16 Hinweise, dass die USA jetzt kurz vorm nächsten Wirtschaftsabschwung stehen

Michael Snyder, The Economic Collapse, 29.04.2015

Sollte sich das US-Wirtschaftswachstum noch ein klein wenig stärker abkühlen, würden wir uns auch offiziell wieder in Rezessions-Territorium bewegen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass das US-BIP im ersten Quartal mit einer Jahresrate von 0,2% zulegte. Das war ein bedeutend geringeres Wachstum, als all die „Experten“ vorausgesagt hatten. Und natürlich stehen auch zahlreiche Fragen im Raum, ob die offiziellen Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt, die uns von der US-Regierung gegeben werden, überhaupt stimmen.

Laut John Williams von Shadowstats.com würden die USA seit 2005 fortwährend negatives Wirtschaftswachstum ausweisen, würden ehrliche Zahlen verwendet. Aber selbst wenn wir die Zahlen, die von der US-Regierung kommen, als wahrheitsgemäß zu Grunde legen, zeigen sie dennoch, dass sich die US-Wirtschaft nun wieder abkühlt. Es scheint fast so, als würde die „Trendwende“ jetzt da sein, und es gibt Viele (mich eingeschlossen), die glauben, dass der nächste bedeutende Wirtschaftsabschwung praktisch unmittelbar bevorsteht.

Wie Sie in diesem Artikel noch sehen werden, gibt es derzeit eine Vielzahl von Dingen, mit denen man eigentlich zu Beginn einer Wirtschaftsrezession rechnen würde. Im Folgenden finden Sie 16 Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Wirtschaft an Fahrt verloren hat und der nächste Wirtschaftsabschwung da ist:

1. Wie wir jüngst erfahren haben, ist das US-BIP im ersten Quartal dieses Jahres auf Jahresbasis gerade einmal um 0,2% gestiegen:

„Das BIP wuchs zwischen Januar und März mit einer annualisierten Rate von 0,2%, so das US-Wirtschaftsministerium, was das Bild einer drastisch abbremsenden Wirtschaft unterstreicht, nachdem sie im letzten Jahr noch so stark zulegen konnte. Die Wachstumsrate liegt weit unter der 1%-Marke, die von den Analysten erwartet wurde, und es ist das schwächste Quartal der letzten 12 Monate.“

2. Wenn man die sehr ungewöhnlichen Anstiege bei den Lagerbeständen aus den BIP-Zahlen herausrechnet, wäre das US-BIP im ersten Quartal 2015 gegenüber dem Vorjahr sogar um -2,5% gefallen:

„Die einzige gute Meldung: Der massive Anstieg bei den Lagerbeständen – es ist der größte seit 2010 –, der das BIP um fast 3% in die Höhe zog. Ohne diesen enormen Lageranstieg bei nicht agrarwirtschaftlichen Gütern – die irgendwann (zu einem sehr niedrigen Preis) liquidiert werden müssen) –, läge das BIP im ersten Quartal bei -2,5%.“

3. Das US-Außenhandelsdefizit gegenüber dem Rest des Planeten erstickt das US-Wirtschaftswachstum. Laut dem Reality Check Blog würde das US-Wirtschaftswachstum seit Ende der letzten Rezession um 8% höher liegen, wenn die USA eine ausgeglichene Außenhandelsbilanz gehabt hätten:

„Laut den neuesten Zahlen des ersten Quartals hat der Anstieg beim Außenhandelsdefizit dafür gesorgt, dass das reale kumulative Wachstum der US-Wirtschaft seit Beginn der aktuellen Erholung im zweiten Quartal 2009 um 7,99% niedriger liegt.“

4. Laut jüngst von der US-Behörde für Arbeitsmarktstatistik veröffentlichten Daten hat eine von fünf US-Familien derzeit keine Arbeit. Wie um alles in der Welt kann die „Arbeitslosenrate“ bei „5,5%“ liegen, wenn bei 20% aller US-Familien niemand einer Arbeit nachgeht! Das macht überhaupt keinen Sinn.

5. Die US-Eigenheimquote ist jetzt auf ein brandneues 25-Jahrestief gefallen. Wie kann man behaupten, dass es der Mittelschicht gut geht, wenn der Prozentsatz der Amerikaner, die ein Eigenheim besitzen, so niedrig ist wie seit über 2 Jahrzehnten nicht mehr?

6. 2013 erklärten 31% aller Amerikaner, dass sie sich auf absehbare Zeit kein Eigenheim kaufen würden. Gerade einmal 2 Jahre später liegt dieser Prozentsatz nun bei 41%.

7. Die Studentenkredit-Blase platzt gerade. Laut Bloomberg werden gegenwärtig gerade einmal 37% aller Studentenkredite pünktlich bedient und getilgt:

„Da die Kreditnehmer immer stärker damit zu kämpfen haben, ihre Studentenkredite zurückzuzahlen, warnt Moody´s Investors Service jetzt davor, dass es für die Anleger länger als versprochen dauern könnte, bis sie ihr Geld zurückbekommen. Die Kreditratingagentur erklärte diesen Monat, dass sie die Bonitätsnote bei USD 3 Milliarden an mit Bestnoten bewerteten Schulden absenken könnte, da die Anleger mit der Gefahr konfrontiert sein könnten, dass sich die Tilgung verlangsamt oder sie sogar überhaupt keine Zinsen erhalten.

