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Die Deflation hatte nie eine Chance: Warum Gold der einzige Bullenmarkt ist

Vollumfänglicher Dollarzusammenbruch bis Frühjahr 2011

Toby Connor, Gold Scents, 08.09.2010

In letzter Zeit haben wir eine Menge über Kondratieff-Zyklen, den Elliot Wave Superzyklus, das Ende der Welt und über Deflation und nochmals Deflation gehört.

Was die Deflationisten jedoch nicht begreifen wollen, ist, dass es sich bei der Deflation in einem Fiatgeldsystem um eine Entscheidung handelt und nicht um eine Zwangsläufigkeit. Oder einfach ausgedrückt: Wenn die Regierung bereit ist ihre Währung zu opfern, dann gibt es auch keine Möglichkeit, dass die Deflation in einem modernen Geldsystem Fuß fassen kann.

Es ist auch völlig unerheblich, wie groß der Schuldenrückgang ist, 10 Billionen, 100 Billionen oder 1.000 Billionen – jede Regierung mit einem reinen Fiatgeldsystem besitzt die Fähigkeit per Knopfdruck genügend Geld zu drucken um alle Schulden auszulöschen. Dadurch wird natürlich die Währung vernichtet, aber zu irgendeinem Zeitpunkt werden wir vor der Entscheidung stehen die Druckerpresse anzuwerfen oder über die Klippe zu springen. Ich bin mir sicher, dass Bernanke den Dollar auf den Opferaltar werfen wird.

Sie mögen vielleicht sagen, dass der Konsumentenkredit nicht weiter zunimmt, die Verbraucher ihren Fremdkapitalanteil verringern und es nicht möglich sei Inflation zu haben, außer die Verbraucher nehmen mehr Geld auf und die Gehälter steigen. Das ist absoluter Nonsens!

Zunächst möchte ich auf eine unbestreitbare Tatsache hinweisen, bevor ich näher auf das Argument Deflation/Inflation eingehe und was Investoren tun sollten um ihr Kapital vor dem kommenden inflationären Sturm zu schützen.

In einem reinen Fiatgeldsystem, wo die Regierung bereit dazu ist ihre Währung zu opfern, ist es möglich genügend Geld zu drucken um jedem Man, jeder Frau und jedem Kind einen Scheck über USD 1.000, USD 100.000 oder USD 1.000.000 zu übersenden. Dies würde jegliche deflationären Kräfte sofort zum Erliegen bringen. Der praktischste Zweck läge darin, dass auch alle Verbraucherschulden ausgelöscht würden. Unmöglich meinen Sie? Nun ja, die US-Regierung hat es bereits zweimal getan, es nannte sich Steuernachlass, falls Sie es vergessen haben sollten.

Hier ist der springende Punkt: Wo die inflationären Kräfte sich zeigen werden, hängt davon ab, wer das Geld als erster einsetzen darf. Bisher war das immer das Bankensystem gewesen. Über eine Unzahl an Rettungsprogrammen hat die FED Geld aus dem nichts geschaffen und in das insolvente Finanzsystem gepumpt. Das hatte ausgewählte inflationäre Effekte zur Folge. Anstatt diese Gelder an die Verbraucher oder die Unternehmen weiterzurreichen, die es garnicht wollen, hat das Finanzsystem das Geld in die Finanzmärkte gesteckt. Das ist auch der Grund, warum sich der Aktienmarkt trotz mangelhafter Daten wieder um 80% erholt hat. Deshalb ist der Ölpreis auch trotz sich verschlechternder Bedingungen von USD 35 auf über USD 80 gestiegen. Deshalb droht Gold erneut in neue historische Höhen auszubrechen.

Wenn man, anstatt die Liquidität ins Finanzsystem zu zwingen, das Geld zum durchschnittlichen Verbraucher gesandt hätte, würden wir jetzt erleben, wie die Immobilienpreisen rasch wieder ansteigen und die Nahrungsmittel- und Benzinpreise durch die Decke schießen würden. Die Gehälter wären ebenfalls explodiert.

Wo sich die Inflation zeigt, ist also ein direktes Ergebnis davon, wer die frisch gedruckten Gelder als erstes verwenden darf. Ich kann Ihnen versichern, dass wir nicht mit einem drohenden Deflationsproblem zu kämpfen haben, wir haben es hier mit einem rasch herannahenden Inflationsproblem und einer Währungskrise zu tun.

Bereits seit langem erkläre ich, dass der Markt Bernanke nun zwingen wird einen schrecklichen Preis für seine irrsinnige Geldpolitik zu zahlen. Dies wird zu einer Währungskrise des US-Dollars führen, die meines Erachtens bereits begonnen hat.

