Das Intelligente Stromnetz: Die Einführung der Technokratie?

Patrick Wood, August Review, 02.03.2010

Einführung

Laut dem Lenkungsrat des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) ist es das eindeutig erklärte Ziel von UNEP die „braune Wirtschaft“ – „unser Wirtschaftsmodell könnte daher eine braune Wirtschaft genannt werden“ – durch eine „grünen Wirtschaft“ zu ersetzen:

„Eine grüne Wirtschaft impliziert das Abkoppeln des Wirtschaftswachstums von Ressourcen und Einwirkungen auf die Umwelt…Diese Investitionen, im öffentlichen wie auch privaten Bereich, sorgen für den Mechanismus die Unternehmen, Infrastruktur und Institutionen für die Anpassung an einen nachhaltigen Verbrauch- und Produktionsprozess umzugestalten.“ [p. 2]

Nachhaltiger Verbrauch? Umgestaltung von Unternehmen, Infrastruktur und Institutionen? Was bedeuten diese Worte? Sie bedeuten nicht nur die Umstrukturierung der bestehenden Ordnung, sondern vielmehr den Austausch derselbigen durch ein vollständig neues Wirtschaftssystem. Ein System, dass es in der Geschichte der Welt niemals zuvor gegeben hat oder angewandt worden ist.

Diese Abhandlung wird zeigen, dass die aktuelle Krise des Kapitalismus dazu benutzt wird ein radikal neues Wirtschaftssystem einzuführen, welches das aktuelle System komplett verdrängen wird. Hierbei handelt es sich nicht um irgendeine neue Idee aus den Eingeweiden der Vereinten Nationen: Es ist die wiederbelebte Einführung der Technokratie, die 1933, inmitten der Großen Depression, von der amerikanischen Öffentlichkeit 1933 einhellig abgelehnt worden ist.

Die Technokraten sind wieder aufgetaucht und sie haben nicht die Absicht ein zweites Mal zu scheitern. Ob sie dieses Mal Erfolg dabei haben werden oder nicht, hängt von den beabsichtigten Dienern der Technokratie, den Bürgern der Welt, ab.

Das Ass im Ärmel der Neuen Weltordnung ist weder der Kommunismus, noch der Sozialismus oder der Faschismus. Tatsächlich ist es die Technokratie.

Hintergrund

Die Technokratie, von Howard Scott und M. King Hubbert 1932 während der Großen Depression ins Leben gerufen, schlägt eine radikale neue Lösung für die Unpässlichkeiten der Weltwirtschaft vor. 1932 schrieb Harry A. Porter in „Roosevelt und die Technokratie“:

„Genauso, wie die Reformation die religiöse Freiheit begründete, wie die Unabhängigkeitserklärung unsere politische Freiheit brachte, verspricht die Technokratie die wirtschaftliche Freiheit.“ [Vorwort, iii]

Porters Plan beinhaltete die Abschaffung des Goldstandards, die Aussetzung der Börsen, die Verstaatlichung des Eisenbahnnetzes und der öffentlichen Versorger. Der Freiheit ungeachtet forderte Porter, dass der gewählte Präsident Franklin D. Roosevelt vielmehr als Diktator anstatt als Präsident vereidigt wird um so das bestehende Wirtschaftssystem zu Gunsten der Technokratie umwandeln zu können:

„So drastisch die Veränderungen der bestehenden Ordnung der Dinge auch sein könnten, sie finden ihren Zweck ausschließlich in der Wegbereitung für die Wirtschaftsrevolution – und die Technokratie.“ [Seite 63]

Wenn die Technokratie vor Beginn des Zweiten Weltkriegs wirklich vollständig ausgelöscht worden wäre, müssten wir uns heute darüber keine Sorgen mehr machen. Als Zbigniew Brzezinski jedoch 1968 das Buch „Zwischen zwei Zeitaltern: Amerikas Rolle im technotronischen Zeitalter“ schrieb, handelte es sich dabei im Grunde um eine neotechnokratische Abhandlung, in der eine vierte und abschließende Phase der Weltgeschichte, auch das technotronische Zeitalter genannt, gefordert wurde.

