Warum sich der Silberpreis in den kommenden drei Jahren verdreifachen könnte

G. E. Christenson, Deviantinvestor.com, 01.04.2013

Fangen wir mit der Analyse 1971 an, als Nixon den US-Dollar von Gold abkoppelte. Eine Packung Marlboro kostet damals (abhängig von den lokalen Steuern) rund USD 0,39. Eine Gallone Benzin [3,8 Liter] kostete rund USD 0,36. Der Dow Jones Industrial Average notierte bei rund 850 Punkten. Silber kostete rund USD 1,39 pro Unze.

Ja, die Zeiten haben sich geändert!

Heute ist mehr Geld im Umlauf, es gibt viel mehr Schulden und die Preise sind höher – was hat das zu bedeuten?

Schauen wir uns die erste Graphik an. In dem logarithmischen Chart sehen wir den Einzelhandelspreis für Zigaretten, den Rohölpreis, die Menge der US-Staatsschulden, den Silberpreis und die wahre Geldmenge (TMS).

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Die nächste Grafik zeigt den geglätteten jährlichen Silber- und Rohölpreis. Die Preise werden als gleitender Langzeitschnitt dargestellt, da so alle Ablenkungen verschwinden und die langfristigen Trends deutlicher zu erkennen sind. So kletterte Silber beispielsweise Anfang 1980 auf rund USD 50 pro Unze, während der tägliche Durchschnittspreis in 1980 lediglich bei USD 16,39 pro Unze lag und der geglättete tägliche Langzeitschnitt bei rund USD 11 pro Unze notierte.

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Statistische Korrelationen

Ja und?

Silberpreisprojektion mithilfe verschiedener Variablen

Mithilfe der drei Variablen – der Staatsverschuldung, der wahren Geldmenge und dem Rohölpreis – können wir den Silberpreis neu konstruieren. In der folgenden Grafik sehen Sie den geglätteten Silberpreis und den errechneten Silberpreis, der auf diesen drei Variablen beruht.

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Die Korrelation zwischen dem geglätteten und dem errechneten Silberpreis liegt bei 0,86 und ist somit ziemlich hoch. Der errechnete Silberpreis hat eine monetäre Komponente (Staatsverschuldung, TMS) und eine Rohstoffkomponente (Rohölpreis). Zusammengenommen wird daraus eine einfache Projektion des geglätteten durchschnittlichen Silberpreises der letzten 42 Jahre.

Ein Blick in die Zukunft

Wenn wir hier einfach einmal davon ausgehen, dass die US-Staatsverschuldung in den nächsten fünf Jahren jedes Jahr um 12% zulegen wird, so wie es die letzten fünf Jahre der Fall war, und ferner zu Grunde legen, dass die jährlichen Wachstumsraten der TMS und des Rohölpreises (11% bzw. 8%) ebenfalls weiter anhalten werden, dann liegt die Schätzung für den geglätteten Durchschnittspreis von Silber für 2016 bei USD 55 pro Unze. Der Kassapreis für Silber könnte dabei natürlich viel stärker in die Höhe schießen und ohne Weiteres beim Dreifachen des geglätteten Preises liegen. Rechnen Sie für die Jahre 2015 bis 2017 mit einem Silberpreis von USD 100 pro Unze, sollte es nicht (zum Schaden aller, auch der Banken, Politiker und Regierungen) zu einem deflationären Zusammenbruch kommen.

Schlussfolgerung

Die Staatsverschuldung, die Geldmenge und die Preise der meisten Rohstoffe sind in den letzten 42 Jahren exponentiell gestiegen. Der Rohölpreis und der Silberpreis sind während dieser Phase beträchtlich gestiegen, wenn auch ungleichförmig.

Für mich ist es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die Staatsverschuldung und die Preise für Rohöl, Zigaretten, Silber und die meisten anderen Verbrauchsgüter in den nächsten paar Jahren drastisch steigen werden – u. U. ähnlich der Entwicklung der letzten 40 Jahre.

Auch ein hyperinflationärer Anstieg ist möglich. In diesem Fall würden alle Rohstoffpreise in unglaubliche Höhen schnellen. Sollte ein deflationärer Zusammenbruch ausbleiben, rechne ich schon bald mit einem Silberpreis in Höhe von USD 100 pro Unze – vielleicht in 2016.

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