Gefährlicher Bärenmarkt: Gold dümpelt weiter vor sich in

Die Goldbären haben immer noch das Heft in der Hand, eine Trendwende während der Sommermonate scheint nicht in Sicht

Martin Armstrong, Armstrong Economics.com, 04.06.2015

Sinn und Zweck unsers „Umkehr-Systems“ ist es, eine Bestätigung für einen Trend zu erhalten. Bei Gold war es so, dass für einen Anstieg in den Juni hinein ein Wochenschlusskurs, also eine bullische Wochenumkehrmarke von über USD 1.239 pro Unze nötig gewesen wäre.

Am 15.05.2015 schrieben wir: „Ein Wochenschlusskurs über USD 1.239 pro Unze müsste einen Kurssprung nach oben bestätigen. Der bedeutende technische Widerstandsbereich verläuft bei USD 1.309 pro Unze.“ Gold gelang es nicht, auf dieses Niveau zu steigen. Es ging lediglich mit USD 1.225 pro Unze aus dem Handel. Und in der Woche darauf konnte Gold selbst im Intraday-Handel dieses Niveau nicht erreichen und kam bei USD 1.232 pro Unze zum Halten.

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Aktuell scheint Gold nichts Ungewöhnliches zu machen – es bleibt weiterhin innerhalb seines Abwärtstrendkanals.

Daher wird der unmittelbar vor uns liegende Handelsbereich durch die wöchentlichen Umkehrmarken definiert werden. Die aktuelle bullische Wochenumkehrmarke verläuft bei USD 1.239 pro Unze und die erste bärische Wochenumkehrmarke liegt bei USD 1.183 pro Unze, wobei die wichtigere bärische Wochenumkehrmarke bei USD 1.168 pro Unze verläuft.

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Die Geschehnisse in Europa – speziell die Rally beim Euro – beeinflussten das gelbe Metall negativ, was ebenfalls dazu beitrug, dass Gold auf Dollarbasis unter USD 1.239 pro Unze blieb.

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Juni und Juli sind nach wie vor unsere zeitlichen Ziele. Es scheint so zu sein, dass es vor Oktober/November dieses Jahres keine bedeutenden Veränderungen geben wird. Wir sollten daher in den Sommermonaten mit wilderen Kursbewegungen rechnen.

Meine persönliche Beobachtung ist, dass in spanischen Banken und Geschäften keine Goldmünzen mehr verkauft werden, was im Gegensatz zu dem steht, was ich in Italien beobachten konnte. Ferner scheint es so zu sein, dass es bei Goldkäufen in Frankreich Probleme gibt. Die Staaten nehmen Gold ins Visier, da es ein Mittel ist, sein Geld aus den Banken zu holen, und sie tun ihr Bestes, um es mithilfe von Einschüchterungsmaßnahmen quasi-illegal zu machen. Gold kann als Untergrund-Mittel verwendet werden, um Transaktionen durchzuführen, sollten die Staaten Maßnahmen ergreifen, um das Bargeld abzuschaffen und in Richtung elektronischen Geldes zu gehen. Das ist dann auch der Punkt, wo sie Edelmetalltransaktionen für illegal erklären und als Grund für Konfiskationen anführen könnten.

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