Als David Rockefeller 1973 als Mitgründer für die Trilaterale Kommission Brzezinksi auswählte, geschah dies mit der bestimmten Absicht eine „Neue Internationale Wirtschaftsordnung“ zu schaffen. Ohne etwas über die historische Technokratie zu wissen, hätte ein derartiges Ziel, das die Trilaterale Kommission schlussendlich dabei im Kopf hatte, garnicht verstanden werden können.

In dem Artikel „CO2-Währung: Ein neuer Anfang für die Technokratie?“ wurde das Thema der historischen Technokratie im Zusammenhang mit der Schaffung eines neuen Wirtschaftssystems vorgestellt, das auf einer energiebasierten Abrechnung und nicht auf einer preisbasierten Abrechnung beruht. Ein energiebasiertes Abrechnungssystem verwendet anstelle des Dollars oder anderer Fiatwährungen „Energiezertifikate“ oder CO2-Kredite. Die Bürger erhalten dabei regelmäßig wiederkehrende und gleichmäßige Zuweisungen an verfügbarer Energie, die jedoch in einer festgelegten Frist aufgebraucht werden müssen, bevor ihr Ablaufdatum erreicht wird. Des Weiteren würde man die Fähigkeit Privateigentum zu besitzen und Vermögen zu akkumulieren als unnötig ansehen.

Die drängende und unbeantwortete Frage ist, wie würde man solch ein technokratisches System einführen?

Diese Abhandlung wirft einen Blick auf die Strategie, die taktischen Anforderungen und den Fortschritt bei der Schaffung eines energiebasierten Technats in Nordamerika [„Technat“ (Technate) ist der Begriff, welcher laut Technokratie verwendet wird um eine geographische Region zu beschreiben, in der man operiert.]

Anforderungen

In dem Buch aus dem Jahre 1932 mit dem Titel „Technocracy Study Course“ von Howard Scott und M. King Hubbert, wurde ein detailliertes Rahmenwerk für die Technokratie im Sinne der Energieproduktion, -verteilung und –verwendung dargestellt.

Laut Scott und Hubbert, muss die Verteilung der Energieressourcen überwacht und gemessen werden, damit das System funktioniert – und das ist das Entscheidende: Überwachen und Messen.

Sie schrieben, das System müsse die folgenden Dinge tun:

1. „Fortlaufende Aufzeichnung der totalen Nettoenergieumwandlung auf 24 Stundenbasis.“

2. „Ermöglichung einer ausgeglichenen Belastung, indem man die umgewandelte und verbrauchte Energie erfasst.“

3. „Zurverfügungstellung einer fortlaufenden Bestandsaufnahme aller Produktion und allen Verbrauchs.“

4. „Zurverfügungstellung von speziellen Aufzeichnungen über den Typ, die Art usw. aller Güter und Dienstleistungen die produziert und verwendet werden.“

5. „Zurverfügungstellung von speziellen Aufzeichnungen über den Verbrauch jedes Individuums sowie eines Protokolls und eine Beschreibung über diese Person.“ [Scott, Howard et al, Technocracy Study Course, Seite 232]

1932 existierte eine derartige Technologie nicht. Die Zeit war jedoch auf der Seite der Technokratie, da diese Technologie heute exisitert und rasch eingeführt wird um exakt das zu tun, was Scott und Hubbert ausführten, namentlich, die vollständige Überwachung, Messung und Steuerung jedes Kilowatts an Energie, dass man Verbrauchern und Unternehmen innerhalb des Systems liefert.

Das wird „intelligentes Stromnetz“ (im englischen „Smart Grid“) genannt.

Was ist das intelligente Stromnetz?

Das intelligente Stromnetz ist ein weitgefasster technischer Begriff, der die Schaffung, Verteilung und den Verbrauch elektrischer Energie umfasst, jedoch ebenso Gas und Wasser mit einbezieht. Amerikas alterndes Stromnetz ist in zunehmendem Maße anfällig und ineffizient. Das intelligente Stromnetz ist eine Initiative zur vollständigen Umgestaltung des Stromnetzes unter Verwendung von fortschrittlichen digitalen Technologien. Hierzu gehört auch der Einbau neuer digitaler Stromzähler in jedem Haushalt und bei jedem Unternehmen in den USA.

