Vorberichterstattung zum G20-Konzentrationslager in Toronto – Press For Truth Journalist wird verhaftet

Dan Dicks, Press for Truth, 07.05.2010

Am Sonntag den 04.05.2010 besuchte ich gemeinsam mit den Press For Truth (PFT) Mitgliedern Bryan Law und Steve Davies vier verschiedene Örtlichkeiten um über das herannahende G20-Treffen zu berichten. Wir besuchten das Metro Toronto Convention Center (den Ort des Treffens), den Trinity Bellwoods Park (die festgelegte Redefreiheitszone), die Toronto Filmstudios (die vorübergehende Verwahrungsanstalt für Festnahmen während des G20-Treffens) und den Finanzdistrikt.

Während wir im Finanzdistrikt Aufzeichnungen für unseren Bericht anfertigten, traten private Sicherheitsleute an den PFT-Reporter Bryan Law heran und baten um seinen Personalausweis, obwohl er sich auf einem öffentlichen Gehweg befand und nichts Illegales tat. Als Bryan sich weigerte seinen Ausweis vorzuzeigen wurde die Torontoer Polizei gerufen und Bryan wurde verhaftet, rechtswidrig durchsucht und unter dem Vorwand „erhöhter Sicherheit wegen dem herannahenden G20 Treffen“ festgenommen. Unter der Kanadischen Freiheitsurkunde haben wir Pressefreiheit (Artikel 2) und sind vor willkürlicher Verhaftung (Artikel 9) wie auch vor unbegründeten Durchsuchungen sowie Konfiszierungen (Artikel 8 ) geschützt. Gegen all diese Grundrechte ist von den Polizeikräften Torontos verstoßen worden. Wir leben in einem Land, wo man seinen Personalausweis nicht der Polizei vorweisen muss, wenn man nichts Illegales getan hat. In Ländern wie China oder Kolumbien muss man seine Papiere vorzeigen, wenn dies verlangt wird, aber das hier ist Kanada und wir werden durch Kanadische Verfassung vor tyrannischen Taktiken der Angst und Unterwerfung geschützt…oder zumindest dachten wir das. Press For Truth wird diese Angelegenheit vor Gericht bringen, da wir der Meinung sind, dass, wenn es uns passieren kann, es Jedem passieren kann und unsere Rechte geachtet werden müssen, völlig ungeachtet der Tatsache, dass das G20-Treffen in der Stadt abgehalten wird. Die Zerstörung unserer Freiheiten wird oftmals in kleinen Schritten erreicht, also müssen wir jedem Schritt der Veränderung in diese Richtung entgegentreten.

Auf einer Bürgerversammlung zum G20-Treffen fragten wir Wachtmeister George Tucker, wer für die Torontoer Polizeieinheit die Verantwortung trägt und mit der Integrierten Sicherheitseinheit zusammenarbeitet, bei der es sich um eine Verschmelzung der Royal Canadian Mounted Police, der Ontario Provincial Police, dem Toronto Police Service, dem Militär und dem kanadischem Geheimdienst, CSIS, handelt. Der Press For Truth Reporter Steve Davies fragte Wachtmeister Tucker, wer im Falle von Verstößen gegen Befugnisse einer der zahlreichen privaten Sicherheitsfirmen, die auf dem G20-Treffen anwesend sein werden, zur Verantwortung gezogen wird. Wachtmeister Tucker versicherte uns, dass die privaten Sicherheitsfirmen nicht dieselben Befugnisse haben werden wie die Polizei und wenn eine derartige Situation aufkomme, wird die entsprechende Firma zur Rechenschaft gezogen, so der Wachtmeister vor laufender Kamera.

Ich erwähnte gegenüber Wachtmeister Tucker, dass bei einem Treffen in Montebello, Quebec, drei Polizeibeamte als Agent Provocateurs erwischt wurden, wie sie mit Steinen in ihren Händen als aggressive Demonstranten verkleidet auf die Polizei losgingen um unter den ansonsten friedlichen Demonstranten Gewalt zu entfachen. Ich fragte ihn, ob er mir versichern könne, dass die Polizeikräfte von Toronto sich auf dem G20-Treffen NICHT an irgendwelchen Agent Provocateur Taktiken beteiligen werden. Er beantwortete mir schließlich die Frage mit den Worten: „Ich bin nicht berechtigt, Sicherheitshemen in einem offenen Kreis zu besprechen.“

Zum Schluss des Ganzen besuchten wir die Rote Zone, die Redefreiheitszone, die Verwahrungsanstalt und den Finanzdistrikt. Wir befragten Wachtmeister Tucker zu Agent Provocateurs, die Rolle privater Sicherheitsfirmen und zu unserer Verhaftung für Filmen auf einem öffentlichen Gehweg. Seien Sie versichert, dass Press For Truth die intensive Berichterstattung über das G20-Treffen fortführen wird. Unser Ziel ist es der Welt zu zeigen, was am Wochenende der Veranstaltung vom 25. bis 27. Juni wirklich vor sich geht. Unsere Waffen im Informationskrieg ist die Kamera. Die Linse der Kamera wird unser Auge sein. Wir sind friedvoll und wachsam. Wir schießen nicht mit Kugeln…wir schießen Bilder. Das ist die Informationsrevolution und wir sind Press For Truth.

Sehen Sie sich den Press For Truth Bericht dazu an:

Weitere Artikel zu diesem Thema