Die meisten Amerikaner sind pleite und auf die kommende Wirtschaftskrise nicht vorbereitet

Michael Snyder, The Economic Collapse, 23.02.2015

Wenn die kommende Krise einsetzt, wird es über die Hälfe der US-Bevölkerung innerhalb von Wochen erwischen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt leben 60% der US-Bürger von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck und atemberaubende 24% des Landes haben mehr Kreditkartenschulden als Rücklagen.

Eines der Hauptprinzipien, das von den „Finanzexperten“, die immer im Fernsehen kommen, gelehrt wird, ist, dass man einen Notgroschen haben sollte, um in schlechten Zeiten auf etwas zurückgreifen zu können. Denn es können ja immer unerwartete Kosten wie Autoreparaturen oder Arztrechnungen auf einen zukommen. Und im Falle eines bedeutenden wirtschaftlichen Zusammenbruchs ist man völlig hilflos, wenn man nicht auf irgendwelche Ersparnisse zurückgreifen kann.

In den Vereinigten Staaten gibt es derzeit zig Millionen Familien, die einfach nur versuchen, irgendwie über den Monat zu kommen. Ich höre immer wieder von Menschen, die im aktuellen Wirtschaftsumfeld massiv zu kämpfen haben. Doch wer in der Lage ist, eine Notfallrücklage aufzubauen, sollte das auf alle Fälle machen.

In letzter Zeit haben wir eine längere Phase relativer wirtschaftlicher Stabilität erlebt, aber das wird nicht so bleiben. Fakt ist, dass die Zeit, um sich auf die nächste große Wirtschaftskrise vorzubereiten, immer schneller abläuft, und die meisten Amerikaner sind auf eine solche Krise überhaupt nicht vorbereitet.

Im Folgenden finden Sie 14 Hinweise, dass die meisten Amerikaner pleite und auf die kommende Krise überhaupt nicht vorbereitet sind:

1. Laut einer kürzlich veröffentlichten Umfrage haben 24% aller Amerikaner mehr Kreditkartenschulden als Rücklagen für Notfälle.

2. Dieselbe Erhebung förderte zutage, dass weitere 13% aller Amerikaner zwar keine Kreditkartenschulden haben, aber trotzdem über keinerlei Rücklagen verfügen.

3. Zurzeit leben 62% aller US-Bürger von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck.

4. Erwachsene Amerikaner, die jünger als 35 Jahre sind, haben aktuell eine Sparquote von -2%.

5. Über die Hälfte aller Schüler in staatlichen US-Schulen kommen aus Familien, die arm genug sind, um Bezuschussungen für die Schulspeisung zu erhalten.

6. Eine im letzten Jahr durchgeführte Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass über ein Drittel der US-Bevölkerung nicht bezahlte Schulden hat, die gerade „eingetrieben werden“.

7. Bei einer anderen Untersuchung kam heraus, dass sich 52% aller Amerikaner das Haus, in dem sie aktuell leben, in Wahrheit gar nicht leisten können.

8. Laut einer von Atif Mian (Princeton University) und Amir Sufi (University of Chicago Boot School of Business) durchgeführten Untersuchung könnten 40% der US-Bürger aktuell keine USD 2.000 aufbringen, ohne dafür einen Kredit aufnehmen zu müssen.

9. Dieselbe Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass 60% der US-Bürger die nachfolgende Frage nicht mit Ja beantworten können: „Verfügen Sie über einen Spargroschen, um damit im Falle von Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder eines wirtschaftlichen Abschwungs drei Monate lang für Ihre Kosten aufzukommen?“

10. In einer anderen Untersuchung stellte man fest, dass nicht einmal 25% der US-Bevölkerung genügend Rücklagen hat, um damit die Kosten für sechs Monate zu bestreiten.

11. Ein durchschnittlicher US-Haushalt ist heute mit insgesamt USD 203.163 verschuldet.

12. Es wird davon ausgegangen, dass weniger als 10% der US-Bevölkerung Gold und Silber als Investment halten.

13. 48% aller Amerikaner haben keinerlei Notrationen zuhause.

