Armstrong: Goldpreiskorrektur bereitet nächstem Bullenmarkt den Boden

Gold wird sein Tief aller Vorausschau nach 2014 im Bereich von USD 850 bis USD 1050 pro Unze ausbilden

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 15.12.2013

Ich habe eine Menge E-Mails bekommen, wo ich gefragt werde, ob es Leute gibt, die absichtsvoll versuchen, Anleger in die Irre zu führen. Lassen Sie es mich ganz klar heraus sagen: Es gibt jede Menge „Lockvögel“ da draußen, die Geld dafür bekommen, der Öffentlichkeit irgendwelchen Müll zu verkaufen und die Menschen in einen Kaufrausch zu treiben, damit die Profitrader auf den Hochs verkaufen können.

Jede Manipulation, die ich je im Edelmetallbereich gesehen habe, war eine Aufwärtsmanipulation, keine Abwärtsmanipulation, da sie einfach nur versuchen, die Metalle in die Höhe zu treiben, damit die Käufer glauben, jetzt wäre es so weit und in den Markt stürmen. Für die Käufer sind nur Rallys real und die Rückgänge fingiert.

Wenn Gold abverkauft wird, wird es von den Hardcore-Goldbugs gehalten, bis sie Haus und Hof, die Frau und den Hund verloren haben. Ich glaube nicht, dass Jim Sinclair zu diesen Lockvögeln gehört, die verdeckt von den Bankern finanziert werden. Sinclair und ich sind uns vielleicht beim Timing und den Erklärungen für die Goldpreisentwicklung uneins, aber das sind halt nur unterschiedliche Auffassungen. Ich glaube, dass das, was steigt, auch wieder fällt, und ich schaue mir die gesamte Welt an, nicht nur einen Markt oder eine Branche und mit Sicherheit nicht nur die Inlandswirtschaft.

Der Goldpreisrückgang ist natürlich und notwendig, da dadurch einer künftigen Rally der Boden bereitet wird. Alles hat seine Zeit, seinen Ort und seinen Preis. Die Antwort auf die Frage, warum die angeblichen Analysten meine Prognosen in ihren Shows nicht zitieren, ist einfach. Sie wollen, dass die Menschen mich ignorieren, und sie versuchen nur, Gold zu verkaufen.

Ich habe immer hinter den Kulissen gearbeitet, und dort habe ich alles gesehen. Auf dem Parkett kam ein Mitarbeiter von PhiBro zu mir herüber und zeigte meinen Brokern ihre Handelspositionen, um mich davon zu überzeugen, mich ihnen anzuschließen. Ich habe mitverfolgt, wie die Manipulanten die Medienaufmerksamkeit bekamen und die Geschichte mit den Gebrüdern Hunt herumposaunten, um alle in den Markt zu bekommen, damit sie ihn danach crashen konnten. Ich sah, wie sie die die Margen an der Börse manipulierten, so dass man nur wenig Geld hinterlegen musste, um short zu gehen, aber mehr hinterlegen musste, um long zu gehen.

AIG versuchte, mich über Alan Walters – ein Freund von mir, der in ihrem Vorstand saß und Berater von Lady Thatcher war – dazu zu bringen, dass ich mich ihrem Club anschließe. Ich habe alles gesehen, und das ist auch der Grund, warum sie nicht wollen, dass ich irgendjemand erzähle, was sich in Wirklichkeit abspielt.

Ich wurde gezwungen, vor den Vorhang zu treten. Ich könnte auch auf irgendeiner Insel in den Ruhestand gehen und warten bis ich sterbe. Aber ich habe auch Familie und die Art von Zukunft, die uns dank all dieses Schwachsinns erwartet, lässt mich auch nicht mehr als drei Stunden pro Nacht schlafen.

Es gibt einen Grund dafür, warum ich die Dinge veröffentlicht habe, die ich veröffentlicht habe, und diejenigen, die versuchen, mich zu ignorieren, zeigen nur, dass es ihnen an Integrität mangelt oder dass sie voreingenommen sind. Mich interessiert überhaupt nicht, was sie über mich denken. Es bedeutet mir nichts. Ich schaue mir nur die Quelle an.

