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„Wirtschaftserholung“ in den USA: 15 Statistiken, die von Tag zu Tag schlimmer werden

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The Economic Collapse, 11.08.2010

Vor gut einer Woche schrieb der US-Finanzminister Timothy Geithner einen Artikel für die New York Times mit dem Titel „Willkommen in der Erholung“, worin er die großen Fortschritte bewarb, welche die US-Wirtschaft machen würde.

Die Arbeitslosigkeit bleibt jedoch weiterhin gefährlich hoch und Zwangsvollstreckungen und Privatinsolvenzen brechen immer noch einen Allzeitrekord nach dem anderen. Sollten wir also tatsächlich von einer „Erholung“ sprechen? Fakt ist, die Zahlen lügen nicht und zahlreiche Statistiken zeigen uns, dass sich die Kennzahlen der Wirtschaft in fortschreitendem Maße verschlechtern.

Die US-Regierung kann auch weiterhin versuchen die Wirtschaft mit noch mehr Schulden vollzupumpen, was jedoch nichts an der Tatsache ändern wird, dass es solange keine echte „Erholung“ gibt, bis die Verbraucher wieder damit anfangen Geld auszugeben. Die Verbraucherausgaben stellen den Großteil des US-Bruttosozialprodukts dar. Ohne ordentliche Arbeitsplätze werden die Verbraucher jedoch nicht in der Lage sein Geld auszugeben. Bedauerlicherweise bricht die Zahl der Arbeitsplätze jedoch weiter ein, da zig Millionen Jobs der Mittelklasse von den Raubtierkonzernen, die nun die Weltwirtschaft beherrschen, nach China, Indien und in dutzende andere Dritte-Welt-Länder ausgelagert werden.

Der US-Regierung ist es überhaupt nicht möglich aus dem Nichts echtes Vermögen zu schaffen. Sie kann sich sogar noch mehr Geld leihen und sie kann die Wirtschaft auch mit noch mehr Papiergeld fluten, die dadurch geschaffene kurzfristige „Belebung“ trägt jedoch überhaupt nicht zur Lösung unserer langfristigen wirtschaftlichen Probleme bei.

Es ist die Privatwirtschaft, die Vermögen schafft. Aber bedauerlicherweise ließen wir es in den letzten Jahrzehnten zu, dass sich das Vermögen immer stärker konzentrierte. Nun haben die gigantischen global agierenden Raubtierkonzerne entschieden, dass man die amerikanischen Arbeitnehmer eigentlich garnicht mehr braucht. Sie entfernen gerade langsam ihre Fabriken und ihre Büros und verlagern sie dorthin, wo die Menschen bereit sind für ein Zehntel zu arbeiten.

Wo bleibt bei all dem der amerikanische „Verbraucher“ der Mittelklasse? Nun ja, wir stecken jetzt in richtigen Schwierigkeiten. Die folgenden 15 wichtigen Wirtschaftsstatistiken werden nur noch schlimmer und enthüllen die albtraumhafte Misere, in der wir uns nun befinden.

1. Die Zahl der Amerikaner, die aktuell Nahrungsmittelmarken erhalten, stieg im Mai auf ein Allzeithoch von 40,8 Millionen Menschen – seit 18 Monaten in Folge gab es jeden Monat ein neues Rekordhoch. Alles deutet darauf hin, dass es noch schlimmer wird. Das US-Landwirtschaftsministerium sieht voraus, dass die Zahl der von Nahrungsmittelmarken abhängigen Amerikaner in 2011 auf 43 Millionen ansteigen wird.

2. Die US-Wirtschaft hat alleine im Juli dieses Jahres weitere 131.000 Arbeitsplätze verloren. Fakt ist jedoch, dass die USA bereits seit langer Zeit massiv Arbeitsplätze verliert. In einer Analyse von „The Free Enterprise Nation“ wurde dargelegt, dass die Vereinigten Staaten seit 2007 10,5 Millionen Arbeitsplätze verloren haben. Unterdessen strömten in beispielloser Zahl (legale wie auch illegale) Immigranten ins Land ein.

3. Amerikaner, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, stellen fest, dass es unglaublich schwierig ist wieder ins Arbeitsleben zu kommen. In den USA stieg die durchschnittliche Zeit, die ein Amerikaner braucht um einen Arbeitsplatz zu finden, auf einen Allzeitrekord von 35,2 Wochen (9 Monate).

4. Die US-Regierung versucht immer noch die Wirtschaft mit Schulden vollzupumpen, während die Dinge im Verlaufe dieses Prozesses völlig aus dem Ruder geraten. Laut einem Bericht des US-Finanzministeriums an den Kongress werden die Staatsschulden der USA dieses Jahr über USD 13,6 Billionen betragen und bis 2015 auf geschätzte USD 19,6 Billionen ansteigen.

