Dollar-Zusammenbruch sendet Goldpreis in Richtung USD 11.000

Das Edelmetall erreicht ein neues Allzeithoch, während der US-Dollar in Erwartung der quantitativen Lockerung durch die Federal Reserve weiter einbricht

Paul Joseph Watson, Prisonplanet.com, 22.09.2010

Anlässlich des neuen Allzeithochs von Gold, erklärte der leitende Geschäftsführer von Omnis, James Rickards, gegenüber CNBC, dass das Edelmetall nach dem Zusammenbruch des Dollars bis auf USD 11.000 steigen würde, wogegen das aktuelle Kursniveau von USD 1.300 recht zahm erscheint.

Der Edelmetallpreis ist aktuell knapp unter die Marke von USD 1.300 pro Feinunze geklettert – eine psychologische Barriere beim Edelmetallpreis, die viele Investoren in Aufregung versetzt. Der Anstieg des Goldes begründet sich jedoch hauptsächlich durch die Schwäche des Dollars als durch irgendwelche anderen Faktoren.

In London erzielte der Kassakurs heute ein Allzeithoch von über USD 1.295, wobei das nächste große Ziel die Marke von USD 1.320 ist. Auch Silber wird das erste Mal seit 30 Monaten mit über USD 21 die Feinunze gehandelt.

Mit dem Anstieg des Goldpreises ist jedoch ein parallel dazu verlaufender Niedergang des Dollars einhergegangen. Der US-Dollar erreichte jetzt im Vergleich zu einem Korb aus verschiedenen Währungen (US-Dollar Index) ein 6-Monatstief. Beispielsweise lag der EUR/USD-Kurs vor wenigen Monaten noch bei USD 1,19, ist mittlerweile jedoch auf ein Niveau von rund USD 1,34 gestiegen.

Auch der Yen schaffte es kürzlich auf ein 15-Jahreshoch gegenüber dem Dollar, ein Anstieg, der nur aufgrund der bewussten Währungsmanipulation seitens der japanischen Zentralbank abgemildert werden könnte. Der chinesische Yuan erreichte ebenfalls ein neues Rekordhoch gegenüber dem US-Dollar.

Die Dollarschwäche wird durch den Hinweis des Vorsitzenden der Federal Reserve, Ben Bernanke, angefacht, dass die US-Zentralbank kurz davor stehe durch den Kauf von Anleihen eine neue Runde an „quantitativer Lockerung“ einzuleiten.

Gold ist auch gestiegen, weil die Zentralbanken mittlerweile wieder zu Nettokäufern des Edelmetalls geworden sind, nachdem sie es jahrelang verkauften. Führende Goldminenfirmen sind bei ihren künftigen Erwartungen ebenfalls optimistisch gestimmt und verkündeten die Vorwärtsverkäufe einstellen zu wollen, was ein deutliches Anzeichen dafür ist, dass das hohe Preisniveau anhalten dürfte.

Wir hatten unsere Leser die ganze Zeit daran erinnert, dass es beim Goldkauf weniger darum geht Geld damit zu machen – obwohl die Menschen, die Gold bei USD 300 pro Unze kauften, dem vielleicht nicht zustimmen würden – sondern es ein Mittel des Werterhalts ist, da der Dollar aufgrund des unablässigen Gelddruckens und der steigenden Lebenshaltungskosten immer schneller abwertet.

In einem kürzlich ausgestrahlten CNBC-Interview erklärte Jim Rickards, ein Goldpreis von USD 5.000 pro Unze sei absolut realistisch, wenn man bedenkt, dass gerade alle Fiatwährungen einbrechen und daher der Goldstandard wieder eingeführt werden müsse, was es notwendig mache einen korrekten Inflationsausgleich gegenüber dem Dollar festzulegen:

„Es ist keine wirkliche Vorhersage, es ist ganz einfach Mathematik und es ist, wo [der Preis für] die Unze enden wird, wenn der Dollar zusammenbricht.“ so Rickards, der zum Erstaunen der CNBC-Moderatoren noch hinzufügte, dass Gold bis auf USD 11.000 pro Feinunze ansteigen könnte.

Rickards betonte, dass Gold nicht steigt, sondern der Dollar abstürzt, und wir die entsprechenden Preisentwicklungen in allen Bereichen der Wirtschaft noch zu spüren bekämen. Als Beispiel besprach man die Kosten für einen guten Anzug. Ein guter Anzug kostet heute, genau wie es auch in der Vergangenheit immer der Fall war, rund eine Unze Gold, wobei man jedoch im Vergleich zu früher wesentlich mehr Dollars dafür ausgeben muss, wenn man sich diesen Anzug heutzutage kauft.

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