Staatsschuldendebakel: Frankreich wird als erstes zusammenbrechen; Deflation wird Eurozone den Garaus machen

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 10.03.2014

Frankreich führt den Untergang des Westens an: Dieses Land wird als erstes fallen!

Geht jetzt in Frankreich die Sonne unter? Frankreich ist das nächste große Land, das im Rahmen der Staatsschuldenkrise zusammenbrechen wird. Rund 50% der Jugendlichen in Frankreich wollen einfach nur noch weg. Die französische Elite ist die marxistischste Elite der Welt – schließlich stammt die ganze Idee des „Kommunismus“ aus Frankreich, und die französischen Eliten haben es dann Marx verkauft.

CBN hat eine exzellente TV-Doku produziert, in der die französische Krise im Detail dargestellt wird. Ich empfehle Ihnen dringend, sich diese Doku anzusehen, da darin die extremen Gefahren erklärt werden, die vom Internationalen Währungsfonds ausgehen – also der Organisation, die von genau diesen Leuten kontrolliert wird, die einfach nicht begreifen, dass man denen, die produzieren, nicht alles wegnehmen kann.

Die französischen Gewerkschaften sind berüchtigt. Es gehört zu ihrer Streikpraxis, gewaltsam zu reagieren, und oftmals werden auch die Geschäftsführer der Unternehmen gekidnappt.

Frankreich ist das entscheidende Land in Europa, das man im Auge behalten sollte. Frankreich wird der nächste große Akteur sein, der zusammenbricht. Und wenn das passiert, wird das Kapital damit beginnen, sich umzuschauen. Im Anschluss daran wird Japan folgen, und zum Schluss wird die ganze Last auf den USA ruhen.

Wir werden uns die sich derzeit hinter den Kulissen weiter zusammenbrauende Staatsschuldenkrise auf unserer Konferenz am 21.03.2014 im Detail anschauen.

Starker Euro: Deflation macht Europa immer noch zu schaffen

Der Euro drängt gegenüber dem US-Dollar aufgrund der Deflation weiter nach oben. Die geopolitischen Risiken sind bisher noch nicht zum Tragen gekommen, und es könnte sein, dass das nicht vor Juni dieses Jahres der Fall sein wird.

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Die Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Geldpolitik unverändert zu lassen, zeigt, dass sich die EZB weder über die Inflation, noch über die weiter gefassten Auswirkungen eines starken Euros auf eine Wirtschaftserholung in Europa oder die hinter der Deflation stehenden treibenden Kräfte Sorgen macht. Im Zentrum der Deflation steht hier natürlich die zunehmende Arbeitslosigkeit in der Eurozone.

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Die Hauptwiderstandsmarke beim USD/EUR-Wechselkurs liegt nach wie vor bei USD 1,4700. Nur ein monatlicher Schlusskurs über diesem Preisniveau würde signalisieren, dass wir es hier mit einem längeren Aufwärtstrend zu tun haben. Der Anstieg des Euros ist ein Hinweis darauf, dass in der Eurozone zurzeit ein wirtschaftlicher Rückgang stattfindet. Dasselbe sahen wir auch beim Yen in Japan oder dem US-Dollar zu Beginn der 1930er Jahre.

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Damals war es der steigende US-Dollar, der zu Roosevelts Goldkonfiskation und der Abwertung des Dollars führte. Der Trend beim Euro ist also noch nicht abgeschlossen. Umso höher er steigt, desto stärker fällt der wirtschaftliche Rückgang aus.

Der Anstieg des Euros ist ein Hinweis auf einen weitgefassten wirtschaftlichen Rückgang in der Eurozone, der nach Herbst 2015 zu einem Anstieg der Bürgerunruhen führen wird. In den 1930er Jahren war das für den US-Dollar der Todesstoß. Umso stärker der US-Dollar stieg, desto schlimmer viel die Implosion der US-Wirtschaft aus. Dieses Mal ist es jedoch Europa, wo sich exakt derselbe Trend abspielt.

Das wird selbst die schweizerische Wirtschaft erheblich treffen und die Preise für Exportgüter immer weiter in die Höher treiben, was eine Art Vorbereitung für das bedeutende Hoch des 26-Jahreszyklus bei schweizerischen Immobilien im nächsten Jahr ist. Genauso wie in Singapur ist die Schweiz für das Kapital im weltweiten Maßstab einfach zu reich geworden.

Der US-Dollar wird ab Herbst 2015 exponentiell in die Höhe schießen, während die US-Wirtschaft gemeinsam mit dem Economic Confidence Model in den Sinkflug übergeht, von den geopolitischen Risiken ganz zu schweigen. Wenn die US-Wirtschaft kippt, werden wir erleben, wie der US-Dollar richtig abheben wird.

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