5. Die Zinsen auf all diese Schulden werden zunehmend belastender. Alleine für das Fiskaljahr 2010 zahlte die US-Regierung bisher USD 355 Milliarden für Zinsen auf Staatsanleihen. Laut Erskine Bowles, einem der leitenden Köpfe von Barack Obamas Nationalem Schuldenausschuss, wird die US-Regierung bis 2020 USD 2 Billionen für Zinsen auf US-Staatsschulden ausgeben. Sie sollten in diesem Zusammenhang bedenken, dass sich der gesamte US-Haushalt für das Jahr 2010 auf weniger als USD 4 Billionen beläuft.

6. Wenn die US-Regierung gezwungen wäre die allgemeinen Rechnungslegungsgrundsätze für US-Unternehmen (US GAAP) zu verwenden – so, wie dies alle am öffentlichen Kapitalmarkt gehandelten Konzerne tun müssen – läge das jährliche Haushaltsdefizit irgendwo im Bereich von 4 und 5 Billionen USD.

7. Das staatliche Rentensystem (Social Security) wird 2010 mehr auszahlen, als es einnimmt. Das sollte eigentlich frühestens 2015 passieren. Man geht davon aus, dass die Defizite des staatlichen Rentensystems in den kommenden Jahren absolut katastrophal sein werden.

8. Es gibt ganz einfach viel zu viele Pensionäre und nicht annähernd genug Arbeitnehmer um diese zu unterstützen. In den 50er Jahren wurden die Rentenzahlungen eines Leistungsempfängers durch 16 Arbeitnehmer erbracht. Heute werden die Rentenzahlungen eines Leistungsempfängers durch Beiträge von rund 3,3 Arbeitnehmern getragen. Für das Jahr 2025 geht man davon aus, dass es für jeden Pensionär rund 2 Arbeitnehmer geben wird.

9. Das Vermögen konzentriert sich immer mehr auf einige Wenige an der Spitze. Seit 1973 hat sich das Gehalt eines Unternehmenschefs vom 26-fachen des Durchschnittseinkommens auf das 300-fache des Durchschnittseinkommens erhöht.

10. Laut einer Umfrage aus dem Jahre 2009 leben 61% der Amerikaner „immer oder gewöhnlich“ von Gehaltszahlung zu Gehaltszahlungen. Hierbei handelt es sich um einen bedeutenden Anstieg, waren es 2008 noch 49% und 2007 43%.

11. Die Mortgage Bankers Association verkündete kürzlich, dass 10% aller US-Immobilienbesitzer während des Zeitraums Januar bis März 2010 mit mindestens einer Hypothekenzahlung im Rückstand lagen. Das ist ein neuer Allzeitrekord und stellt im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 9,1% dar.

12. Ein jüngst durchgeführte Umfrage unter College Studenten, die letztes Jahr ihren Abschluss machten, ergab, dass 80% gleich danach wieder in das Heim ihrer Eltern zogen, was im Vergleich zu 2006, wo dies nur 63% taten, einen erheblichen Anstieg darstellt.

13. Während des ersten Quartals 2010 stieg die Gesamtzahl aller Kredite, bei denen die Kreditnehmer mit mindestens drei Monatsraten im Rückstand lagen, den 16. Monat in Folge.

14. Die Gesamtzahl der Insolvenzen von US-Banken überschritt im Juli die Marke von 100. 2009 wurde diese Zahl erst im Oktober erreicht.

15. Der US-Dollar verliert weiterhin rasant an Wert. Ein Gegenstand, für den man 1970 USD 20,00 bezahlte, würde heute USD 112,35 kosten. Ein Gegenstand, für den man 1913 USD 20,00 bezahlen musste, kostet heute USD 440,33.

Jeder vernunftbegabte Beobachter – und der US-Finanzminister Timothy Geithner gehört mit Sicherheit nicht dazu – kann ganz klar erkennen, dass es gerade die Grundfeste der US-Wirtschaft zerlegt. Der rasch ansteigende Schuldenberg, der unser wirtschaftliches „Wohlergehen“ antrieb, kann unmöglich jemals wieder zurückgezahlt werden und wird in zunehmendem Maße die Lebenskräfte unseres Wirtschaftssystems abwürgen. Jeden einzelnen Tag fließt mehr Vermögen aus den USA ab, als hereinkommt.

Jeder der behauptet, dass sich eine Besserung einstellen wird, ist entweder ignorant, völlig verblendet oder lügt absichtlich. Bei der US-Wirtschaft wird sich keine Besserung einstellen. Die US-Wirtschaft kratzt ab und Sie sollten sich entsprechend darauf vorbereiten.

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