Russell: Lügen, Propaganda und … Silber

Richard Russell, King World News, 06.03.2014

Es sind nicht die besorgniserregenden Meldungen, die mir die Haare zu Berge stehen lassen, es sind die Lügen, der Nonsens und die Propaganda, die ich nicht ertrage. Beispielsweise werden uns bezüglich der US-Wirtschaft dreiste Lügen aufgetischt. Von dem, was ich gehört habe und hier herauskramen kann, befinden sich die USA zurzeit in einer Wirtschaftsrezession – ein Zustand, an dem sich seit Ende 2007 nichts geändert hat.

Der ehemalige US-Notenbankchef Bernanke schied aus seinem Amt aus in der Hoffnung, dass sich die US-Wirtschaft verbessern würde. Jetzt ist Janet Yellen die neue Vorsitzende der US-Notenbank, und sie hofft, dass Bernanke richtig lag. Yellen merkte zwar an, dass sich die Einzelhandelsverkäufe, der Eigenheimmarkt, das Arbeitsmarktwachstum und die Industrieproduktion abgeschwächt hätten, macht für all die unbefriedigenden Wirtschaftsdaten jedoch das miese Wetter verantwortlich. Die jüngste Meldung ist, dass Yellen die geldpolitischen Straffungsmaßnahmen weiter fortsetzen will. Ja viel Glück Frau Yellen.

Schauen wir auf das große Ganze, ist es in Wirklichkeit so, dass es in den USA Fremdkapitalabbau und Deflation gegeben hat. Unterdessen hat die sich vor der Deflation fürchtende US-Notenbank versucht, ihre heißgeliebten 2% Inflation zu schaffen. Bisher ist ihr das nicht gelungen. Sie ist mit ihren verzweifelten Versuchen, Inflation zu schaffen, gescheitert, weil die derzeitigen Kräfte der Deflation die inflationären Anstrengungen der Fed überwältigen.

Der Aktienmarkt klettert weiter in die Höhe in der Annahme, dass die geldpolitischen Belebungsmaßnahmen der US-Notenbank weiter anhalten werden. Kein Geldverwalter kann es sich leisten, dem Aktienmarkt fernzubleiben, während die Fed Billionen an neuen Dollars schafft. Und da der Durchschnittsamerikaner nun die Serie an neuen Hochs bei vielen großen Aktienindizes sieht, springt er natürlich auch in den Mark in der Hoffnung, so wieder einen Teil seiner Verluste der Jahre 2008 und 2009 wettmachen zu können.

Also: Was soll ein armer Bürger der Mittelschicht nun tun? Er kann keine Arbeit finden, die Zinsen liegen bei null Prozent. Er kann kein zusätzliches Einkommen generieren und die Schlangen derjenigen, die Nahrungsmittelmarken erhalten, füllen ganze Straßenzüge. Mein Ratschlag ist, geduldig zu sein und physisches Gold zu halten.

Ich habe mitbekommen, dass China gegenwärtig zwei Dinge tut: Es baut seine Goldreserven weiter aus und es baut sein Militär auf. Darüber hinaus glaube ich, dass sich China darauf vorbereitet, seine Währung, den Yuan, konvertibel zu machen. Ich sage das bereits seit Jahren, und ich sage es gerne noch einmal: Würden Sie lieber einen Yuan halten, der mit Gold und einem mächtigen Militär gedeckt wird, oder würden Sie lieber einen Dollar halten, der mit Schulden und einem sich verkleinernden Militär gedeckt wird?

Seit Kurzem interessiere ich mich immer stärker für Silber. Im Gegensatz zu Gold wird Silber durch die Fertigungsbranche tatsächlich auch verbraucht. Silber ist ein großartiger elektrischer Leiter und verfügt über tausende von gewerblichen Anwendungsmöglichkeiten. Und so viel ich weiß, gibt es derzeit eine weltweite Silberknappheit. Die US-Silberreserven sind im Grunde aufgebraucht.

Im Folgenden sehen Sie einen Chart des [weltgrößten börsennotierten physischen] Silberfonds SLV. SLV ist nun über seinen gleitenden 50-Tagesschnitt und seinen gleitenden 200-Tagesschnitt geschossen. Bitte berücksichtigen Sie, dass der SLV den 200-Tagesschnitt im Nachgang noch mehrere Male getestet hat. Ich mag den SLV und glaube, dass er eine Kaufgelegenheit ist.

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Im nächsten Chart wird Silber (SLV) mit Gold (GLD; weltgrößter börsennotierter physischer Goldfonds) verglichen. Silber fängt nun damit an, sich stärker zu entwickeln als Gold. Das ist der zweite Grund, der dafür spricht, beim SLV einzusteigen.

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Angeheizt durch die quantitative Lockerung wird der Aktienmarkt weiter in die Höhe getrieben. Unterdessen beruhigt sich die Fed, indem sie die miserablen Wirtschaftsdaten dem miserablen Wetter anlastet. Doch hinter den jüngsten Statistiken verbirgt sich die Tatsache, dass die Rezession weiter anhält …

Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die institutionelle Verteilung [der QE-Gelder in die Finanzmärkte] weiter anhält … Der Aktienmarkt wird nach wie vor durch die quantitativen Lockerungsmaßnahmen der US-Notenbank in der Höhe gehalten. Das Risiko-Ertrags-Verhältnis für Investments im Aktienmarkt ist negativ.

Unterdessen verharrt die US-Wirtschaft weiterhin in einer Rezession. Und wenn sich diese Wahrheit erst einmal breit macht, wird der Aktienmarkt in den Crash-Modus übergehen. Der Aktienmarkt wird durch die Fed-Manipulationen oben gehalten, und die Wirtschaft durch Lügen und Propaganda. Das ist eine giftige Mischung. Gold stieg am Donnerstag genauso wie die Goldminenaktien. Halten Sie an Ihrem physischen Gold und anderen mit Gold in Zusammenhang stehenden Werten fest.

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