Diese digitalen Stromzähler liefern eine 24-Stunden-Überwachung des Energieverbrauchs der Konsumenten, wobei ein in zwei Richtungen stattfindender Datenaustausch zwischen dem Versorger und dem Eigentum des Verbrauchers stattfindet. Des Weiteren werden die Stromzähler in der Lage sein mit den elektrischen Geräten innerhalb des Wohnraums zu kommunizierten um Verbrauchsdaten zu sammeln und bestimmte Geräte direkt, ohne Eingriff des Verbrauchers, zu steuern.

Aus einer Publikation des US-Energieministeriums geht hervor:

„Das Energieministerium ist damit beauftragt worden die großflächige Modernisierung unseres Stromnetzes im Land zu koordinieren…Diese Bemühungen werden von der Behörde für Energieversorgung und Energieausfallsicherheit geleitet. In Zusammenarbeit mit modernster Forschung und Energiepolitikprogrammen schuf die Behörde eine neue zwischenbehördliche Arbeitsgruppe für das intelligente Stromnetz, welche für die Koordination bei der Entwicklung von Standards, wegweisender Forschung, Entwicklungsprojekten und dem Ausgleich unterschiedlicher Interessen eines weiten Feldes an Interessengruppen verantwortlich ist.“ (s. a. „The Smart Grid: An Introduction“)

Das ist eine ziemlich neue Initiative die mit halsbrecherischer Geschwindigkeit nach vorne eilt. Die Behörde für Energieversorgung wurde 2003 unter Präsident George W. Bush geschaffen und 2007 verleihte man ihr durch die Schaffung der Position des stellvertretenden Ministers für Energieversorgung und Energieausfallsicherheit zur Leitung dieser Behörde zusätzliche Bedeutung.

Es ist unklar, wer das Energieministerium mit dieser Aufgabe „beauftragte“, aber da sich der Energieminister direkt gegenüber dem Präsidenten verantworten muss, ist davon auszugehen, dass dies auf Anweisung des Präsidenten geschah. Mit Sicherheit gab es hierzu keine Anweisung oder ein Mandat seitens des Kongresses.

Die Einführung des intelligenten Stromnetzes

 

Am 27.10.2009 enthüllte die Obama-Regierung ihren Plan für das intelligente Stromnetz, das in der Gewährung von USD 3,4 Milliarden bestand, die man über 100 Projekten zum intelligenten Stromnetz zusprach. Laut einer Presserklärung des Energieministeriums werden diese Zuwendungen zu den folgenden Installationen führen:

Das ist das „Anschubprojekt“ in den USA. Am 08.01.2010 enthüllte Präsident Obama, dass aus einem Bundesfinanzierungsprogramm für den „energieproduzierenden Bereich“ – Gelder die Teil des USD 787 Milliarden Gesetzes mit dem Titel „American Reinvestment and Recovery Act“ – für das intelligente Stromnetz zusätzlich USD 2,3 Milliarden bereitgestellt werden. Noch bevor Obama das Projekt verkündet hatte, hatte man bereits 183 Projekten in 43 Staaten Gelder zugesprochen.

Im Nordwesten des Landes wird eines dieser Projekte durch das Battelle Memorial Institute geleitet. Es erstreckt sich über insgesamt 5 US-Bundesstaten mit 60.000 Verbrauchern. Das Projekt wurde eigentlich von der Boneville Power Administration (BPA) entwickelt, einem Wirtschaftsunternehmen des US-Energieministeriums. Da es für eine Bundesbehörde absolut illegal ist sich um Bundeszuwendungen zu bewerben, hat BPA das Projekt an Battelle ausgegliedert. Battelle ist eine gemeinnützige Nichtregierungsorganisation (NGO), der umgehend USD 178 Millionen zugesprochen wurde.

