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US-Wirtschaft am Ende, Volkszorn wächst

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The Economic Collapse, 15.07.2010

Die Enttäuschung des amerikanischen Volks über die Wirtschaft erreicht gerade einen neuen Höhepunkt auf der Fieberkurve. Es scheint so, als würde es Millionen von Amerikanern nicht gelingen einen Arbeitsplatz zu finden, ganz egal, was sie auch tun. Millionen weiterer Amerikaner arbeiten so hart sie nur können, stellen jedoch am Ende des Monats fest, dass sie dabei nicht besonders gut wegkommen. Die Amerikaner schlittern immer noch mit Rekordrate in den Bankrott und so viele wie nie zuvor verlieren ihre Häuser. Unterdessen ist bei der US-Wirtschaft Hopfen und Malz verloren. Sie ist einfach fertig. Die US-Wirtschaft verhält sich aktuell wie ein alternder Rockstar, der jede Nacht eine immer größere Drogendosis benötigt um auftreten zu können.

Die USA sind süchtig nach „Drogen“ wie Schulden und Konjunkturpakete der Regierung und vor Jahren hatten diese Maßnahmen der Wirtschaft sogar massiven Auftrieb verlieren. Zum jetzigen Zeitpunkt lösen sie jedoch kaum noch Reaktionen aus. Vielmehr ist es mittlerweile so, dass die Dinge, welche die Wirtschaft einst „ankurbelten“, jetzt zum langsamen dahinscheiden derselbigen führen. Die überwiegende Mehrheit der Amerikaner versteht das nicht, sie wissen nur, dass die Wirtschaft am Ende ist und fordern, dass etwas getan wird um „das Problem zu beheben“.

Die meisten Amerikaner haben während ihres gesamten Lebens immer nur unglaublichen Wohlstand erlebt. Während unseres ganzen Lebens erklärte man uns, Amerika sei die reichste und erfolgreichste Nation auf der ganzen Welt und dass, obwohl es immer wieder Zeiten der „Rezession“ gäbe, sich die Dinge immer wieder erholen würden und man gestärkt und besser als je zuvor aus dem Abschwung herauskäme.

Aber dieses Mal wird sich gar nichts mehr erholen und die Amerikaner beginnen gerade extrem frustriert zu werden. Hier nur ein paar der Zitate, die jüngst in einem Artikel von The New York Daily News erschienen sind und den wachsenden Frust, den aktuell so viele Amerikaner verspüren, perfekt einfangen:

„´Mein Ehemann und ich haben das Glück in der Lage zu sein mit meiner 81-jährigen Schwiegermutter zusammenziehen zu können. Aber wie traurig ist das? Ich bewerbe mich um Arbeit und nichts passiert.` schreibt Gayle Hanson. ´Wer will eine 59-jährige Frau einstellen? Meine Antwort ist: Niemand, ich habe jahrelange Erfahrung, exzellente Referenzen und nichts rührt sich.`

´Ich bin bald 57 und werde als zu alt, zu teuer usw. angesehen. Ich kann noch nicht einmal einen Arbeitgeber dazu bringen mich zu irgendeinem Gehalt anzustellen.` schreibt Mike Stiller. `Ich bin fuchsteufelswütend.`“

Aber Gayle Hanson und Mike Stiller sind keineswegs die Einzigen. Zigmillionen Amerikaner sind „fuchsteufelswütend“ auf die Wirtschaft. Fakt ist, dass die Vereinigten Staaten seit 2007 über 10,5 Millionen Arbeitsplätze verloren haben. Viele dieser Arbeitsplätze wurden ins Ausland in Länder wie China und Indien verlagert , wo Arbeitskraft viel billiger zu haben ist, und werden niemals wiederkommen.

Es gibt ganz einfach nicht genügend Arbeitsplätze für alle. Die Zahl der „Dauerarbeitslosen“ ist mit erschreckender Geschwindigkeit angestiegen. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit ist in den Vereinigten Staaten sogar auf ein Allzeithoch geklettert.

