Wilde Handelswoche: Gold tendiert vorerst weiter nach unten

Przemyslaw Radomski, Sunshine Profits, 13.12.2013

Für Edelmetallanleger und Trader war es eine aufregende Handelswoche. Gold, Edelmetallminenaktien und speziell Silber legten in den ersten Tagen dieser Handelswoche eine Rally hin, nur um dann am Mittwoch und Donnerstag zu enttäuschen. Kein Wunder – die Rally kam nicht richtig auf die Beine, da sich Gold im Vergleich zum Euro, einer weiteren US-Dollar-Alternative, nur sehr schwach entwickelte.

Im heutigen Artikel werden wir Ihnen drei Charts präsentieren. Alle drei Charts erzählen uns eine unterschiedliche Story über die Goldpreisperformance, und trotzdem weisen alle drei Chart in ein und dieselbe Richtung: Eine weitere Abwärtsbewegung beim Goldpreis.

Beginnen wir mit Gold in Britischen Pfund:

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In Britischen Pfund ausgepreist kam es bei Gold zu einer Bestätigung des Einbruchs unter das zuvor erzielte Tief von 2013. Der Ausblick bleibt weiterhin bärisch.

Und obschon es beim Dollar-Goldpreis zu einer Rally kam, die auf den ersten Blick ziemlich bullisch aussah, war die Goldpreisentwicklung in anderen Währungen eine Warnung, dass bezüglich dieser Rally dann doch nicht alles so bullisch ist. Es war keine richtige Rally, sondern eine Bestätigung des Einbruchs.

Ähnliches lässt sich über das Dow/Gold-Verhältnis sagen. Beim Dow/Gold-Verhältnis kam es zu einem Ausbruch, der diese Woche lediglich bestätigt wurde:

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Letze Woche schrieben wir zum Dow/Gold-Verhältnis:

„Das ist eines der wichtigsten und nützlichsten Verhältnisse, was mittel- und langfristige Trends anbelangt. Hier kann man speziell die großen Preisbewegungen erkennen, noch bevor sie einsetzen – schauen Sie beispielsweise auf die ersten Monate dieses Jahres, wo der Rückgang des Goldpreises vorweggenommen wurde.

Vor zwei Wochen kam es zu einem Ausbruch über das Niveau von 12,5 und kurz danach schrieben wir, dass aufgrund des weiter steigenden Verhältnisses eine gute Chance darauf besteht, dass der Ausbruch bestätigt wird und es in den kommenden Wochen oder Monaten zu einem starken Goldpreisrückgang kommt.

Das Verhältnis ist letzte Woche abermals gestiegen und liegt nun bereits bei 13,03. Da die jüngste Aufwärtsbewegung sehr steil war, würde es uns nicht überraschen, wenn wir eine Korrektur auf das jüngst durchbrochene Niveau von 12,5 sehen werden, bevor sich die Aufwärtsbewegung weiter fortsetzt.“

Das Dow/Gold-Verhältnis bewegte sich zu Beginn dieser Woche wieder leicht nach unten, was an der Gesamtsituation aber nichts ändert, da es weiterhin über dem zuvor durchbrochenen Niveau von 12,5 verharrt. Die bärischen Implikationen sind also nach wie vor intakt.

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Die saisonale Kursentwicklung von Gold liefert uns Hinweise darauf, dass die Rally von dieser Woche aller Vorausschau nach nur ein vorübergehendes Ereignis war, bevor ein bedeutender Rückgang einsetzt. Im von uns am 10.12. veröffentlichten Markt-Alarm schrieben wir:

„Darüber hinaus legen unsere True Seasonal Muster nahe, dass es zwischen dem 08.12 und 11.12 zu einer finalen Aufwärtsbewegung kommt, der dann gewöhnlich ein Goldpreisrückgang folgt, bei dem der Preis erheblich unter das vorangegangene Dezembertief absinkt.“

Hierbei ist zu berücksichtigen, dass, während der Durchschnittsgoldpreis nach dem 11.12. zurückgeht, auch die Projektionsqualität zunimmt. Und das bedeutet, dass, obwohl die Form der vorangegangenen Rally weniger klar war, nun eine höhere Aussicht darauf besteht, dass es zu irgendeiner Art von Rückgang kommen wird. Es könnte auch bedeuten, dass der Rückgang bedeutend größer ausfallen wird, als das Kursmuster nahelegt.

Zusammenfassung:

Der mittelfristige Goldpreisausblick bleibt weiterhin bärisch und es scheint, dass es in Kürze zu einem weiteren erheblichen Kursrückgang kommen wird. Die anfängliche „Stärke“ zu Beginn dieser Woche, wurde rasch wieder entkräftet.

Wir würden hier gerne noch darauf hinweisen, dass wir der Auffassung sind, dass Gold in den kommenden Jahren aller Vorausschau nach bedeutend höher notieren wird. Gold ist eine System-Absicherung, und da derzeit praktisch alle weltweiten geldpolitischen Institutionen versuchen, Geld zu drucken und sich aus ihren Problemen herauszuinflationieren, wird das systemische Risiko weiter zunehmen.

Die Märkte handeln jedoch nur langfristig logisch. Kurz- und mittelfristig sind sie emotional und gegenüber einer Vielzahl psychologischer Aspekte anfällig – und letztlich werden die Märkte ja durch den Menschen geschaffen. Daher wird jeder Bullenmarkt auch vorübergehende Abwärtsphasen aufweisen, für die es keine vernünftige Erklärung gibt – und es scheint, dass das der Punkt ist, an dem wir uns derzeit befinden.

Die gute Nachricht ist, dass es informierten Anlegern durch derartige Rückgänge möglich ist, die Chance zu ergreifen und diese emotionalen Preisschwünge auszunutzen, um die Gewinne zu erhöhen. Das bedeutet, dass es, anstatt diese Korrekturen zu hassen, besser sein dürfte, Vorteil daraus zu schlagen.

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