Interessant ist, dass BPA zugeschrieben wird, das Konzept des intelligenten Stromnetzes in den 90er Jahren unter dem Namen „Energienetz“ entwickelt zu haben. Wie Sie in der Grafik von BPA erkennen können handelt es sich in seinem Umfang, von der Produktion bis hin zum Verbraucher, um ein umfassendes Netz.

energyweb

In einer Pressemitteilung von Battelle vom 27.08.2009 steht:

„Das Projekt wird mehr als 60.000 gemessene Verbraucher in Idaho, Montana, Oregon, Washington und Wyoming umfassen. Unter Verwendung von Smart Grid Technologien wird das Projekt Systemanlagen betreiben, die über 112 Megawatt umfassen, was dem benötigten Stromverbrauch von 86.000 Haushalte entspricht.

´Die vorgeschlagene Demonstration wird die Vorteile des intelligenten Stromnetzes in beispiellosem geografischem Umfang über fünf Staaten hinweg untersuchen und sich beim Energiesystem von der Schaffung bis hin zum Endverbrauch erstrecken und viele entscheidende Funktionen des künftigen intelligenten Stromnetzes enthalten.` sagte Mike Davis, Vizepräsident von Battelle. ´Die beabsichtigte Wirkung des Projekts wird weit über die traditionellen Grenzen der Versorgungsanbieter hinausreichen und dabei helfen ein künftiges intelligentes Stromnetz zu ermöglichen, das den drängenden örtlichen, regionalen und nationalen Bedürfnissen gerecht wird.`“

Battelle und BPA beabsichtigen eng miteinander zusammenzuarbeiten und es gibt offenkundige Verwischungen bezüglich der Frage, wer während dieser Testphase wirklich die Kontrolle über das Projektmanagement innehat.

Ein von BPA im August 2009 „ausschließlich für interne Zwecke“ erstelltes Dokument bietet seinen Partnern Argumentationshilfen an. Darin heißt es:

„Die Technologie für das intelligente Stromnetz beinhaltet alle Aspekte von interaktiven Geräten in Wohnungen bis hin zu intelligenten Stromzählern, automatisierten Umspannwerken und Sensoren an Übertragungskabeln.“ [Hervorhebungen hinzugefügt]

Ein Netzwerk der Dinge

Was das World Wide Web (WWW) für die Menschen ist, ist das Netzwerk der Dinge (NOT) für die Geräte. Diese brandneue Technologie schafft kabellose Netzwerke unter einer Vielzahl lebloser Objekte, angefangen von Schuhen bis hin zu Kühlschränken. Das Konzept ist für die Einführung des intelligenten Stromnetzes „einsatzbereit“, das es sich bei den Geräten, Ablesern und Umspannwerken alles um unbelebte Gegenstände handelt, von denen die Technokraten erwarten, dass sie miteinander kommunizieren.

Das Pacific Northwest National Laboratory (PNNL) entwickelte 2008 beispielsweise diese Leiterplatte, die man einen „netzfreundlichen Gerätekontroller“ nannte.

gridfriendly

Dazu steht in einer Broschüre des Energieministeriums:

„Der von der Pacific Northwest National Laboratory entwickelte GFA-Kontroller ist eine kleine Leiterplatte, die in Haushaltsgeräte eingebaut wird und die Belastung des Stromnetzes verringert, indem sie fortwährend die Schwankungen der zur Verfügung stehenden Energie überwacht. Während Zeiten hohen Verbrauchs, schalten Geräte die mit dem Kontroller ausgestattet sind automatisch für eine kurze Zeitspanne ab, was in eine kumulative Absenkung zur Folge hat, welche die Stabilität des Netzes aufrecht erhalten kann.“

PNNL schreibt auf seiner Internetseite:

