Globale Schuldenbombe: 12 Zahlen zum weltweiten Finanz-Schneeballsystem, die Sie kennen sollten

Michael Snyder, The Economic Collapse, 11.06.2014

Die Zahlen, die Sie in diesem Artikel sehen werden, werden Sie wahrscheinlich schockieren. Diese Zahlen beweisen, dass das weltweite Finanz-Schneeballsystem wesentlich größer ist, als sich die meisten Menschen überhaupt vorstellen können.

Wie Sie im Folgenden sehen werden, beläuft sich die weltweite Gesamtverschuldung mittlerweile auf mehr als das Dreifache des weltweiten BIP. Mit anderen Worten: Man könnte jede einzelne Ware und jede einzelne Dienstleistung nehmen, die dieses Jahr, nächstes Jahr und übernächstes Jahr produziert wird, und es würde immer noch nicht ausreichen, um alle Schulden abzubezahlen.

Aber selbst diese Zahl verblasst im Vergleich zu den Risiken, denen die weltweiten Großbanken durch ihre Derivatekontrakte ausgesetzt sind. Man kann es kaum in Worte fassen, wie leichtsinnig die Banken agieren. Die niedrigen Schätzungen veranschlagen die nominelle Gesamtmenge der von den weltweiten Banken gehaltenen Derivatekontrakte auf USD 710 Billionen – ein Betrag, den man sich kaum vorstellen kann.

Fakt ist auch, dass heute gar nicht so viel „Geld“ im Umlauf ist. Aktuell gibt es gerade einmal rund USD 1 Billion an US-Währung, die man tatsächlich in seinen eigenen Händen halten kann. Würden wir alle gleichzeitig zu den Banken gehen und unsere Bankkonten und Investmentportfolios auflösen, würde dadurch eine gigantische Krise geschaffen. In Wahrheit ist unser Finanzsystem kaum mehr als ein gigantisches auf Schulden und Papierversprechen beruhendes Schneeballsystem. Ja es ist buchstäblich ein echtes Wunder, dass dieses System solange überlebt hat und es bisher noch nicht zum vollständigen Kollaps gekommen ist.

Wenn die US-Amerikaner über die Finanzkrise, mit der sie heute konfrontiert sind, nachdenken, ist die größte Zahl, die uns dazu einfällt, gewöhnlich die Höhe der US-Staatsverschuldung. Und ja, die US-Staatsverschuldung ist mit USD 17 Billionen tatsächlich riesig. In Wirklichkeit ist es aber gerade einmal die zweitgrößte Zahl, die Sie in dieser Aufstellung finden werden.

Im Folgenden sehen Sie 12 Zahlen zum weltweiten Finanz-Schneeballsystem, die Sie sich merken sollten:

Die meisten Menschen neigen dazu, zu glauben, dass die Ursachen der Finanzkrise, die der Finanzwelt in 2008 fast den Garaus gemacht hätten, von den „Behörden“ beseitigt worden wären – aber das stimmt überhaupt nicht.

Fakt ist, dass die Summe der weltweiten Staatsverschuldung seit 2008 noch einmal um rund 40% gestiegen ist, während die „systemrelevanten“ Banken seitdem insgesamt um 37% größer geworden sind.

Unsere „Behörden“ lösen rein gar nichts. Das Einzige, was sie getan haben, ist, diese Blase erneut aufzublähen und ein klein wenig mehr Zeit herauszuschinden.

Wenn man sich diese Zahlen unvoreingenommen anschaut, gelangt man zu der Schlussfolgerung, dass das Ganze überhaupt nicht tragfähig ist.

Wie viele Schulden kann das weltweite Finanzsystem noch aufnehmen, bevor es komplett in sich zusammenbricht?

Wie verantwortungslos können die Großbanken noch agieren, bevor das von ihnen geschaffene Kartenhaus unter ihren Füßen einstürzt?

Für den Moment scheint ja alles in bester Ordnung zu sein. Die weltweiten Aktienmärkte verbuchen neue Allzeithochs und die Kredite sprudeln.

Doch an irgendeinem Punkt wird der Tag der Abrechnung kommen – und wenn dieser Tag kommt, werden wir Zeugen der schmerzlichsten Finanzkrise werden, die die Welt jemals gesehen hat.

Falls Sie planen, sich vorzubereiten, bevor die Krise zuschlägt, ist genau jetzt die Zeit, um das zu tun.

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