Wirtschaftszusammenbruch wird für politische Reformen sorgen; Währungsreform kommt

Die politischen Entscheidungsträger werden die Weltwirtschaft vernichten, während sie davon überzeugt sind, dass sie nur alles Vermögen in ihre Hände bringen müssten und schon würden ihre falschen Konzepte von Erfolg gekrönt sein … Die Währung kollabiert und es kommt zur Einführung einer neuen Währung

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 23.07.2013

Eine Reihe von Menschen haben gefragt: „Womit rechnen Sie nach Herbst 2015? Ist es möglich, dass die dann einsetzende Trendwende bei den Kapitalströmen zu einer frühzeitigen Umschichtung in Richtung Gold führt? …“

Was die Menschen nicht begreifen, ist, dass auf wirtschaftliche Schocks immer Wirtschaftsreformen folgen. Die Steuererhöhungen und die weltweiten Bemühungen der G20-Staaten, alles zu konfiszieren und die Menschen mit Auslandskonten hinter Gitter zu bringen, wurden von Hollande in Frankreich angestoßen.

armstrong1Die jetzige Phase des Staatszusammenbruchs wird durch die politischen Entscheidungsträger verursacht, die nicht erkennen können, dass sie selbst das Problem sind. Hollande ist das typische Beispiel für einen Menschen mit einer Geistesstörung, die bei Kindern vorkommt und unter dem Namen „oppositionelles Trotzverhalten“ bekannt ist und bei der man den anderen die Schuld für die eigenen Fehler gibt.

Das ist die allgemeine Krise, in der wir uns nun wiederfinden. Die politischen Entscheidungsträger werden die Weltwirtschaft vernichten, während sie davon überzeugt sind, dass sie nur alles Vermögen in ihre Hände bringen müssten und schon würden ihre falschen Konzepte von Erfolg gekrönt sein.

Im Römischen Reich gab es Steuerrebellionen und Steuerreformen. Und auch wir haben diese Phase immer wieder durchgemacht. Die Geschichte der US-Steuergesetzgebung weist ein zyklisches Muster auf, wo wir immer wieder gegen den Marxismus angekämpft haben.

Die Savings-and-Loan-Krise ging ebenfalls auf die Regierung zurück. Die Demokraten kamen an die Macht und wollten die Steuern erhöhen und die Immobiliensteuern ändern. Sie schufen dafür einen einseitigen Markt, wo jeder nur noch verkaufen wollte, aber keine Käufer mehr da waren. Der Kongress hatte die Sparkassen angewiesen, für Immobilien Kredite bereitzustellen. Doch als sie dann die Steuergesetzgebung änderten, vernichteten sie die Märkte und reduzierten den Wert der Sicherheiten bei den Sparkassen, was sie in den Bankrott trieb.

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Wenn wir uns den Zusammenbruch Roms während des 3. Jahrhunderts anschauen, stellen wir fest, dass der geldpolitische Reformprozess mit Kaiser Aurelian (270 – 275 n. Chr.) begann, der sich selbst als Wiedererrichter der Welt darstellte. Unter Aurelian kam es zu dem einzigen uns bekannten Aufstand der Minenarbeiter, der durch seinen Kampf gegen die Korruption der Bürokraten ausgelöst wurde.

armstrong3Felicissimus, der damalige kaiserliche Finanzminister, führte die Revolte an. Er war für die öffentlichen Finanzen zuständig, also auch für die römische Prägeanstalt. Felicissimus rebellierte gegen Aurelian, da die Bürokraten sich daran gewöhnt hatten, das Silber zu stehlen und Bronzemünzen schlechterer Qualität zu prägen. Felicissimus kam vor Gericht, aber die Minenarbeiter revoltierten und die Revolte breitete sich in den Straßen aus. Felicissimus scheint dann kurzerhand hingerichtet worden zu sein.

Bei den aus der Revolte resultierenden Kämpfen auf dem Hügel Caelius sollen laut zeitgenössischen Angaben 7.000 Bürokraten ums Leben gekommen sein. Viele der Rebellen wurden hingerichtet und auch in Korruption verstrickte Senatoren wurden getötet. Die römische Prägeanstalt wurde vorübergehend geschlossen.

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Zur Geldreform von Aurelian gehörte auch die Einführung des Aurelianus, der 5% Silber enthielt. Auf die Münze wurde das Zeichen XXI (oder die griechische Zahlen KA) geprägt, was bedeutet, dass 20 solcher Münzen dieselbe Menge Silber enthielten wie ein alter Silber-Dinar.

Wenn man bedenkt, dass das eine Verbesserung gegenüber der vorangegangenen Situation war, bekommt man auch eine Vorstellung davon, wie tiefgreifend die wirtschaftlichen Probleme waren, mit denen es Aurelian zu tun hatte. Der Kaiser hatte mit der Einführung zu kämpfen, da er die alten „schlechten“ Münzen zurückrufen musste, um die neuen „guten“ Münzen einzuführen.

Und wir werden genau denselben Weg beschreiten. Die Währung kollabiert und es kommt zur Einführung einer neuen Währung.

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Im Falle von Aurelian war es so, dass er keine neuen Denominierungen einführte, sondern versuchte, die grundlegende Qualität wenigstens geringfügig wieder herzustellen und die Geldversorgung zu standardisieren. Auf seine Reformen des Jahres 271 folgte dann 13 Jahre später unter Diokletian die Wiedereinführung von Silbermünzen mit neuen Denominierungen.

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