Eines Tages werden sie aufwachen und feststellen, dass sie – während sie mit ihren eigenen Egos kämpfen – Gefahr laufen, alle Freiheiten zu verlieren, denn den wirklichen Kampf führen sie nicht gegen mich, sondern gegen den Mann mit den Panzern und den Waffen. Ab 2014 wird das unmissverständlich klar werden.

Alles, woran sie interessiert sind, ist, sich zu bereichern, und dabei vergessen sie, dass sie mit dem Feuer spielen – dem Risiko eines Krieges und eines Dunklen Zeitalters, sollte es uns nicht gelingen, dieses Schiff durch die vor uns liegenden heimtückischen Gewässer zu manövrieren.

Also: All jene, die Ökonomen oder Analysten mit ihren Prognosen für 2014 zitieren und sich absichtsvoll weigern, meine Arbeit zu erwähnen, sind ganz offensichtlich voreingenommen und nicht unabhängig oder es steckt eine andere Agenda dahinter. Es stört mich nicht. Die Dinge sind, wie sie sind. Diese Leute sind mehr daran interessiert, das zu kontrollieren, was Ihnen zu Ohren kommt. Ich habe mich nie um Medienaufmerksamkeit bemüht, da unsere institutionellen Kunden, die richtig viel Geld hingelegt haben, nicht wollten, dass die Informationen, die wir ihnen gaben, kostenlos auf den Titelseiten der Zeitungen auftauchen.

Also, machen Sie sich keine Gedanken, wenn sie versuchen, über jeden zu berichten, außer über das, was hier bei uns zu lesen ist. Das ist entweder Voreingenommenheit oder Kontrolle – derselbe Grund, warum Snowden vom Time Magazine nicht zum Man of the Year gekürt wurde. Ja richtig! Sie würden nie nach Obamas Pfeife tanzen. Schauen Sie sich doch an, was die sogenannten Nachrichtensender verbreiten – es ist einfach, einen bestimmten Ausblick aufzugreifen. Genauso wie Fox News konservative Nachrichten ausstrahlt, gibt es andere, die Obama unterstützen. Das hat nichts mit Unabhängigkeit zu tun. Es steht immer irgendeine Agenda dahinter.

Niemand ist in der Lage, die Zukunft permanent aus seiner persönlichen Perspektive heraus richtig vorherzusagen. Das ist einfach nur unverantwortlich und unpraktisch. Wenn man sein Ego vor das Wohlergehen seiner Leser stellt, ist das in der echten Welt der Analyse nicht akzeptabel.

In den 80er Jahren hatte ich in Genf ein Mittagessen mit einem Chef einer der großen schweizer Banken, die damals zu unseren Kunden zählte. Ich fragte ihn nach seiner Meinung und wollte wissen, wen wir für die Eröffnung unseres ersten Büros in Europa nehmen sollten. Ich ging davon aus, dass es einen unterschwelligen Antiamerikanismus gab, weshalb ich dachte, dass wir in Europa einen separaten Vertreter bräuchten.

Er bat mich, ihm einen Namen eines europäischen Analysten zu nennen. Ich war dazu nicht in der Lage. Er lachte und erklärte, es gäbe keine, weil sie im Hinblick auf ihre eigenen Länder immer alle bullisch seien, egal ob es nun ein Franzose, Brite oder Deutscher ist. Dann erklärte er mir, warum alle großen Institutionen mit unserer Firma zusammenarbeiten: Ich würde mich nicht darum scheren, ob der Dollar nun steigt oder fällt. Diese Unvoreingenommenheit machte uns zur größten Beratungsfirma aller Zeiten – mit über USD 3 Billionen unter Vertrag. Niemand ist da auch nur im Ansatz herangekommen. Das ist auch der Grund, warum sie mich baten, vor dem US-Kongress auszusagen.

