Der Euroraum zerbricht: Kapitalflucht in die Leitwährung hält weiter an

Starker US-Dollar: Gold, Silber & Euro fallen auf neue Tiefs

Propagandafront.de, 06.11.2015

Der US-Dollar hat sich gegenüber der Katastrophenwährung Euro in den letzten paar Wochen wieder etwas stärker entwickelt, was darauf hindeutet, dass weiterhin große Kapitalströme aus Europa in Richtung USA abfließen. Obschon sich der Euro im August – also in der Sommerpause, wo keiner die Probleme der marxistischen Jauchegrube namens Eurozone im Blick hatte, sondern alle im Urlaub waren – etwas erholen konnte und zwischenzeitlich sogar über die Marke von USD 1,15 schoss, hat er gegenüber dem US-Dollar in den letzten Wochen abermals an Kaufkraft verloren.

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Netdania.com – Euro in US-Dollars auf Wochenbasis. Zum Vergrößern anklicken.

Der Euro notiert aktuell unter USD 1,09 und fiel am Donnerstag im Intraday-Handel mit USD 1,0832 bereits auf ein neues 4-Monatstief. Das Tief des aktuellen (und vielleicht letzten und letalen) Euro-Bärenmarkts liegt bei USD 1,0461. Es wurde im März dieses Jahres ausgebildet. Sollte die europäische Katastrophenwährung weiterhin derart schwächeln und unter diese Marke fallen, würde abermals ein neues 13-Jahrestief ausgebildet!

Die Probleme in der Eurozone sind wirklich gigantisch und weite Teile der europäischen Bevölkerung scheinen sich der derzeitigen wie auch kommenden Herausforderungen noch gar nicht bewusst zu sein. Es wäre keine Überraschung, würde sich die Talfahrt des Euros in den kommenden Monaten weiter fortsetzen und die Kapitalflucht der freien Wirtschaft aus dem europäischen Krisengebiet weiter anhalten.

Dass die Schwäche des Euros gegenüber dem US-Dollar nicht allein auf den Euroraum zurückgehen dürfte, zeigt ein Blick auf den US-Dollar-Index. In diesem wird der Euro mit rund 58% gewichtet und es fließen noch andere Währung in die Berechnung des Indexes mit ein. Der US-Dollar-Index notiert aktuell auf einem neuen 3-Monatshoch. Der Index der Leitwährung ist von Juli 2014 bis heute von rund 80 Punkten auf derzeit rund 98 Punkte gestiegen!

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Netdania.com – US-Dollar-Index auf Wochenbasis. Zum Vergrößern anklicken.

Wenn die gierigen Politiker und ihre staatstragenden Claqueure – die Presstituierten und die staatlich finanzierten Akademiker – also wieder einmal von einer starken europäischen Wirtschaft sprechen, reicht im Grunde bereits ein Blick auf den Außenwert des Euros, um die Wahrheit zu erfahren, denn eine Währung spiegelt den Zustand eines Landes bzw. Währungsraums in der Regel bedeutend genauer wider, als die Lügen dieser Räuberbande!

Die Edelmetalle konnten von den weltweiten Krisenherden bisher auch nicht profitieren. Gold und Silber – die an den internationalen Märkten in US-Dollars gehandelt werden – sind ebenfalls extrem schwach und auch hier besteht die Gefahr, dass sie im Rahmen ihrer zyklischen Bärenmärkte noch neue Tiefs testen werden, bevor sich die Lage wieder aufhellt.

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Netdania.com – Gold in US-Dollars auf Tagesbasis. Zum Vergrößern anklicken.

Gold, das Metall, das von vielen als die ultimative Krisenwährung angesehen wird und vor drei Wochen in der Spitze noch mit über USD 1.190 pro Unze notierte, liegt derzeit bei rund USD 1.108 pro Unze und hat somit in kurzer Zeit mehr als USD 80 pro Unze verloren. Bis zum Donnerstag hatte das Metall sieben Handelstage in Folge verloren! Am Donnerstag fiel Gold im Intraday-Handel mit einem Preis von USD 1.103 pro Unze auf ein neues 7-Wochentief, bevor wieder neue Käufe einsetzten.

Das Tief des aktuellen Goldbärenmarkts liegt bei USD 1.077,67 pro Unze und wurde im Juli dieses Jahres erzielt. Gold liegt zurzeit sehr nahe an dieser Marke (rund 3%). Sollte das Metall weiterhin so schwächeln, wäre es daher keine Überraschung, würde es in Richtung neuer Tiefs vorstoßen. In Euros ausgepreist fiel Gold am Donnerstag im Intraday-Handel mit EUR 1.013,62 pro Unze auf ein neues 3-Wochentief. Der Goldpreischart in Euros ist ziemlich hässlich.

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Netdania.com – Gold in Euros auf Tagesbasis. Zum Vergrößern anklicken.

Silber, dem kleinen verrückten Bruder von Gold, ergeht es unterdessen auch nicht viel besser. Das weiße Metall liegt aktuell auch auf einem 5-Wochentief und kann auf immerhin 6 Verlusttage in Folge zurückblicken. Silber kostet jetzt rund USD 15,03 pro Unze.

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Netdania.com – Silber in US-Dollars auf Tagesbasis. Zum Vergrößern anklicken.

Und auch auf Eurobasis sieht das Chartbild recht gruselig aus, so fiel das Metall am Donnerstag mit EUR 13,737 pro Unze auf ein neues 4-Wochentief.

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Netdania.com – Silber auf Tagesbasis in Euros. Zum Vergrößern anklicken.

Es steht außer Frage, dass Gold und Silber auch wieder glanzvollere Zeiten erleben werden. Aktuell werden die beiden Edelmetalle jedoch vom sehr starken US-Dollar dominiert. Eines ist aber auch Fakt – Gold und Silber werden den Euro auf alle Fälle überleben. Die Zerreißkräfte der Eurozone sind selbst für den Normalbürger immer stärker zu spüren und es ist kaum vorstellbar, dass die europäische Katastrophenwährung noch allzu viele große Krisen überstehen wird. Die Tage dieses komplett durchgeknallten Währungsexperiments dürften bald gezählt sein. Es wäre erstaunlich, sollte der Euro die nächsten fünf bis zehn Jahr überstehen.

Bei einem erneuten Aufflammen der europäischen Staatsschuldenkrise und dem Zusammenbruch des europäischen Währungsraums werden Gold und Silber auf Eurobasis natürlich massiv steigen. Wir dürfen alle gespannt sein, wann und wo die Wirtschafts- und Finanzkrisen im Euroraum als erstes wieder hochkochen werden und welche europäischen Zombiebanken es zuerst wegfegen wird. Eine Entwicklung, die kaum noch aufzuhalten sein dürfte. Sparer und Anleger (aber auch alle anderen Bürger) sollten sich mental wie auch physisch darauf einstellen, dass es bald wieder recht chaotisch werden wird.

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