Staatsschuldenkrise: Kapitalverkehrskontrollen kommen; US-Banken schränken internationale Überweisungen ein

Simon Black, Sovereignman.com, 16.10.2013

Der Weg in die Tyrannei ist immer mit guten Vorsätzen gepflastert.

In den USA betritt derzeit die harmlos klingende Behörde für Verbraucher-Finanzschutz (CFPB) die Bühne.

Diese Regierungsbehörden mit ihren prägnanten, hochtrabend klingenden Namen sind immer die gefährlichsten von allen. Schließlich war es auch der „Wohlfahrtsausschuss“, der nach der Revolution in Frankreich im Rahmen der Terrorherrschaft für all die willkürlichen Ermordungen verantwortlich war.

Die CFPB hat alle Geschäftsbanken dazu „ermutigt“, ihren Kunden in den USA bei Auslandsüberweisungen zu „helfen“. Und mit „helfen“ meinen sie, sie zu verbieten.

Das dient natürlich alles nur dem Schutz der Verbraucher … Unter dem Vorwand der Sicherheit werden nun verschiedene US-Banken die Möglichkeiten ihrer Privatkunden beschneiden, Geld durch Auslandsüberweisungen zu übermitteln.

Beispielsweise sind bei der Chase Bank ab dem 17.11.2013 Auslandsüberweisungen nicht mehr möglich, und auch die Bargeldabhebungen von Geschäftskunden werden eingeschränkt.

Und bei HSBC werden die Top-Kunden ab dem 20.10.2013 mindestens 5 Tage warten müssen, bevor sie Gelder auf ihre eigenen internationalen Konten überweisen können!

Ja, genauso sehen Kapitalverkehrskontrollen aus – es ist die zunehmende Einschränkung des freien grenzüberschreitenden Kapitalflusses, bis das Kapital dann letztlich im Land und in einer absichtlich entwertenden Währung gefangen ist.

Und genauso beginnen Kapitalverkehrskontrollen … es wird einem immer schwieriger gemacht, sein Geld ins Ausland zu transferieren.

Wir schreiben bereits seit Jahren, dass es so kommen würde. Das ist nicht irgendeine durchgeknallte Verschwörungstheorie – das ist die Realität.

In der Geschichte der Menschheit haben sich Pleitestaaten praktisch ausnahmslos auf dieselben verzweifelten Strategien zurückgezogen.

Und da die USA kurz davor stehen, den finanzpolitischen Rubikon zu überschreiten, scheinen diese Maßnahmen durchaus passend. Die USA sind bankrott und sie sind verzweifelt.

Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die US-Regierung noch nicht einmal in der Lage ist, genügend Steuern einzunehmen, um auch nur die staatlichen Zuwendungen und die Zinsen auf ihre Schulden zu bezahlen.

Mit anderen Worten: Die US-Regierung könnte praktisch alle Posten streichen, die wir für den Staat halten (wie das Militär beispielsweise), und wäre immer noch mit zig Milliarden US-Dollars in den Miesen.

Das ist nicht gerade ein Zeichen für eine gesunde Nation. Und praktisch jeder andere Staat in der Geschichte, der an diesen Punkt gelangt ist, hat sich auf Plünderung, Beschlagnahmung und die Vernichtung der Freiheitsrechte zurückgezogen.

Alle objektiven Daten weisen zu ein und derselben Schlussfolgerung. Und angesichts der neuen Informationen scheint es so zu sein, als würden die Folgen des Nichtstuns schon bald zum Tragen kommen.

Eines Tages, vielleicht liegt dieser Tag nur Monate entfernt, wird all das für jedermann offenkundig sein. Die Menschen werden dann zurückblicken und sich denken: „Oh, wieso habe ich das nicht kommen sehen?“

Aber Sie können sich sicher sein, dass, begreift die Masse erst einmal, was los ist, alle Handlungsspielräume, um sich von den negativen Auswirkungen zu schützen, bereits versperrt sein werden.

Ihre Instinkte sagen Ihnen heute vielleicht schon, dass hier etwas nicht stimmt. Es ist an der Zeit, Ihren Instinkten zu vertrauen und zu handeln […] Aktuell hat man immer noch Zeit, um einige der grundlegenden von uns empfohlenen Maßnahmen zu ergreifen. Und ich möchte Sie dazu ermutigen, das zu tun, solange die Möglichkeiten dazu noch gegeben sind. Schon die kleinsten Anstrengungen und richtiges Investieren können im Hinblick auf die künftigen Entwicklungen einen enormen Unterschied ausmachen, da sich dieser Trend immer weiter verstärken wird.

Außer natürlich, Sie vertrauen Ihrer Regierung. In diesem Fall kann ich Sie nur dazu ermutigen, nichts zu tun und den Trip zu genießen.

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