Ich war hinter den Kulissen. Ich habe mich mit Regierungen von Asien bis nach Europa getroffen. Ihr Problem mit mir ist, dass ich Erfahrung habe. Und sie wissen das. Also: Wenn sie Propaganda verbreiten wollen, sollen sie es tun. Ich brauche das Geld nicht, kann nicht gekauft werden, habe das alles schon gehabt und warte darauf, von diesem Unsinn namens Leben, wo wir von Manipulationen und geheimen Agenden geplagt werden, erlöst zu werden. Also: All jene, die unsere Arbeiten nicht zitieren, tun dies in der Regel deshalb, weil sie einen anderen Ausgang der Ereignisse bewerben.

Rückblick: Goldpreisziele (v. 27.06.2013)

Frage: „Ich verstehe jetzt, dass Sie versucht haben, Dinge über Gold zu erklären, und dafür ins Fadenkreuz der Goldbugs gerieten. Sie sind völlig diskreditiert und Sie haben Recht, wenn Sie sagen, dass es keine echte Analysten sind. Das ist auch der Grund, warum sie damit aufgehört haben, Sie zu zitieren. Das Preisziel von USD 1.150 pro Unze, das sie als Minimum angaben – ist das immer noch richtig? […]“

Antwort: Ja, wir nähern uns nun dem Minimalziel an, und die Phase dafür ist mit Juni 2013 ebenfalls richtig. So verhalten sich einfach alle Märkte. Der überwiegende Teil des Rückgangs findet in den ersten zwei Jahren statt. Gold kapituliert gerade, da der Rückgang bei einem massiven Handelsvolumen erfolgte, mit dem die Long-Positionen liquidiert wurden.

NYGOLD-W-62020131

Unsere monatlichen bärischen Umkehrmarken liegen bei USD 1.236, USD 1.155, USD 1.042 und USD 930 pro Unze. Das sind die wichtigen Stützungsniveaus.

Unsere wöchentlichen bärischen Umkehrmarken liegen bei USD 1.233, USD 1.197, USD 1.185. USD 1.176 und USD 1.166 pro Unze. Das Optimum-Ziel ist das Tief des Trendkanals – wir sprechen hier also von dem Bereich von USD 1.040 bis USD 1.020 pro Unze, wobei bei USD 939 bis USD 930 pro Unze eine bedeutende Stützungslinie verläuft.

Goldpreisentwicklung: Zeit & Preis (v. 15.12.2013)

Frage: „Sind die vorgenannten Zahlen [v. 27.06.2013] immer noch gültig. Wird Gold auf USD 950 pro Unze fallen oder ist es wahrscheinlicher, dass Gold sein Tief im Optimum-Bereich ausbildet? […]“

Antwort: Ja, für das Timing ist 2014 das optimale Ziel. Aber es könnte zu einer Zyklus-Umkehr kommen, bei der der Goldpreis seitwärts getrieben wird, weiter nach unten tendiert und sein finales Tief dann in 2015 ausbildet. In diesem Fall würde die Goldrally dann mit Rückgang des ECM-Modells stattfinden. Wir werden das in dem kommenden Bericht noch einmal ausführen.

Aber es ist wie immer eine Frage der Zeit und des Preises. Vergessen Sie nicht, dass nichts im Vakuum gehandelt wird. Das ist wie mit einem Ballett, wo jeder Schritt stimmen und jeder Tänzer an seinem Ort sein muss, um eine großartige Leistung abzuliefern.

Was das Tief anbelangt, kann der Preis zwischen USD 850 und USD 1050 pro Unze liegen. Es geht aber mehr darum, wann dieser Preis erreicht wird, und nicht so sehr um den genauen Preis, auf den der Kurs fallen wird. Beides – der Preis wie auch der Zeitpunkt – müssen getroffen werden. Würde Gold morgen auf sagen wir USD 950 pro Unze fallen – sorry –, das wäre dann nicht das Tief, weil der Zeitpunkt nicht der richtige wäre.

Weitere Artikel zu diesem Thema