Finanz-Crash: System-Neustart wird den gesamten Planeten erfassen

Robert Fitzwilson, King World News, 28.09.2014

Die Finanzmärkte befinden sich heute im Besitz der Zentralbanken und ihrer jeweiligen Regierungen und werden von ihnen gemeinsam mit Wall Street gesteuert. Daran kann kein Zweifel bestehen. Die jüngste Enthüllung, dass die japanische Notenbank riesige Mengen an japanischen Aktien gekauft hat, unterstreicht nur, wie stark die Aktien- und Anleihemärkte gestützt werden.

Wie heißt es so schön: „Beschädigte Ware gilt als gekauft“, und genau das haben die weltweiten Zentralbanken im Grunde getan. Die Preisfindung, die einst das Resultat der Handlungen von Milliarden von Menschen war, liegt nun in den Händen von ein paar wenigen fehlgeleiteten Personen, Konzernen und Staatsvertretern.

Viele der Schurken, die diesen Schlamassel geschaffen haben, hatten dabei nur ein Ziel vor Augen: Die Selbstbereicherung. Es ging darum, die großen Finanzinstitutionen zu retten, unglaublich reich zu werden und dafür zu sorgen, dass niemand ins Gefängnis musste, nicht um die Rettung der Wirtschaft. Für diese Wenigen, war das Ganze eine Riesenerfolgsgeschichte.

Zu den Schurken dieser Geschichte gehören auch einige Leute, die für den Augenblick Ende 2008 ausgebildet und herangezogen wurden. Es war der Augenblick, um keynesianische Weisheiten zu verkünden – und zwar in gigantischem, weltweitem Ausmaß. Sie waren die Kavallerie, die zur Hilfe eilte; die „weißen Ritter“, die das Weltfinanzsystem retten. Es wurde gelehrt, dass Reichtum und Wohlergehen vom überbordenden Staat herrühren, nicht von Privateigentumsrechten und harter Arbeit. Und diese Ideologie wurde auch praktiziert. Es liegt in ihrer DNA.

Am Anfang war das Ganze auch recht erfolgreich. Die Konjunkturprogramme schossen wie Pilze aus dem Boden; die Geldmengen, um die es ging, schossen ins Astronomische. Die Finanzrepression erlebte ihre große Stunde, und die Regulierungsbehörden schauten einfach weg.

In den letzten 100 Jahren wurde echtes Geld durch Schulden und Fiatwährung ersetzt. Von da an hatten die Zentralplaner die Kontrolle über die Geldmenge, die Märkte, die Konzerne, die Regulierungsbehörden und das Rechtssystem. Es war nicht geplant, dass dabei etwas schiefgehen würde, zumindest nicht unter ihrer Aufsicht – aber das Ganze fährt gerade gegen die Wand, und dieser Niedergang wird sich auch weiter fortsetzen, und zwar solange, bis ein historischer und monumentaler Augenblick den gesamten Planeten erfassen wird.

Und während wir auf diesen Augenblick warten, müssen die Vermögenswerte entsprechend diversifiziert werden. Zu den verschiedenen Vermögenswerten, über die wir in der Vergangenheit sprachen, gehören auch die „Realwerte“, mit denen Anleger ihr Portfolio aufbauen können. Wir sind jedoch zu dem Schluss gelangt, dass die Charakterisierung eines „Realwerts“ dank der massiven Flutung der Finanzmärkte mit Kredit und Fiatwährung mittlerweile bedeutend komplizierter geworden ist.

Nehmen wir beispielsweise die USD 200 Millionen Penthäuser in London und New York, bei denen es sich aus technischer Sicht um Realwerte handelt, da die Immobilien auf Land erbaut wurden und aus handfesten Materialien bestehen. Die Preise, die für diese Immobilien bezahlt werden, enthalten aber nicht nur den intrinsischen Wert der Materialien, sondern auch einen Preisaufschlag, und dieser Preisaufschlag begründet sich dadurch, dass die Superreichen Unmengen an angehäufter Fiatwährung diversifizieren möchten.

Ein weiteres Beispiel dafür ist das Haus in Woodside in Kalifornien, das für USD 117 Millionen verkauft wurde. Es würde uns wundern, sollte der intrinsische Wert der Immobilie USD 20 Millionen übersteigen. Und das heißt, dass hier fast USD 100 Millionen gezahlt worden sind, die sich jeder realistischen kostenbasierten Analyse entziehen, einfach nur, um im Rahmen einer einzigen Transaktion schnell und effizient Fiatwährung zu platzieren.

Dieser Überschuss an Fiatwährung – Billionen, die aktuell weltweit herumschwirren – muss von den Anlegern beim Kauf langfristiger Investments mitberücksichtigt werden. Der Investor muss abschätzen, wie viel der aufgeblähten Finanzsystem-Aufpreise, die über den intrinsischen Wert hinausgehen, für einen Vermögenswert gezahlt werden.

Wir wissen, dass die Aufschläge bei Technologie- und Biotechfirmen, die an die Börse gehen, riesig sind. Diese Aufschläge gehen auch auf eine Überversorgung mit Fiatwährung zurück – Geld, das nach einem Zufluchtsort sucht und darauf aus ist, mithilfe von Investmentbanken und Investmentfirmen Zugewinne zu generieren.

Immobilien, speziell an der Westküste der USA, sind reale Vermögenswerte – aber die Preise, die aktuell in San Francisco und Silicon Valley für 1a-Immobilien gezahlt werden, enthalten auch riesige Aufschläge. Hochwertige Kunstobjekte fallen ebenfalls in diese Kategorie.

In Bezug auf ihre Nützlichkeit und ihre historischen Rollen sind natürlich auch Energiewerte und Edelmetalle von Bedeutung. In den Energiemärkten und den Edelmetallmärkten gibt es die vorgenannten Aufpreise aktuell jedoch nicht.

Dank der Drückung und der Manipulation dieser Vermögenswerte – und all das, während das Finanzsystem-Monster exponentiell gewachsen ist – sind die Abschläge bei diesen Werten gegenüber einem vernünftigen Marktpreis genauso extrem, wie es die Überbewertung bei den Vermögenswerten ist, die aktuell von den geldpolitischen Machenschaften der Zentralplaner profitieren.

Die Anleger müssen bei diesen außerordentlich billigen Vermögensklassen weiter zukaufen, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem das Finanzsystem seinen Augenblick des Neustarts erleben wird. Es ist wichtig, an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es genau diese Augenblicke sind, wo große Vermögen gemacht werden.

Und es ist nicht nur so, dass das Finanzsystem zunehmend instabiler wird – nein, zeitglich ist die Stimmung im Energie- und im Edelmetallsektor grauenhaft und auf historisch niedrigen Niveaus. Die erfolgreichsten Investoren halten nach genau solchen Rahmenbindungen Ausschau, um zuzuschlagen und ihre Positionen auszubauen.

Genauso wie Irving Fischer eine Woche vor dem Aktienmarktcrash des Jahres 1929 erklärte, dass die Aktien ein dauerhaft hohes Niveau erreicht hätten, dürften auch heute all jene, die behaupten, dass die „Krise vorbei ist“ und die Zentralplaner die Kontrolle über das Finanzwesen, den Energiemarkt und die Edelmetallmärkte auf absehbare Zeit aufrecht erhalten werden, mit ihrer Einschätzung spektakulär danebenliegen.

Weitere Artikel zu diesem Thema