelegt, dass wir einen Test in dieser Region sehen werden, dem dann wieder eine Aufwärtsbewegung folgt.

Und obwohl Gold nach 13 Jahren Rally müde geworden ist, scheint es sich nicht in einer Blase zu befinden. Stattdessen wird es sich durchkämpfen und Halt gewinnen. Trotzdem muss der Markt erst einmal richtig durchgeschüttelt werden, um eine ganze Reihe an Leuten zu zwingen, ihre Positionen zu liquidieren, bevor es ab 2015 zu einer Rally kommt, die bis 2021/2022 anhalten wird.

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Auch der Wochenchart zeigt, dass sich Gold nach wie vor in einem geordneten Rückgang befindet … Sollte es bei der Staatsschuldenkrise nicht umgehend zu einem Zusammenbruch kommen, wird Gold weiter auf der Stelle treten.

Es sieht immer noch so aus, als würde das Kapital von staatlichen Vermögenswerten in private Vermögenswerte fließen, und das wird zwischen 2013 und 2015 zu einem Anstieg der Zinssätze beitragen. Es wird aber die Trendwende im Economic Confidence Model im Jahr 2015 sein, wo richtig aufgeräumt werden wird – und Gold dürfte von da an bis 2021 auf neue Hochs klettern.

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