Barron: Europa ist ein Pulverfass; Schuldenbombe wird der Eurozone den Garaus machen

King World News, 29.05.2014

Heute sprach King World News mit einer der Legenden der Edelmetallbranche darüber, wie schlimm die Lage für die Menschen in Europa mittlerweile geworden ist. Keith Barron, der einige große weltweite Unternehmen berät und für einen der größten Goldfunde der letzten 25 Jahre verantwortlich zeichnet, sprach überdies darüber, was derzeit im Markt für Altgold und Altsilber zu beobachten ist und was die Chinesen angesichts des aktuellen Goldpreisrückgangs tun werden.

Barron: „Ich habe mitverfolgt, wie der Goldpreis und der Silberpreis diese Woche nach unten gehämmert worden sind. Es ist ziemlich kräftezehrend, das zu verfolgen. Ich glaube, dass ein Großteil dieser Rückgänge auf automatisierte Abverkäufe im Papiermarkt zurückgeht. Da setzte eine kleine Panik ein, und diese Flucht nahm dann immer mehr an Fahrt auf.

Ich würde mal sehr stark vermuten, dass die Chinesen jetzt bei physischem Gold als extrem aggressive Käufer auftreten. Ich glaube, dass es sich hierbei um einen vorübergehenden Preisrückgang handelt, weil – und das können wir ja bereits seit geraumer Zeit beobachten – die Asiaten jedes Mal, wenn es zu bedeutenden Preisrückgängen kam, sofort zur Stelle waren, um all das offerierte physische Gold aufzukaufen.

Es ist nicht einmal zwei Wochen her, da sah ich Nigel Farage im britischen Fernsehen. Zwei andere Gäste der Fernsehsendung bezeichneten UKIP als eine Randgruppe und einen Haufen Spinner. Dasselbe sagten sie auch über die Partei von Le Pen in Frankreich. Doch trotz all dieser Desinformationen und Versuche, die Botschaft von Farage und Le Pen zu verzerren, konnten ihre Parteien riesige Wahlsiege einfahren.

Diese beiden Parteien sprachen sich gegen die Geldpolitik der EZB und gegen die Europäische Union aus. Das hat bedeutende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, die Währungen und auch auf Gold und Silber. Das ist ein Signal, dass sich die Öffentlichkeit einer oder zwei europäischer Länder nun immer stärker dafür ausspricht, aus der Europäischen Union und dem Euro auszusteigen. Und am 5.06.2014 findet ein EZB-Treffen statt, und es wird damit gerechnet, dass sie weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen durchführen werden. Das Problem ist, das die Wähler keine Lust haben, für die verantwortungslosen Länder am Rande der Eurozone die Zeche zu zahlen.“

Eric King: „Wir haben heute auch einen Artikel auf King World News veröffentlicht, wo es darum geht, dass das weltweite Schuldenniveau nun auf 435% des globalen BIP angestiegen ist.“

Barron: „Das ist eine unglaublich hohe Zahl und völlig unhaltbar. Hier werden weiterhin Schulden auf einen Berg von Schulden getürmt. In Ländern wie Spanien, Griechenland und Italien haben wir mittlerweile eine unglaublich große Menge an unglücklichen jungen Menschen. In einigen Fällen haben die Länder mit 60% Jugendarbeitslosigkeit zu kämpfen. Das ist ein Pulverfass, das darauf wartet, zu explodieren. Sollte diese Situation weiter anhalten, wird das am Ende zu Anarchie führen.

Die Lösung der Zentralplaner besteht darin, einfach immer mehr Geld zu drucken es dann auf das Problem zu werfen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir Regierungen, die in einer kontrollierten Wirtschaft per Zins-Dekret herrschen. Die Europäische Zentralbank wird die Zinsen praktisch auf null absenken müssen – ja es könnte sogar sein, dass sie negative Zinssätze festlegen wird. Die EZB versucht jetzt immer verzweifelter, irgendetwas zu tun, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und die deflationären Kräfte davon abzuhalten, Fuß zu fassen. Bisher hat aber nichts von dem, was sie machen, funktioniert …

Die Menge des aus Europa kommenden Altgolds und Altsilbers ist rückläufig. Das World Gold Council hat versucht, das damit zu begründen, dass der Goldpreis und der Silberpreis zurzeit niedrig sind. Das ist aber völlig falsch. Der Grund, warum die Zahlen gefallen sind, ist, weil die Menschen ihr Familiengold und Familiensilber verkauft haben und überhaupt nichts mehr haben, was sie noch verkaufen könnten. So trostlos ist die Lage in Europa. Die Menschen sind pleite. Und auch die Inflation frisst die Familieneinkommen auf, und das wird sich im Laufe der Zeit sogar noch weiter verstärken.“

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