„Bei dem Kontroller handelt es sich im Wesentlichen um einen einfachen Computerchip, den man in gewöhnliche Haushaltsgeräte wie Geschirrspülmaschinen, Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Klimaanlagen und Wasserboiler einbauen kann. Der Chip stellt fest, wenn es eine Unterbrechung im Stromnetz gibt und stellt die Geräte dann für ein paar Sekunden oder Minuten ab um es dem Stromnetz zu ermöglichen sich wieder zu stabilisieren. Der Kontroller kann auch dergestalt programmiert werden, dass der Neustart der Geräte hinausgezögert wird. Diese Verzögerung erlaubt es, dass die Geräte nacheinander wiederangeschaltet werden, anstatt alle auf einmal, um den Wiederaufbau der Stromversorgung nach einem Ausfall zu erleichtern.“

Sie können hier erkennen, wie die automatischen Vorgänge dazu dienen sollen, direkt mit Objekten, ganz ohne menschlichen Einfluss, zu interagieren. Die dafür notwendigen Regeln werden durch Programmierer geschrieben werden, die von den Technokraten, die das System verstehen, kontrolliert werden und dann, wenn notwendig, diese Informationen auf die Kontroller aufspielen werden. Somit sind Veränderungen der Regeln ein Kinderspiel und können jederzeit ohne Wissen des Hausbesitzers erledigt werden.

PNNL ist jedoch keine Privatunternehmung. PNLL ist „Eigentum“ des US-Energieministeriums und wird vom Battelle Memorial Institute geleitet!

Die gesamte Technologie wird durch kabellose Wi-Fi Schaltkreise ermöglicht, die mit den Wi-Fi Netzwerkmodems und Routern identisch sind, welche auf der ganzen Welt gewöhnlich in Wohnungen und Geschäften verwendet werden. Wi-Fi ist ein Warenzeichen von Wi-Fi Alliance und bezieht sich auf kabellose Netzwerksysteme, die bei Geräten, von Computern bis hin zu Handys, Verwendung finden und diese miteinander und/oder mit dem Internet verbinden.

Wi-Fi Alliance schreibt: „Die Notwendigkeit eines intelligenten Stromnetzes wird durch das Aufkommen dezentraler Stromerzeugung und der Verwaltung/Beobachtung des Verbrauchs vorangetrieben.“ In ihrem Planungspapier mit dem Titel „Wi-Fi for the Smart Grid“ listen sie eine Reihe spezieller Anforderungen für die Interoperabilität auf, die seitens des US-Energieministeriums postuliert wurden:

1. Zurverfügungstellung einer in zwei Richtung stattfindenden Kommunikation unter den Netznutzern, zum Beispiel Betreibern von örtlichen Märkten, Versorgern, Dienstleistern und Konsumenten.

2. Gewährleistung, dass Energienetzbertreibern ihr eigenes System wie auch die danebenliegenden Systeme, welche ihr System beeinflussen können, überwachen können um dadurch eine stabilere Energieversorgung und –verteilung zu ermöglichen.

3. Koordinierung der Integration aufkommender Technologien – wie erneuerbare Energiequellen, auf Abruf stehende Versorgungsquellen, Stromspeicheranlagen und Stromtransportsysteme – in das Stromnetz.

4. Gewährleistung der Cybersicherheit des Stromnetzes.

Daher wird das in zwei Richtungen ausgelegte Kommunikationsnetzwerk des intelligenten Stromnetzes von Anfang bis Ende auf Wi-Fi angewiesen sein. Das kann leicht verstanden werden, wenn wir uns die zwei Abbildungen anschauen, die in dem Planungspapier von Wi-Fi Alliance zu finden sind:

smartgridsegments

Während der Verbraucher mit dem Versprechen geringerer Energiekosten beruhigt wird, ist es das Versorgungsunternehmen, das die Politiken der regionalen, nationalen und globalen Regulierer durchsetzt. Wenn also ein benachbartes System einen Mangel an Elektrizität hat, könnte ihr Thermostat automatisch abgeschaltet werden um dies auszugleichen; wenn Sie ihre tägliche Stromquote überschritten haben, könnte es sein, dass Energie verbrauchende Aufgaben, wie Wäsche waschen und trocknen, auf die nächtlichen Stunden beschränkt werden.

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Das intelligente Stromnetz und die Kontrolle durch die Versorger erstrecken sich weit über den Strom als solchen. Beachten Sie Bild 1, wo sie gut die Wi-Fi Verbindungen zu Gas- und Wasserablesern erkennen können!