14. 53% aller US-Bürger haben nicht einmal eine Minimalversorgung von 3 Tagen an unverderblichen Nahrungsmitteln und Trinkwasser im Haus.

Vielleicht halten Sie keinen der obengenannten Punkte für wichtig.

Vielleicht sind Sie der Meinung, dass die aktuelle Blasenwirtschaft ewig so weitergehen kann.

Nun ja, falls Sie nicht auf die über 1.200 Artikel von mir hören wollen, in denen ich auf den kommenden Wirtschaftskollaps hingewiesen habe, hören Sie ja vielleicht auf den früheren Vorsitzenden der US-Notenbank Alan Greenspan. Greenspan erklärte jüngst gegenüber einem Interviewer:

„Wir fragten ihn, wo der Goldpreis nach seinem Dafürhalten in 5 Jahren liegen würde, und er sagte ´bedeutend höher`.

In einem privaten Gespräch fragte ich ihn, was es mit den ausstehenden Schulden auf sich habe … und ich fragte, ob die Schuldenlast in den USA nicht mittlerweile so groß ist, dass es zu irgendeiner Art von geldpolitischer Abwertung kommen müsste. Greenspan sagte, dass man in einer Ära der quantitativen Lockerung und Nullzinspolitik seitens der US-Notenbank … ohne ein bedeutendes Marktereignis in Wahrheit nicht aussteigen könne … Ich interpretiere das so, dass es entweder zu einem Aktienmarktcrash oder einer langanhaltenden Rezession kommt, was dann eine weitere monetäre Reflationsrunde der Fed nach sich ziehen würde.

Greenspan glaubt, dass etwas Großes bevorsteht, so dass wir uns von der Ära des Gelddruckens nicht ohne Folgen … verabschieden könnten und Gold davon profitieren wird.“

Ich habe ja immer wieder darauf hingewiesen, dass die Anzeichen, dass die nächste Krise ziemlich nahe ist, überall anzutreffen sind.

Beispielsweise ist der Baltic Dry Index nun wieder auf ein neues Rekordtief gefallen. Die Situation hat sich so stark eingetrübt, dass einige weltweit agierende Frachtunternehmen jetzt Insolvenzanträge gestellt haben:

„…Der Baltic Dry Index ist abermals auf neue Rekordtiefs gefallen und der Zusammenbruch dieses Nicht-Finanzindikators, der über die Ungleichgewichte zwischen dem Welthandel und dem Angebot bei der Frachtbranche Auskunft gibt, macht sich nun mittels ganz realer Auswirkungen bemerkbar, wie Reuters meldete. So hat diesen Monat bereits der dritte Schüttguttransporteur einen Insolvenzantrag gestellt in einem Umfeld, das von den Schiffstransporteuren als ´die schlimmsten Marktbedingungen seit den 80er Jahren´ bezeichnet wird.“

Vielleicht sehen Sie hier etwas auf uns zukommen.

Vielleicht wollen Sie sich darauf vorbereiten.

Wenn Ihnen diese ganze Thematik neu sein sollte und Sie nicht wissen, wie Sie am besten damit beginnen, sich auf die kommende Krise vorzubereiten, schauen Sie sich hierzu bitte meinen Artikel „89 Tips That Will Help You Prepare For The Coming Economic Depression“ an. Dort finden Sie einige grundlegende Tipps, die Sie sofort umsetzen können.

Das wichtigste ist natürlich das, was eingangs in diesem Artikel bereits Erwähnung fand: Wenn irgendwie möglich, sollten Sie über einen Notgroschen verfügen. Wenn der Wirtschaftssturm losgeht, wird Ihre Familie etwas brauchen, auf das sie zurückgreifen kann – denn wer sich auf den Staat verlässt, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen, wird massiv enttäuscht werden.

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