Diese Sorge unterstreicht die negativen Folgen der Rekordsumme an USD 1,2 Billionen an US-Studentenkrediten, die nun auf alles andere – vom Eigenheimmarkt, über die Verbraucherausgaben bis hin zum Steueraufkommen – überspringen. Da eine schwache Wirtschaftserholung die Kreditnehmer dazu zwingt, ihre Kreditzahlungen aufzuschieben oder staatliche Zuschüsse zu beantragen, sind derzeit gerade einmal 37% von ihnen in der Lage, ihre Zahlungen pünktlich zu leisten und ihre Schulden zu tilgen, so die Federal Reserve Bank of New York in einer Präsentation von diesem Monat.“

8. Procter & Gamble gab bekannt, dass es weitere 6.000 Arbeitsplätze streichen wird. Warum würde ein Unternehmen so etwas tun, wenn sich die Wirtschaft aufhellt?

9. McDonald´s plant in diesem Jahr dauerhaft 700 schlecht laufende Restaurants zu schließen. Warum sollte das jemand tun, wenn sich die Wirtschaft aufhellt?

10. Es wird davon ausgegangen, dass die Hälfte aller Fracking-Unternehmen in den Vereinigten Staaten Ende 2015 pleite oder verkauft sind.

11. Die Einzelhandelsverkäufe in den USA brechen zurzeit so schnell ein wie seit der letzten Rezession nicht mehr.

12. Die Großhandelsverkäufe gehen derzeit so schnell zurück wie seit der letzten Rezession nicht mehr.

13. Die Fertigungsaufträge sind in den USA nun so schnell zurückgegangen wie seit der letzten Rezession nicht mehr.

14. Die Kreditanfragen sind rückläufig, und zwar mit einer Rate, wie sie seit der letzten Rezession nicht mehr gesehen wurde.

15. Das US-Exportwachstum ist erstmals seit der letzten Rezession in den negativen Bereich abgerutscht.

16. Während die US-Wirtschaft nun damit anfängt, einen neuen Abwärtsschwung einzuleiten, sind die meisten Amerikaner überhaupt nicht darauf vorbereitet. Fakt ist, dass eine Umfrage kürzlich ergab, dass 62% aller US-Bürger von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck leben.

Lassen Sie sich von der nächsten Rezession nicht überraschen!

2008 und 2009 verloren Millionen US-Bürger aufgrund des drastischen Wirtschaftseinbruchs plötzlich ihre Arbeit oder ihr Unternehmen. Und weil die meisten von ihnen von Gehaltsscheck zu Gehaltsscheck lebten, gab es sehr viele Amerikaner, die sich plötzlich nicht mehr in der Lage sahen, ihre Hypotheken zu bedienen, weshalb die Zwangsversteigerungen auf beispiellose Hochs schossen. Millionen Familien, die dachten, dass sie finanziell auf solidem Grund agieren würden, mussten miterleben, wie sich ihr Mittelschicht-Lebensstil innerhalb weniger Monate in Luft auflöste.

Das ist der Grund, warum es von entscheidender Bedeutung ist, dass man sich selbst finanziell, emotional, physisch und spirituell auf den großen Sturm vorbereitet, der früh genug bei uns aufschlagen wird …

Die letzten paar Jahre waren für die US-Wirtschaft eine Phase relativer Stabilität. Sehr viele Menschen haben sich davon einlullen lassen und lebten während dieser Zeit mit einem falschen Gefühl der Sicherheit. Diese Menschen sind zu der Überzeugung gelangt, dass unsere Probleme behoben wurden. Aber sie wurden überhaupt nicht behoben. Fakt ist, dass unsere Probleme heute viel, viel schlimmer sind, als es kurz vor Ausbruch der letzten Finanzkrise der Fall war.

Wenn die nächste große Finanzkrise zuschlägt, werden wir einen drastischen Anstieg bei der Selbstmordrate sehen so wie während der letzten Finanzkrise. Millionen von Menschen werden von den kommenden Ereignissen völlig überrascht werden und in Depression und Hoffnungslosigkeit verfallen. Aber das muss Ihnen nicht so ergehen. Es ist gut, zu wissen, was bevorsteht, und zu begreifen, warum es bevorsteht. Es ist gut, sich im Voraus auf schwierige Zeiten vorzubereiten. Und es ist gut, wenn man einen Plan hat, der über mehrere Jahre hinausgeht.

Und obwohl ich über all diese schrecklichen Dinge schreibe, die die USA jeden Tag heimsuchen, lebe ich ohne Angst, und das ist es, was ich mir auch für alle meine Leser wünsche.

Wollen Sie wissen, wer richtig in Angst und Panik verfällt, wenn die Lage richtig verrückt wird?

Es werden die Menschen sein, die keine Ahnung hatten von dem, was kommt, und sich in keinster Weise darauf vorbereitet haben.

Ja, die uns bevorstehenden Zeiten werden extrem herausfordernd werden, aber sie können auch die beste Phase unseres Lebens werden. Letztlich geht es darum, wie man mit einer Welt umgeht, die völlig durchdrehen wird. Die Entscheidungen liegen bei Ihnen.

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