Schuldenbombe: Der Finanz-Kollaps ist nur noch eine Frage des Wann

Der Zusammenbruch liegt in der Luft

G. E. Christenson, The Deviant Investor, 19.09.2013

Die US-Aktienmärkte notieren nahe ihrer Allzeithochs, während die Politiker und Ökonomen von einer Erholung, niedriger Inflation und guten Zeiten quasseln, obwohl die Instabilität und die Gefahren unseres schuldenbasierten Geldsystems deutlich erkennbar sind. Umso stärker wir auf die Märchen fortwährend steigender Schulden, des Gelddruckens und der Kreditblasen angewiesen sind, desto anfälliger sind wir gegenüber Finanz-Zusammenbrüchen.

Vielleicht steht der Finanz-Zusammenbruch nicht unmittelbar bevor, aber ich würde sagen, dass es närrisch ist, diese Möglichkeit einfach vom Tisch zu wischen. Nehmen wir einfach die aufschlussreichen Statements der nachfolgenden Autoren:

Bill Fleckenstein:

„Das Gelddrucken kann keine Probleme lösen. Wie wir gesehen haben, beschert es uns praktisch kein Wachstum beim Bruttoinlandsprodukt. Und an der Beschäftigungsfront hat es auch nicht wirklich geholfen, da das Arbeitsplatzwachstum schwach ist (und durch politische Maßnahmen natürlich zusätzlich noch behindert wird). Was durch das Gelddrucken erreicht wird, ist, dass der Aktienmarkt ausreichend stark in die Höhe getrieben wird, um wieder einmal dafür zu sorgen, dass die Erwartungen der Menschen ins Wahnhafte abgleiten.“

Egon von Greyerz:

„Die weltweiten Schulden nehmen exponentiell zu. Und da es absolut keine Möglichkeit gibt, diese Schuldenexplosion aufzuhalten, werden wir schon bald in eine Phase unbegrenzten Gelddruckens eintreten, die zur totalen Vernichtung der Papierwährungen führt. Die Folge wird eine hyperinflationäre Depression in den meisten großen Wirtschaften sein.“

Andy Hoffman:

„Nein, Larry Summers wird die Lage auch nicht mehr retten können … Der Schaden wurde bereits angerichtet. Und daher kann nichts mehr die Folgen von 42 Jahren des uneingeschränkten weltweiten Gelddruckens aufhalten – das, während ich diese Zeilen schreibe, in seine finale Endphase eingetreten ist.“

Bullion Bulls Canada:

„Das Ende ist also bereits klar. Die U.S.S. Titanic steht kurz davor, absichtsvoll versenkt zu werden (wieder einmal), und die ´Fingerabdrücke` von Bernanke werden am Tatort überall zu finden sein.“

Und zur Kreditblase der Weltwirtschaft, die letztlich kollabieren wird:

John Rubino:

„… nach 2008 ist überhaupt nichts in Ordnung gebracht worden, genausowenig wie nach dem Platzen der Eigenheimblase, der Technologieaktien-Blase und der Ramschanleihe-Blase irgendetwas in Ordnung gebracht wurde. Die Antwort ist jedes Mal dieselbe gewesen, nur dass sie zunehmend aggressiver und experimenteller ausfiel.

Das der Finanz-, Wirtschafts- und Polit-Mainstream glaubt, das System sei wieder in den ´Normalzustand` versetzt worden, weil die Vermögenspreise abermals den Stand erreicht haben, wo sie vor dem Crash von 2008 lagen, ist einfach nur verrückt. Angesichts der Tatsache, dass die finanziellen Ungleichgewichte heute größer sind als je zuvor – und sogar noch weiter anwachsen –, ist der einzig mögliche Ausgang ein noch größerer Crash.“

Bill Holter:

„Das ist es, wo die wirkliche Blase liegt! Die größte Blase der gesamten Geschichte – größer als die Tulpen-Manie, die Südseeblase, die Mississippi-Blase, 1929, die aktuellen weltweiten Immobilien- und Aktienblasen zusammengenommen und zum Quadrat – ist das jetzige weltweite Finanzsystem. Überall basiert alles auf Kredit.

Fakt ist, dass über 60% dieser Kredite dollarbasiert sind und von der US-Regierung ´garantiert` werden. Das kleine nebensächliche Problem, das wir jetzt haben, ist, dass wir nun überall Niveaus der ´Schulden-Übersättigung` erreicht haben. Es gibt keine Vermögensklassen mehr, die noch mehr Kredit (Luft) aufnehmen könnten, um zu einer Blase aufgebläht zu werden. Und das andere kleine Detail ist, dass die ´Vermögenswerte`, die dem Wert von allen anderen Dingen zu Grunde liegen (also der Dollar und somit die US-Staatsanleihen), von einer bankrotten Organisation ausgeben werden. Was könnte hier schiefgehen?“

Eine wachsende und gesunde Wirtschaft bedeutet, dass mehr Menschen in produktiven Anstellungen tätig sind. Es scheint, als hätte der überwiegende Teil des US-„Wachstums“ in den letzten fünf Jahren in den Bereichen Invalidenrente, Lebensmittelmarken, Arbeitslosigkeit, Studentenkredite, Sozialhilfe, Schulden und Jobs im öffentlichen Dienst stattgefunden – aber bei nichts von dem handelt es sich um eine produktive Tätigkeit.

Schauen wir uns die nachfolgende Grafik an, die die US-Erwerbsquote ausweist – das ist der prozentuale Anteil der beschäftigen Bevölkerung. Sieht das etwa nach einer gesunden Wirtschaft aus, die sich gerade in einer Erholung befindet, oder nach dem Zusammenbruch produktiver Beschäftigung?

9-19ge

Die schädlichen Auswirkungen von 100 Jahren an Eingriffen der US-Notenbank in die US-Wirtschaft, die zahlreichen teuren Kriege, 42 Jahre an nichtgedeckter schuldenbasierter Währung und das nicht tragfähige Kredit- und Schuldenwachstum haben das westliche Geldsystem in eine gefährliche Lage manövriert.

Schalten wir unseren Verstand ein und stellen uns einfach einmal die folgenden Fragen:

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