Ein Rückschlag seitens der Verbraucher?

Wall Street Journal veröffentlichte am 22.02.2010 einen Artikel mit dem Titel „Was die Versorger von den Tests mit den intelligenten Stromzählern gelernt haben…“ und enthüllte einige wichtige, sich schon jetzt abzeichnende Aspekte der Einführung des intelligenten Stromnetzes:

Die großen Vorteile für die mit dem intelligenten Stromnetz der Regierung kooperierenden Versorgungsunternehmen sind die Schaffung einer ausgeglichenen Energienachfrage, die Reduzierung des Baus neuer Kraftwerke und eine Verbesserung ihrer Gewinnaussichten.

Bevor sich der Staub über das intelligente Stromnetz gelegt hat, könnten die Verbraucher wie auch die Versorgungsanbieter ein paar heftige Lektionen über Regierungsintervention gelernt haben: Wenn die Regierung an Ihrer Haustür auftaucht und Ihnen eine Möglichkeit anbietet, wie Sie Geld sparen können, ist Jedem klar, dass es sich hierbei um einen Widerspruch an sich handelt. Es ist nicht die Aufgabe der Regierung den Menschen oder den Firmen dabei zu helfen Geld zu sparen oder effizienter zu werden; vielmehr ist ihre Aufgabe ihre eigene Macht und Kontrolle über die Bürger aufrecht zu erhalten und zu erhöhen.

Das intelligente Stromnetz wird global

Der oben erwähnte Bericht von UNEP enthüllt, dass „15% der fiskalischen Konjunkturhilfen, die für 2009 und 2010 zugesagt wurden und USD 3,1 Billionen übersteigen, von Natur aus als Öko angesehen werden können…die meisten ökologischen Komponenten orientieren sich in einer Reihe von Branchen in Richtung Energieeffizienz und erneuerbare Energien.“

Ein am 16.11.2009 erschienener Artikel von BuisnessWeek mit dem Titel „Wie Italien die Welt in ein intelligentes Stromnetz verwandelt.“ besagt: „Nach mehreren missglückten Anfängen, könnte 2010 schlussendlich das Jahr sein, wo der intelligente Stromzähler global wird.“

Und das ist tatsächlich so:

Andere Länder verfügen über bereits eingeleitete Pilotprojekte zum intelligenten Stromnetz. Dazu zählen Deutschland, Frankreich, England, Russland, Japan, Indien, Australien, Südafrika und eine Reihe anderer Ländern. Regionale Organisationen wie SMARTGRIDS Africa wurden ins Leben gerufen um das intelligente Stromnetz in kleineren Ländern zu fördern.

Der globale Goldrausch ist also im Gange. Und in jedem einzelnen Fall wird das intelligente Stromnetz durch Anschubfinanzierungen der Regierungen beschleunigt. Die weltweiten Verkäufer stellen sich lediglich an, damit ihre Taschen mit den Geldern der Steuerzahler gefüllt werden.

Wie es auch in den USA der Fall ist, gab es zuvor, wenn überhaupt, wenig zuvor bestehende oder latente Nachfrage nach der Technologie des intelligenten Stromnetzes. Die Nachfrage ist durch die jeweiligen Regierungen der einzelnen Länder künstlich geschaffen worden.

Schlussfolgerung

Das intelligente Stromnetz erfüllt 100% der oben beschriebenen technologischen Anforderungen der Technokratie. Mit anderen Worten, wird das intelligente Stromnetz die Verteilung und den Verbrauch von Energie wie auch anderer ökologischer Quellen, Wasser und Gas beispielsweise, überwachen und steuern.

Die Initiative zum intelligenten Stromnetz wurde seitens Regierungsbehörden und Nichtregierungsorganisationen entwickelt und finanziert. Die Bonneville Energiebehörde des US-Energieministeriums hat das Konzept in den 90er Jahren erfunden. Es war das Pacific Northwest National Laboratory des US-Energieministeriums, das den netzfreundlichen Gerätekontroller erfand. Und es war die Bundesregierung, die Milliarden an Dollars über die Privatwirtschaft herabregnen ließ um die Initiative zur Einführung des intelligenten Stromnetzes in jeder Gemeinde des Landes anzuschieben.