Während in der ersten Hälfte des Jahres alle fleißig auf den Einbruch des Euros schauten, hatte überhaupt niemand daran gedacht, dass der vom Euro ausgehende Krebs schlussendlich auch auf den Dollar überspringen würde. Das begann vor rund 3 Monaten, obwohl es bisher noch keiner mitbekommen zu haben scheint.

Im Folgenden gehe ich auf den langfristigen Dollarzyklus ein, da sich hier eine perfekte und große Währungskrise des US-Dollars zusammenbraut, viel gravierender als die Entwicklungen, die wir beim Euro vorfinden.

Im ersten Diagramm sehen wir den längsten Zyklus, den Dreijahreszyklus. Die letzten 6 Dreijahreszyklen sind von mir markiert worden. Sie neigen dazu alle drei bis dreieinhalb Jahre ihren Tiefpunkt zu erreichen, wobei die meisten Zyklen eine Dauer von 3 Jahren und 3 Monaten haben. Die hier zu Grunde liegende Annahme ist, dass der nächste Tiefpunkt irgendwann zwischen März und Juni 2010 erreicht wird.

Wenn der Dollar in diesen Tiefpunkt des Zyklus eintritt, dann haben wir ein gigantisches Problem und Bernankes irrsinnige Versuche, die Kreditkrise mit der Druckerpresse zu bekämpfen, werden uns um die Ohren fliegen. Bis Frühjahr nächsten Jahres werden wir uns inmitten eines vollumfänglichen Dollarzusammenbruchs befinden.

Das erste Warnzeichen ist, wenn der Dollar die 80 Punktemarke durchbricht. Dies würde das Unterschreiten des gegenwärtigen Zwischenzyklus anzeigen – sobald das passiert, ist es für den Dollar vorbei.

Zunächst dürften wir erleben, wie Ende dieses Jahres die Allzeittiefststände getestet werden, bevor der Zyklus im nächsten Jahr seinen Tiefststand erreichen dürfte. Ich gehe davon aus, dass es im späten Frühjahr oder im Frühsommer 2011 zu neuen Rekordtiefstständen des Dollars kommen wird.

Die einzige Möglichkeit diese Entwicklung zu verhindern, wäre, dass Bernanke umgehend damit beginnt die Liquidität aus dem Markt abzuziehen. Das würde den Dreijahreszyklus nicht aussetzen, aber wir könnten darauf hoffen, dass der Dollar sich oberhalb der Allzeittiefststände hält und wir dadurch den mit einem bevorstehenden Währungszusammenbruch einhergehenden Schaden verhindern oder zumindest abfedern könnten.

Aber ich kann ihnen versichern, dass Bernanke so etwas bestimmt nicht tun wird. Zunächst einmal hat er überhaupt keine Ahnung, was sich hier zusammenbraut – das ist derselbe Typ, der uns 2007 versicherte, dass sich die Kreditprobleme auf die Subprime-Märkte beschränken würden und 2006 verkündete, es gäbe keine Immobilienblase. Und zweitens: Wenn er Liquidität abziehen würde, dann würden die USA und die gesamte Welt ganz schnell zurück in die Rezession und dann die Depression rutschen. Nein, ich denke wir brauchen uns keine Sorgen darüber zu machen, dass Onkel Ben die Druckerpresse abschaltet.

Was sollten Investoren also tun um sich vor der heraufziehenden Feuersbrunst zu schützen? Investoren müssen in echten Dingen investiert sein, in Rohstoffen. Es gibt einen Grund dafür, dass praktisch der gesamte Rohstoffbereich Anfang Juli eine relative Stärke zeigte, als der Markt den Tiefpunkt eines Zwischenzyklus erreichte. Das Smart Money positionierte und positioniert sich immer noch in Vorbereitung auf den kommenden Sturm.

Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass sich die Anfangsphase der Krise überhaupt nicht nach Krise anfühlen wird. Ein fallender Dollar wird zunächst zur Stützung aller Vermögenspreise führen. Es könnte sogar zu nominellen Rekordwerten am Aktienmarkt kommen.

Aber letztendlich wird es zu viel des Guten sein und es dem Markt wird das wirkliche Ausmaß des Chaos dämmern, in dem wir uns befinden. Zu diesem Zeitpunkt wird ein einbrechender Dollar die Aktien nicht mehr länger stützen und wir können dann damit rechnen, dass die Märkte kippen und in einen langanhaltenden Bärenmarkt übergehen werden. Im Gegensatz zu Aktien wird es bei Rohstoffen in einer Währungskrise zu Anstiegen kommen, wobei ein Rohstoff über allen anderen thronen wird.

Natürlich handelt es sich hierbei um den letzten verbliebenen langanhaltenden Bullenmarkt…Gold!

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