Ökonomen kündigen neue Große Depression an

Zahlen sind mit den 30er Jahren vergleichbar, „Zentralbanker standen der Erholung im Weg“

Steve Watson, Infowars.net, 09.08.2010

Der prominente Ökonom Robin Griffiths erklärte nun, dass die Welt gerade das moderne Pendant zur Großen Depression erlebe. Damit schließt er sich einer Vielzahl Anderer an, die nun den wirtschaftlichen Untergang in einem seit den 30er Jahren nicht mehr dagewesen Umfang vorhersagen.

Griffiths, technischer Stratege bei Cazenove Capital, erklärte am Montag gegenüber CNBC, dass er für Oktober einen Einbruch des Aktienmarkts kommen sehe, da die Welt in den Zustand einer bedeutenden Finanzdepression eingetreten sei.

„Aktien sind für Verlierer und Anleihemärkte für Gewinner. Aktien sind schlichtweg für Leute, die es mögen Geld zu verlieren.“ so Griffiths, der hinzufügte: „Ein Double-Dip ist unvermeidlich und steht unmittelbar bevor, da keynesianische Konjunkturmaßnahmen niemals irgendwo funktioniert haben. Anknüpfend an drei Jahre Kreditkrise befinden wir uns jetzt in dem Pendant der Großen Depression.“

Griffiths wies auch auf ein von ihm erstelltes Diagramm hin, das einen 20 Jahre anhaltenden Abschwung im Westen aufzeigt, wobei wir erst die Hälfte davon durchschritten hätten.

Griffiths Anmerkungen entsprechen denen anderer angesehener Ökonomen und Experten, die zu der Schlussfolgerung gelangten, dass Nullwachstum, Massenarbeitslosigkeit und eine verheerende monetäre Verknappung eine Depression auf dem Niveau des Jahres 1932 beschreiben.

Andere Analysten haben darauf hingewiesen, dass sich die wirkliche Arbeitslosigkeit in den USA seit geraumer Zeit auf über 20% beläuft und weiter zunimmt. Diese Zahlen würden sich ebenfalls auf dem Niveau der Großen Depression befinden.

Die Zahl der aktuell auf Nahrungsmittelmarken angewiesenen Amerikaner erreichte jetzt ein Rekordniveau von 40,8 Millionen Menschen, das ist jeder 8. Bürger des Landes. Diese Zahl wird voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahres auf 43,3 Millionen ansteigen. Auf dem Höhepunkt der Großen Depression erhielt gerade einmal jeder 45. Amerikaner Nahrungsmittelmarken.

Des Weiteren nimmt die Geldmenge M3 in den USA trotz niedriger sich fast auf 0% bewegender Zinsraten sowie der ganzen Konjunkturpakte mit zunehmender Geschwindigkeit ab, was mit dem durchschnittlichen Rückgang der Geldmenge in Einklang steht, der zwischen 1929 und 1933 beobachtet wurde.

Die düsteren Arbeitsmarktberichte und die Vorhersagen, dass das Arbeitsplatzwachstum künftig sogar noch schwächer ausfallen wird, sowie die Anzeichen einer Nahrungsmittelinflation deuten ferner darauf hin, dass eine Ära der Stagflation vor uns liegt, ein Phänomen, das so während der Großen Depression nicht existierte.

Andere Ökonomen beginnen gerade damit den Zentralbankern die Schuld für die anhaltende Abwärtsspirale in die Depression zuzuweisen. Brendan Brown, der Chef der Forschungsabteilung bei Mitsubishi UFJ Securities, erklärte gegenüber CNBC am Vorabend eines Treffens der US-Notenbank, auf dem weitere Maßnahmen der quantitativen Lockerung besprochen werden sollen:

„Das Hauptproblem ist, dass die quantitative Lockerung kontraproduktiv gewesen ist. Die Zentralbanken haben das Fallen der Preise aufgehalten. Wenn Preise fallen, kaufen die Leute, aber durch die Abstützung der Vermögenswerte standen die Zentralbanker der Erholung im Weg…

Das große Risiko besteht darin, dass die FED auf ihre eigene Depression reagiert. Die FED könnte überreagieren und täte besser daran, wenn sie in den Urlaub ginge, anstatt noch mehr quantitative Lockerung zu verkünden.“

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