Wenn die Bundesregierung nicht der ursprüngliche und fortwährende Grund gewesen wäre, würde das intelligente Stromnetz heute überhaupt existieren? Das ist höchst zweifelhaft.

Demselben Muster wie in den USA folgend, führen viele andere Industrieländer zur selben Zeit das intelligente Stromnetz ein, wofür sie ihre Konjunkturgelder einsetzen. Diese gleichzeitige Einführung ist mit Sicherheit so geplant gewesen, was nahelegt, dass es auch einen Planer dafür geben muss. Wer eine derartige von oben nach unten verlaufende Koordination auf globaler Ebene gewährleisten könnte, muss einer anderen Abhandlung vorbehalten bleiben. Eine Sache ist jedoch sicher: Die gesamte weltweit hierfür gekaufte Technologie stammt von den Vereinigten Staaten und wird durch die bereits oben genannten globalen Konzerne vermarktet.

Zu guter Letzt findet sich über die Literatur zum intelligenten Stromnetz hinweg die Vermutung, dass die Bundesregierung die volle Einsicht in die Daten des intelligenten Stromnetzes haben wird, selbst bis in jeden einzelnen Haushalt hinein. Es wird auch eine Stelle geben um nationale, regionale und örtliche Strategien der Verteilung und des Verbrauchs zu regeln – Ihren „fairen Anteil“ an zur Verfügung stehender Energie, Gas und Wasser.

Die internationalen Standards, die für das intelligente Stromnetz geschaffen werden, ermöglichen der USA auch nahtlos mit Kanada und Mexiko verbunden zu werden um somit ein umfassendes nordamerikanischen Energieverwaltungs- und verteilungssystem zu schaffen.

Ist das intelligente Stromnetz dazu bestimmt ein globales Phänomen zu werden? Ja. Ist es dafür entworfen worden, eine neue globale Technokratie, ein Ressourcen-basiertes Wirtschaftssystem zu unterstützen? Ja.

Die Technokratie muss als das gesehen werden, was sie ist: Ein Versuch eine totalitäre, wissenschaftliche Diktatur einzuführen. 1933 forderte sie die Amtseinführung von Franklin Delano Reossevelt als Diktator um „den Weg für die Wirtschaftsrevolution zu ebnen“. Glücklicherweise scheiterte ihr versuchter Staatsstreich zu jener Zeit.

Wenn das heutige intelligente Stromnetz erfolgreich vervollständigt worden ist, wird die Möglichkeit geschaffen sein, das bestehende Wirtschaftssystems in etwas völlig anderes und wesentlich schlechteres zu verwandeln. Das ist der Grund, warum das amerikanische Volk die Technokratie 1933 ablehnte und das ist genau der Grund, warum wir (und die Bürger auf der ganzen Welt) sie heute durch und durch ablehnen sollten.

Quellen:

Scott & Hubbert, Technocracy Study Course, Technocracy, Inc., 1934

Background paper for the ministerial consultations, Governing Council of the United Nations Environmental Programme, December 14, 2009

The Smart Grid: An Introduction, U.S. Department of Energy

Pacific Northwest National Laboratory, web site

2010 Strategic Plan, Office of Electricity Delivery & Energy Reliability

The Networked Grid 100: Movers and Shakers of the Smart Grid

Meloan, Steve, „Toward a Global ‚Internet of Things‚“, Oracle Software, November 11, 2003

Wi-Fi for the Smart Grid, Wi-Fi Alliance, 2009

Obama Announces $3.4 Billion Investment to Spur Transition to Smart Energy Grid, Department of Energy Press Release

Anmerkung: Im Rahmen der Vorbereitung möchte der Herausgeber besonders Dr. Martin Erdmann, Carl Teichrib and Dr. Michael Coffman für Ihr Engagement, ihre Prüfungen von Ideen und unterstützende Forschung danken.

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