300-Jahres-Zyklus: Wir befinden uns jetzt mitten im Monster-Crash

Martin Armstrong, Armstrongeconomics.com, 06.07.2014

Der Kampf zwischen den sich entgegenstehenden Kräften findet sich praktisch überall. Es ist der klassische Kampf von links gegen rechts, der in jeder Gesellschaft zu beobachten ist. Das manifestiert sich dadurch, wem die Mehrheit der Menschen gerade vertraut – also der Frage, ob ihr Vertrauen beim Staat oder beim Privatsektor ruht.

Wir befinden uns gegenwärtig in einer 309,6-jährigen staatlichen Welle, die Ende 2032 endet. Eigentlich schwanken die Kräfte in 8,6-Jahres-Intervallen hin und her, aber bei der Gesamtstruktur der aktuellen Welle handelt es sich um eine staatlichen Welle, während die gegenwärtige 51,6-jährige Welle eine private Welle ist. Die jetzige Welle schaukelt sich immer weiter hoch, bis wir eine enorme Krise erreichen, und das ist auch der Grund dafür, warum ich mir bezüglich der Zukunft solche Sorgen mache.

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Im Folgenden finden Sie die großen Trendwenden des 309,6-Jahre-Intervalls. Allein schon die Daten verdeutlichen das Problem.

Das reicht zurück bis zum wirtschaftlichen Höhepunkt des Römischen Reichs unter der Herrschaft von Kaiser Marcus Aurelius, der im Jahr 180 n. Chr. starb, und das nächste Datum markiert dann das Ende des Römischen Reichs, das formell im Jahr 476 n. Chr. mit dem letzten echten Kaiser unterging. Die Barbaren rissen daraufhin kurzzeitig den Thron an sich und gaben Münzen aus, die von der Aufmachung her römisch aussahen. Am Ende wollten die Barbaren Römer sein, während die Vandalen einfach alles plünderten und sogar das Kupfer von den Tempeldächern herunterrissen.

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Selbst die Erderwärmung folgt dem 309,6-jährigen Modell, da die Sonnenenergie in rund 300-jährigen Zyklen schwankt, was durch die Untersuchung von Eisproben vom Nordpol herausgefunden wurde (Solarzyklen; Sonnenaktivität). Wir befinden uns daher aktuell in der finalen Erwärmungsphase und nach dieser Phase wird wieder extrem kaltes Wetter einsetzen, und zwar eher plötzlich, vergleichbar mit einem Markt-Crash. Zu Beginn eines 309,6-Jahres-Zyklus kommt es zu einem Kälteeinbruch.

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Auf dem Bild sehen Sie, wie George Washington den Delaware in Philadelphia überquert, während sich auf der Wasseroberfläche große Eisblöcke befinden. Ich habe auf diesem Fluss mein ganzes Leben noch nie solches Eis gesehen. Die Sonne ist ein thermodynamisches System, das wie Ihr Herz schlägt – das ist reine Physik. Autos fanden vor den 1940er Jahren auch keine richtige Verwendung. Wir steuern in vielerlei Hinsicht auf das Hoch in 2032 zu.

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Nach 2032 wird es zu bedeutenden klimatischen wie auch politischen Veränderungen kommen. Das ist auch der Grund, warum ich davor warne, dass es eine freiheitliche Zukunft oder mehr Autoritarismus geben kann – und diese Veränderung wird eher plötzlich erfolgen. Es wird so wie der Fall des Römischen Reichs sein, und das weltweite Finanzzentrum wird von den USA in Richtung Asien abwandern. Das Entscheidende wird sein, was am Ende bleiben wird. Bei den technischen Wissenschaften bauen wir auf Wissen der Vergangenheit auf, aber bei den philosophischen Wissenschaften dominieren die Eigeninteressen unsere Auffassungen; die Vorurteile werden immer weiter in die Zukunft getragen.

Bei diesem Trend des sich umkehrenden Vertrauens verhält es sich wie in der Politik – keine Partei gewinnt die ganze Zeit über. Es geht immer vor und zurück wie bei einem Match. Die Huffington Post berichtete über eine von EMC Research durchgeführte Untersuchung, die sich aus drei umfangreichen Umfragen zusammensetzt, die Ende letzten Jahres durchgeführt wurden. Eine wurde per Telefon durchgeführt und zwei per Internet. Diese Untersuchung bestätigte die historischen Trends, was die Unzufriedenheit und Entfremdung der Bürger anbelangt, da sie zeigte, dass die amerikanische Öffentlichkeit dem Staat in den letzten Jahrzehnten zunehmend weniger traut.

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