Wenn Sie nie arbeitslos gewesen sein sollten und sich nie außer Stande sahen wieder einen neuen Arbeitsplatz zu finden, dann wissen Sie auch nicht, wie niederschmetternd dies für einen Menschen sein kann. Das gilt umso mehr, wenn man eine Familie durchzubringen hat.

Aktuell gibt es 9,2 Millionen Amerikaner die zwar arbeitslos sind, jedoch noch nicht einmal Geld aus der Arbeitslosenversicherung erhalten. Es ist einfach diesen arbeitslosen Arbeitern zu sagen, sie mögen sich einfach „einen Job suchen“, wie Sie jedoch anhand der unten stehenden Grafik erkennen können, gibt es zwischen der Zahl der Arbeitslosen und der Zahl der Stellenausschreibungen eine Lücke, die sich innerhalb der letzten paar Jahre dramatisch vergrößerte.

In diesem wirtschaftlichen Umfeld ist es sogar so, dass selbst Diejenigen, die Arbeit haben, heftig am Rudern sind. In einer im Jahre 2009 durchgeführten Umfrage erklärten 61% der Amerikaner, dass sie „immer oder gewöhnlich“ von einem Gehaltsscheck zum nächsten leben würden. Im Vergleich zu den zwei vorangegangenen Jahren – 2008 (49%) und 2007 (43%) – stellt dies eine bedeutende Zunahme dar.

Hinzu kommt, dass die Amerikaner ihre Häuser immer noch in Rekordgeschwindigkeit verlieren. Alleine im Süden Floridas zogen die Banken im ersten Halbjahr 2010 monatlich durchschnittlich 4.000 Häuser ein, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einem Anstieg von 83% entspricht.

Währenddessen bricht die Nachfrage nach Eigenheimen vollständig in sich zusammen. Die Mortgage Bankers Association gab am Mittwoch bekannt, dass die Nachfrage nach Krediten für den Häuserkauf vergangene Woche auf ein 13-Jahrestief sank. Ebenso brach auch die Nachfrage nach Refinanzierungen ein, obwohl sich die Zinssätze aktuell auf rekordverdächtig niedrigen Niveaus befinden.

Ist es angesichts all dieser Statistiken verwunderlich, dass so viele Amerikaner so pessimistisch sind? Laut einer jüngst von Bloomberg durchgeführten Erhebung erklärten 71% der Amerikaner, dass sich die Wirtschaft des Landes nach ihrem Gefühl immer noch in einer Rezession befindet. Die Wahrheit ist jedoch, dass wir noch gar nichts gesehen haben. Die Angelegenheit wird noch wesentlich schlimmer werden.

Die Entscheidungsträger in der Federal Reserve sprechen bereits über Schritte, die ergriffen werden könnten um der Wirtschaft neuen Aufschwung zu verleihen, „sollte der Ausblick sich deutlich eintrüben“. Können uns weitere Rettungspakete helfen? Nur in begrenztem Umfang.

Die Federal Reserve und die US-Regierung werden aller Vorausschau nach immer mehr Schulden und immer mehr „Konjunkturmaßnahmen“ ins System pumpen um zu versuchen der Wirtschaft wieder neues Leben einzuhauchen. Aber je mehr Schulden von der US-Regierung aufgenommen werden, umso schlimmer werden sich unsere langfristigen Probleme gestalten. Die Realität ist, dass die US-Wirtschaft am Ende ist und es ganz einfach keine „schnelle Kur“ gibt, mit der man die Situation wieder normalisieren könnte.

Was sollte man also auf persönlicher Ebene tun, was sollten wir alle tun? Zunächst müssen wir damit anfangen unsere Abhängigkeit vom System zu verringern. Wir sollten alle anfangen uns damit auseinanderzusetzen, wie wir unsere eigenen Firmen gründen, unser eigenes Essen anbauen und innerhalb unsere eigenen Gemeinden Handel treiben können. Wenn das gesamte System zusammenzubrechen beginnt, sind es Jene, die am wenigsten vom System abhängig sind, die über die besten Chancen verfügen werden während der vor uns liegenden Zeiten erfolgreich zu agieren.

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