Kanadische Regierung bezahlt Medienunternehmen um in politischen Chat-Foren Ärger zu machen

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 24.05.2010

Das nächste Mal, wenn es Ihnen nicht in den Kopf will, wie Jemand seine Zeit damit verbringen kann im Internet Ärger zu machen um irgendeine aktuelle Vertuschung oder einen Missbrauch der Regierung zu verteidigen oder herunterzuspielen, sollten Sie auch über den Umstand nachdenken, dass diese Person auf der Gehaltsliste der Regierung stehen könnte.

Beim jüngsten Skandal der kanadischen Harper-Regierung ist sie dabei erwischt worden, wie sie eine Mediengruppe dafür bezahlte im Internet politische Onlinediskussionen zu überwachen und auf „Fehlinformationen“ zu reagieren, mit anderen Worten, um staatlich genehmigte Propaganda zu verbreiten.

„Unter dem Pilotprogramm zahlte die Harper-Regierung der Medienfirma USD 75.000 um Internetbeiträge zum Thema Robbenjagd an der Ostküste zu überwachen und darauf zu reagieren.“ berichtet News1130.

Richard Rosenberg, Professor für Computerwissenschaften an der University of British Columbia und Präsident der BC Freedom of Information and Privacy Association, sagte:

„Die Regierung ist sehr mächtig, wenn sie die Notwendigkeit verspürt öffentliche Foren oder Orte zu überwachen, wo die Menschen ihre Ansichten zum Ausdruck bringen und dann darauf antwortet, das scheint mir über vernünftige Maßnahmen, welche die Regierung ergreifen sollte, hinauszugehen.“

Eine Umfrage auf der Internetseite von News1130 zeigt, dass die Mehrheit der Befragten (77%) nicht durch die Tatsache eingeschüchtert ist, dass die Regierung ihre Internetkonversationen überwacht und sie ihre Informationen, die sie im Internet veröffentlichen, aus diesem Grund nicht verändern würden.

Vorwürfe, Menschen, die das offenkundig Unhaltbare im Anschluss an Regierungsgräuel, Kriege und Skandale verteidigten, stünden auf der Gehaltsliste skrupelloser Behörden, kommen immer wieder auf. Es ist jedoch eine Tatsache, dass die Regierungen und transnationale Konzerne einen Usus daraus gemacht haben im Internet ihre Propaganda zu verbreiten, indem sie Personen einsetzen, die sich als neutrale Beobachter ausgeben.

Der Erfinder dieser „schwarzen Propaganda“-Techniken ist zweifelsohne die Firma Monsanto, die bereits in den späten 90er Jahren über ihre PR-Frontfirma Bivings „fingierte Bürger“ ins Leben rief um Nachrichten in Internetforen zu veröffentlichen, in denen die Vorzüge von genetisch veränderten Nahrungsmitteln beworben und die Gefahren verspottet wurden.

Im 21. Jahrhundert versuchen die Regierungen sich die Macht des künstlich geschaffenen Konsenses zu Nutze zu machen um so ihre Version der Wirklichkeit zu diktieren und ihre Handlungen zu rechtfertigen.

Letztes Jahr verkündete die israelische Regierung, dass sie ein Netzwerk von Bloggern schaffen würde um Internetseiten zu bekämpfen, die man für den zionistischen Staat als „problematisch“ erachtete. Dies geschah infolge einer heftigen Gegenreaktion im Internet aufgrund Israels brutaler Bombardierung des Gaza-Streifens.

Genauso wie Israel beschäftigt auch der militärisch-industrielle Komplex der USA eine Armee von Trollen um Propaganda zur Verteidigung des Kriegs gegen den Terror und zur Unterstützung von Bombardements irgendwelcher sich am Boden befindender Dritte Welt Länder, die als nächstes ins Ziel genommen werden, zu streuen.

CENTCOM hat gegenwärtig Programme laufen, mit denen Blogs und Foren infiltriert werden um sicherzustellen, dass die Menschen „die Möglichkeit haben positive Geschichten zu lesen“, wahrscheinlich darüber, was für eine wundervoll befreite Demokratie der Irak nun ist und dass es beim Krieg gegen den Terror wirklich darum geht die Amerikaner vor Al-CIAda zu schützen.

Im Mai 2008 wurde enthüllt, dass das Pentagon seine „Informationsoperationen“ auf das Internet ausgeweitet hat um absichtsvoll ausländische Nachrichteninternetseiten ins Leben zu rufen, die aussehen wie unabhängige Medienquellen, in Wirklichkeit jedoch nichts weiter sind als direkte Überbringer von Militärpropaganda.

Erst vor Kurzem wurde in der New York Times ein Exposé veröffentlicht, wie Privatagenten angestellt wurden, damit sie in großen US-Nachrichtennetzwerken erscheinen und für die Interessen und Operationen des Pentagons werben sowie für eine allgemein gefällige Berichterstattung des sogenannten Kriegs gegen den Terror sorgen, während sie sich als unabhängige Militäranalysten darstellten.

Diese Operation wurde im Jahre 2006 formal bekanntgegeben, als das Pentagon eine Einheit schuf um „ihre Botschaft in 24-Stunden Nachrichtensendern und besonders im Internet besser zu bewerben.“ Noch einmal: Das Pentagon erklärte, der Schritt würde ihre Fähigkeit stärken „fehlerhaften“ Nachrichtenberichten entgegenzutreten und die neuen Medien auszubeuten.

Letztes Jahr gab die US-Luftwaffe einen „Anti-Blog“-Reaktionsplan bekannt, der darauf abzielte sich dem Material der Blogger anzunehmen und darauf zu reagieren, wenn diese „negative Meinungen über die US-Regierung und die Luftwaffe“ haben.

Der Plan, welcher vom Bereich für Öffentlichkeitsarbeit der US-Luftwaffe ins Leben gerufen wurde, enthielt ein detailliertes 12-Punkte „Anti-Blogger“-Ablaufschema, worin vorgeschrieben wird, wie Beamte Leute angehen sollten, die als „Störenfriede“, „Rowdies“ und „fehlgeleitete“ Online-Autoren beschrieben wurden.

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