Starker US-Dollar macht Gold schwer zu schaffen

Mary Anne & Pamela Aden, Aden Forecast, 24.09.2014

Gold stand diesen Monat unter Druck. Es sieht so aus, als würde das dritte Quartal für Gold ein Verlustquartal werden. Also, was passiert hier gerade?

Letzten Monat kam es zu einer Verbesserung bei den US-Wirtschaftsdaten, was dazu führte, dass die Anleger in den Aktienmarkt stürmten.

Darüber hinaus wird durch die guten Konjunkturdaten auch die Auffassung geschürt, dass es in den USA früher als erwartet zu Zinserhöhungen kommen wird. Das hat den US-Dollar in die Höhe getrieben. Dass Europa unterdessen dazu gezwungen ist, sein Konjunkturprogramm fortzusetzen und die Zinsen weiterhin unten zu halten, trug ebenfalls zur Stärke des Dollars bei.

Diese Dollarstärke hat wiederum zu einem Abwärtsdruck bei Gold und einer rückläufigen Goldnachfrage geführt.

Die weltweiten Spannungen hielten das gelbe Metall jedoch davon ab, noch stärker zu fallen. Und wie aus Chart 1 hervorgeht, ist der US-Dollar-Index stärker gestiegen, als Gold gefallen ist.

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Nichtsdestotrotz bauen die Geldverwalter ihre bullischen Goldpositionen derzeit ab: Das Offene Interesse am New Yorker Futures-Markt und die Optionen notieren aktuell nahe von 5-Jahrestiefs.

Unsicherheiten soweit das Auge reicht

Aber da es zurzeit so viele Unsicherheiten gibt, könnte es natürlich auch sein, dass die Märkte unvermittelt umschwenken.

Janet Yellen, die Vorsitzende der US-Notenbank, beteuert, dass die Zinsen solange niedrig bleiben werden, bis es bessere Arbeitsmarktdaten gibt. Und sie beharrt darauf, dass der US-Arbeitsmarkt gegenwärtig immer noch schwächelt.

Und dann haben wir ja auch noch die rückläufige Weltwirtschaft, die weltweiten Spannungen, das monströse Schuldenproblem und eine beispiellose Liquidität … da ist alles möglich. Die Bombardierung Syriens durch die USA ist das jüngste Beispiel.

All das bedeutet, dass wir auf Veränderungen gefasst sein müssen – und wir müssen unser Verhalten entsprechend anpassen, wenn Veränderungen eintreten.

Das ist auch der Grund, warum wir unseren Charts eine so hohe Bedeutung einräumen. Sie helfen dabei, bevorstehende Veränderungen und subtile Trends zu erkennen. Und sie verraten uns, wo man sich innerhalb eines Trends gerade befindet.

Viele haben den aktuellen, seit drei Jahren anhaltenden Bärenmarkt bei Gold mit verschiedenen anderen bedeutenden Rückgängen der Vergangenheit verglichen. Der Bärenmarkt der 1980er und 1990er Jahre war einer der schlimmsten. Das wirklich Schlimme war gar nicht so sehr der Preisrückgang, sondern die gefühlt ewig anhaltende Lustlosigkeit des Markts.

Im Chart 2 stellen wir die Goldpreisentwicklung der letzten drei Jahre (seit dem Goldpreishoch von September 2011) dem Beginn des großen Bärenmarkts im Jahr 1980 gegenüber. Wie aus dem Chart hervorgeht, fällt der aktuelle Goldpreisrückgang geringer aus als damals, dennoch haben wir es hier mit einer ähnlichen Kursentwicklung zu tun.

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Die entscheidende Frage ist: Wird Gold seinen Bullenmarkt in den kommenden Jahren wieder fortsetzen oder wird es eine ähnlich lustlose Phase geben wie damals, wo sich Gold im Grunde auf einem Seitwärtsband bewegte? Damals verharrte Gold weitere 10 Jahre nahe oder leicht über dem Tief von 1982, wobei es dem Metall nicht gelang, die Marke von USD 500 pro Unze zu durchbrechen.

Wir glauben, dass ein solches Szenario in der heutigen Welt unwahrscheinlich ist, aber es ist immer von Vorteil, des Teufels Advokaten zu spielen.

Bis auf weiteres ist das Goldpreistief von Dezember 2013 der entscheidende Punkt, den wir im Auge behalten. Sollte sich das gelbe Metall über USD 1.193 pro Unze – dem Dezember-Tief – halten können, dürfte es im Prozess sein, ein riesiges Tief auszubilden, das dann wohl zum Sprungbrett für neue Preisanstiege werden wird. Sollten die Dezember-Tiefs durchbrochen werden, wäre dies jedoch ein bärisches Signal.

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